• 11.12.2013, 12:16:47
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Nachhaltiges Forstmanagement ist der Schlüssel für Green Economy

Europäische Waldwoche rückt die nachhaltige Entwicklung ins Zentrum

Utl.: Europäische Waldwoche rückt die nachhaltige Entwicklung ins
Zentrum =

Wien (OTS) - (11. Dezember 2013) Green Economy ist das Schlagwort für
eine Ökologisierung der Wirtschaft sowie einen nachhaltigeren
Lebensstil. Österreich bringt mit einem hohen Waldanteil, einer
professionellen nachhaltigen Forstwirtschaft, einer etablierten
Holzindustrie und anerkannten holzbasierten Forschungseinrichtungen
für Green Economy die besten Voraussetzungen mit. Hinzu kommt noch,
dass Österreich weltweit das zehntgrößte Holzexportland ist. Daher
kann Österreich bei dieser wirtschaftspolitischen Chance eine globale
Vorreiterrolle einnehmen", so der Präsident der Land&Forst Betriebe
Österreich, DI Felix MONTECUCCOLI, der ab heute an der Forstkonferenz
in Finnland anlässlich der zweiten "Europäischen Waldwoche"*), die
vom 9. bis 13. Dezember 2013 stattfindet, teilnimmt.

Multitalent Wald

Der heimische Wald gilt als Multitalent und bewältigt laufend
steigende Anforderungen. Als größter natürlicher Kultur- und
Erholungsraum besuchen ihn jährlich Millionen von Menschen. Er ist
Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und sichert somit die
Biodiversität. Er sorgt für saubere Luft und reines Wasser. Der Wald
übernimmt eine wichtige Schutzfunktion bei Naturgefahren wie Lawinen
und Muren. Gleichzeitig fungiert er als Arbeitsplatz und Quelle für
die nachwachsende Ressource Holz. Im Hinblick auf den
fortschreitenden Klimawandel erlangt der Wald zunehmend an Bedeutung
und nimmt auch eine Schlüsselrolle bei der Erfüllung des
ambitionierten wirtschaftspolitischen EU-Programmes "Green Economy"
ein.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist die Voraussetzung

"Das komplexe Zusammenspiel der vielfältigen Waldwirkungen und das
Ergreifen der wirtschaftspolitischen Chance Green Economy gelingt nur
durch die Waldbesitzer und Forstbetriebe, die den heimischen Wald
nachhaltig bewirtschaften. Dabei lenken und steuern sie
verantwortungsbewusst und professionell die Waldleistungen und sorgen
für einen gesunden Waldboden und -bestand. Denn nur ein nachhaltig
bewirtschafteter Wald gedeiht langfristig, ist in der Lage alle
Waldleistungen zu erbringen und erlaubt eine intelligente Nutzung des
Rohstoffes Holz. Zudem bringt die heimische Forstwirtschaft die
besten Voraussetzungen für einen nachhaltigen Lebensstil mit: Seit
mehr als 300 Jahren leben Waldbesitzer und ihre Familien das Prinzip
der Nachhaltigkeit. Sie bewirtschaften ihren Grund und Boden nach dem
Grundsatz, nicht mehr zu ernten als nachwächst. Damit erhalten sie
die Substanz und Lebensgrundlage", unterstreicht Verbandspräsident
MONTECUCCOLI die nachhaltige Bewirtschaftung der Waldflächen durch
heimische Forstbetriebe als Grundvoraussetzung für die gegenwärtigen
Anforderungen an den Wald.

Holzverwendung reduziert ökologischen Fußabdruck

Die verantwortungsbewusste nachhaltige Bewirtschaftung garantiert,
dass der nachwachsende Rohstoff Holz, der die umweltschonendste
Kulturleistung der Menschheit ist, intelligent genutzt werden kann.
Indem Holz nicht verrottet, sondern als Werk- und Baustoff eingesetzt
wird, ist es möglich, das im Holz gebundene CO2 im Sinne des
Klimaschutzes zu binden. Durch den forcierten Einsatz von Holz wird
in Summe mehr CO2 gebunden. Folglich lässt sich der ökologische
Fußabdruck reduzieren. So ist zum Beispiel die Verwendung von Holz in
Bauprojekten ein erster Schritt zu einem nachhaltigen Lebensstil.

Großflächige Wildnisgebiete sind keine Lösung

"Wir alle tragen die Verantwortung, durch einen nachhaltigen
Lebensstil unseren Nachkommen eine saubere und intakte Umwelt zu
übergeben. Diese Existenzgrundlage für unsere Enkel- und
Urenkelkinder basiert auf der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer
Wälder. Mögen in einzelnen Fällen Waldbestände mit ungestörter
natürlicher Entwicklung wie etwa Naturschutzreservate oder
Naturschutzflächen, die zum Beispiel auch integrativer Bestandteil
eines nachhaltigen Forstmanagements sein können, durchaus Sinn
machen, werden weitere großflächige Außer-Nutzung-Stellungen
abgelehnt. Herausforderungen wie etwa Klimaeinflüsse, wirksamer
Schutz vor Naturgefahren und zuverlässige Bereitstellung des
nachwachsenden Rohstoffes Holz können durch das so genannte
"Non-Intervention-Management" nicht bewältigt werden", findet DI
MONTECUCCOLI klare Worte.

Forstwirtschaft braucht Rechtssicherheit am Eigentum

"Damit Österreich das in der Forstwirtschaft vorhandene Potenzial,
Know-how und den Innovationsgeist für die neue wirtschaftspolitische
Chance der Green Economy nützen kann und gleichzeitig alle
Waldleistungen nachhaltig garantiert sind, braucht es weiterhin das
Grundrecht des eigenverantwortlichen Wirtschaftens. Dafür ist
wesentlich, dass das Fundament der heimischen Forstbetriebe -
Eigentum an Grund und Boden, Werterhalt der Familie und stabile
Rahmenbedingungen - von den politischen Entscheidungsträgern
sichergestellt wird. Denn nur durch die Rechtssicherheit an Grund und
Boden wird der bereits seit Generationen gelebte nachhaltige
Lebensstil in der Forstwirtschaft Bestand haben können", so der
abschließende Appell von Verbandspräsident DI Felix MONTECUCCOLI.

*) Die zweite Europäische Waldwoche, die vom 9. bis 13 Dezember
2013 ganz im Zeichen der Green Economy steht, wurde von der
Europäischen Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen (UNECE) und
der Welternährungsorganisation (FAO) ausgerufen. Sie wird parallel
zur "Metsä2013" ("Metsä" ist die finnische Bedeutung für "Wald")
begangen. Die "Metsä2013" ist die gemeinsame Sitzung des UNECE
Committee on Forests and the Forest Industry und der FAO European
Forestry Commission. Die Initiative wird von 15 internationalen
Partnerorganisationen unterstützt und verfolgt das Ziel, die
nachhaltige Waldbewirtschaftung zu fördern und Bewusstsein zu
schaffen, dass der Forstsektor und der Wald vieles zur nachhaltigen
Entwicklung beitragen.

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