Haider: Lebensmittelkennzeichnung darf heimische Wirtshauskultur nicht zerstören

Brauchen Wirte einen eigenen ELGA-Zugang, um alles richtig zu machen?

Wien (OTS) - "Nach der Pflanzerei mit dem Rauchverbot und sonstigen unsinnigen Belastungen, kommt nun von Seiten der EU und dem österr. Gesundheitsministerium der nächste Schildbürgerstreich auf den heimischen Tourismus zu. Die seitens der EU vorgeschriebene Lebensmittelkennzeichnung, welche von unseren Gastronomen ab 13. Dezember 2014 umgesetzt werden muss, ist ein weiterer Stein am harten Weg unserer Tourismusbetriebe", so der Tourismussprecher der FPÖ, NAbg. Mag. Roman Haider.

Der FPÖ-Politiker nennt auch die wesentlichen Änderungen: die verpflichtende Nährwertkennzeichnung (Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz); die Hervorhebung von allergenen Stoffen in der Zutatenliste (z.B durch Schriftart oder Hintergrundfarbe); die verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Frischfleisch (Schwein, Schaf, Ziege und Geflügel); eine Mindestschriftgröße von 1,2 mm (für Kleinbuchstaben) und die Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten, zählt Haider auf. Laut Gesundheitsministerium seien die allgemeinen Kennzeichnungsbestimmungen ab dem 13. Dezember 2014 und die besonderen Kennzeichnungsbestimmungen (betreffend die verpflichtende Nährwertkennzeichnung) ab dem 13. Dezember 2016 anzuwenden.

"Die logische Folge der verpflichtenden Auflistung von Nährwerten, allergener Stoffe, Herkunftsbezeichnungen etc. ist nicht nur, dass eine Speisekarte mehr einem Medikamentenbeipackzettel ähnelt, sondern ist der Tod der österreichischen Küche und Wirtshauskultur. Es ist für ein klein- bzw. mittleres Unternehmen nicht mehr möglich, frisch und abwechslungsreich zu kochen. Es wird dann verstärkt auf die Einheitsküche der Systemgastronomie sowie auf vorgefertigte Produkte zurückgegriffen werden müssen", zeigt Haider auf und fragt ironisch:
"Braucht dann jeder Wirt auch einen eigenen Zugang zur ELGA-Akte (elektronische Gesundheitsakte) jedes Gastes, um nur ja nichts falsch zu machen? Wieso soll ein Allergiker nicht so wie bisher im Gespräch mit Wirt oder Koch nach eventuellen allergenen Stoffen fragen können?"

"Das was Österreich ausmacht, die typisch Österreichischen Gerichte vom Wirten ums Eck, der Tourismus mit seiner Originalität und Vielfältigkeit, sowie die Österreichische Gastlichkeit gehen verloren. Oder glaubt wirklich einer in der Tintenburg EU oder im Gesundheitsministerium, dass unsere Gastronomie in dieser Form erhalten bleiben kann, wenn jeder Wirt Angst haben muss, bei einer falschen Anführung von Inhaltsstoffen mit Klagen von Konsumentenschützern oder Allergikern konfrontiert zu werden? Diese Bevormundung der Bürger ist unerträglich. Es wird doch wohl auch künftig möglich sein, sich als Allergiker beim Koch oder Wirt auf kurzem Wege zu informieren, ob gewisse Stoffe im Essen enthalten sind oder nicht. Ich bin mir aber heute schon sicher, dass Österreich und seine künftige Bundesregierung wieder Musterschüler spielen und völlig überzogene Vorschriften erlassen werden. Wir Freiheitlichen werden alles daran setzen, um einen solchen Unfug zu verhindern", so Roman Haider abschließend.

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