• 04.12.2013, 11:51:44
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Haider: Lebensmittelkennzeichnung darf heimische Wirtshauskultur nicht zerstören

Brauchen Wirte einen eigenen ELGA-Zugang, um alles richtig zu machen?

Utl.: Brauchen Wirte einen eigenen ELGA-Zugang, um alles richtig zu
machen? =

Wien (OTS) - "Nach der Pflanzerei mit dem Rauchverbot und sonstigen
unsinnigen Belastungen, kommt nun von Seiten der EU und dem österr.
Gesundheitsministerium der nächste Schildbürgerstreich auf den
heimischen Tourismus zu. Die seitens der EU vorgeschriebene
Lebensmittelkennzeichnung, welche von unseren Gastronomen ab 13.
Dezember 2014 umgesetzt werden muss, ist ein weiterer Stein am harten
Weg unserer Tourismusbetriebe", so der Tourismussprecher der FPÖ,
NAbg. Mag. Roman Haider.

Der FPÖ-Politiker nennt auch die wesentlichen Änderungen: die
verpflichtende Nährwertkennzeichnung (Brennwert, Fett, gesättigte
Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz); die Hervorhebung
von allergenen Stoffen in der Zutatenliste (z.B durch Schriftart oder
Hintergrundfarbe); die verpflichtende Herkunftskennzeichnung für
Frischfleisch (Schwein, Schaf, Ziege und Geflügel); eine
Mindestschriftgröße von 1,2 mm (für Kleinbuchstaben) und die
Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten, zählt Haider auf. Laut
Gesundheitsministerium seien die allgemeinen
Kennzeichnungsbestimmungen ab dem 13. Dezember 2014 und die
besonderen Kennzeichnungsbestimmungen (betreffend die verpflichtende
Nährwertkennzeichnung) ab dem 13. Dezember 2016 anzuwenden.

"Die logische Folge der verpflichtenden Auflistung von Nährwerten,
allergener Stoffe, Herkunftsbezeichnungen etc. ist nicht nur, dass
eine Speisekarte mehr einem Medikamentenbeipackzettel ähnelt, sondern
ist der Tod der österreichischen Küche und Wirtshauskultur. Es ist
für ein klein- bzw. mittleres Unternehmen nicht mehr möglich, frisch
und abwechslungsreich zu kochen. Es wird dann verstärkt auf die
Einheitsküche der Systemgastronomie sowie auf vorgefertigte Produkte
zurückgegriffen werden müssen", zeigt Haider auf und fragt ironisch:
"Braucht dann jeder Wirt auch einen eigenen Zugang zur ELGA-Akte
(elektronische Gesundheitsakte) jedes Gastes, um nur ja nichts falsch
zu machen? Wieso soll ein Allergiker nicht so wie bisher im Gespräch
mit Wirt oder Koch nach eventuellen allergenen Stoffen fragen
können?"

"Das was Österreich ausmacht, die typisch Österreichischen Gerichte
vom Wirten ums Eck, der Tourismus mit seiner Originalität und
Vielfältigkeit, sowie die Österreichische Gastlichkeit gehen
verloren. Oder glaubt wirklich einer in der Tintenburg EU oder im
Gesundheitsministerium, dass unsere Gastronomie in dieser Form
erhalten bleiben kann, wenn jeder Wirt Angst haben muss, bei einer
falschen Anführung von Inhaltsstoffen mit Klagen von
Konsumentenschützern oder Allergikern konfrontiert zu werden? Diese
Bevormundung der Bürger ist unerträglich. Es wird doch wohl auch
künftig möglich sein, sich als Allergiker beim Koch oder Wirt auf
kurzem Wege zu informieren, ob gewisse Stoffe im Essen enthalten sind
oder nicht. Ich bin mir aber heute schon sicher, dass Österreich und
seine künftige Bundesregierung wieder Musterschüler spielen und
völlig überzogene Vorschriften erlassen werden. Wir Freiheitlichen
werden alles daran setzen, um einen solchen Unfug zu verhindern", so
Roman Haider abschließend.

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