• 08.12.2013, 09:23:31
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AKV-Kukacka: Österreich muss sich in Regierungserklärung zum weltweiten Einsatz für Religionsfreiheit bekennen

Fackelzug gegen Christenverfolgung am 10.12. in Wien

Utl.: Fackelzug gegen Christenverfolgung am 10.12. in Wien =

Wien (OTS) - Die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV) ruft
zur Teilnahme am Fackelzug "Stopp Christenverfolgung" am 10. Dezember
in Wien von der Staatsoper (ab 17:00 Uhr) über die Kärntnerstraße mit
anschließendem Gottesdienst im Stephansdom (18:00 Uhr) auf.

"Christen sind derzeit weltweit jene Religionsgruppe, deren
Angehörige wegen ihres Glaubens am meisten verfolgt werden", erklärt
AKV-Präsident, StS a.D. Mag Helmut Kukacka, im Vorfeld des
Fackelzuges.

"Täglich erleben wir, wie extrem dramatisch die Situation im Nahen
Osten ist. Die Christen geraten hier zwischen die Fronten", so
Kukacka weiter. Sie werden aus politischen Gründen und wegen ihres
Glaubens verfolgt, aus ihren Siedlungsgebieten vertrieben und
gekidnappt. Erst in diesen Tagen haben islamistische Truppen -
darunter jihadistische Kämpfer - den historischen Kern der christlich
syrischen Stadt Maalula besetzt und zwölf Schwestern aus dem
orthodoxen Kloster St. Thekla als Geiseln genommen.

Die AKV fordert anlässlich des Fackelzuges:

Christen zwischen den Fronten: Europa muss sie unterstützen und
schützen!

Christen müssen künftig auch im Nahen Osten leben können und eine
Perspektive haben. Dort hat das Christentum seine Wiege, fanden die
ersten Konzilien statt und waren Christen, lange vor der Ankunft des
Islam im siebten Jahrhundert, in dieser Region präsent. Die
verfolgten Christen müssen deshalb von Europa geschützt und
unterstützt werden und es müssen im Rahmen der politischen
Friedensbemühungen alle rechtlichen Voraussetzungen geschaffen
werden, dass sie auch in Zukunft in ihren angestammten Regionen leben
können.

Österreichische Regierungserklärung muss sich zum weltweiten Einsatz
für Religionsfreiheit bekennen!

Die AKV erwartet, dass in einer neuen Bundesregierung - im künftigen
Koalitionsvertrag und in der Regierungserklärung - sich die Parteien
ausdrücklich zum weltweiten Einsatz für Religionsfreiheit bekennen
und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Lage christlicher
Minderheiten legen.

"Den Christen Freiheit zur Religionsausübung geben" (Papst
Franziskus).

Papst Franziskus hat sich in seinem jüngst veröffentlichten ersten
apostolischen Schreiben mit dem Titel "Evangelii Gaudium" (Freude des
Evangeliums) auch zum Verhältnis von Islam und Christentum geäußert
und sich auch konkret zum Thema Religionsfreiheit an die "Länder mit
islamischer Tradition" gewandt: "Bitte, ich ersuche diese Länder
demütig darum, in Anbetracht der Freiheit, welche die Angehörigen des
Islam in den westlichen Ländern genießen, den Christen Freiheit zu
gewähren, damit sie ihren Gottesdienst feiern und ihren Glauben leben
können." (Evangelii Gaudium, Pkt. 253)

Angesichts von Zwischenfällen durch einen gewalttätigen
Fundamentalismus müssen aber gehässige Verallgemeinerungen vermieden
werden, so Papst Franziskus, "denn der wahre Islam und eine
angemessene Interpretation des Korans stehen jeder Gewalt entgegen".
(Pkt. 253)

Erwartung an die österreichischen Muslime

Jedenfalls darf in diesem Zusammenhang auch eine Erwartung an die in
Österreich lebenden Muslime ausgesprochen werden: Sie haben in
unserem Land Religionsfreiheit kennengelernt. Gerade weil sie in
unserem Staat ihren Glauben frei leben können, haben sie die
Verantwortung auch in ihren Herkunftsländern von ihren Erfahrungen
bei uns zu berichten und auch dort umfassende Religionsfreiheit
einzufordern.

"Der Einsatz für Religionsfreiheit hat nämlich nicht nur eine
individuelle, sondern auch eine gesellschaftliche Bedeutung. Nur
dort, wo der Einzelne seinen Glauben frei leben kann, ist auch die
Gesellschaft frei", sagt Kukacka.

Religionsfreiheit bedeute das Recht nicht nur privat, sondern auch
öffentlich seinen Glauben bekennen und sein Leben - auch für andere
sichtbar - auf Gott ausrichten zu dürfen. Dies macht die
Religionsfreiheit auch zu einem festen Bestandteil der
Menschenrechte. Und verlangt von uns für sie, in Arabien, in Europa
und überall auf der Welt für diese Grundrechte einzutreten.

"Mit dem Fackelzug am 10. Dezember 2013 wollen wir für verfolgte
Christen unsere Stimme erheben und uns öffentlich zur
Religionsfreiheit und der Durchsetzung der Menschenrechte bekennen!",
schließt Kukacka.

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