- 03.12.2013, 10:10:47
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Logo-Missbrauch durch TIWAG: Der Panda fährt die Krallen aus
WWF stellt Landeshauptmann Platter ein letztes Ultimatum vor der Klage
Utl.: WWF stellt Landeshauptmann Platter ein letztes Ultimatum vor
der Klage =
Wien (OTS) - Bereits seit April fordert der WWF das Land Tirol und
die TIWAG schriftlich und mündlich dazu auf, sein Panda-Logo aus den
Einreichunterlagen für den Ausbau des Kraftwerks Kühtai zu entfernen.
Trotzdem ziert es immer noch die neuen UVP-Unterlagen und erweckt
damit den völlig falschen Anschein, der WWF würde das
Kraftwerksvorhaben befürworten. "Alle gütlichen Versuche, unser Logo
zu entfernen, sind fehlgeschlagen", bedauert WWF-Geschäftsführerin
Andrea Johanides. Günther Platter, Landeshauptmann und oberstes
Aufsichtsorgan der TIWAG, kann die missbräuchliche Verwendung des
WWF-Logos noch abstellen, bevor die UVP-Unterlagen diese Woche
öffentlich zum Edikt aufgelegt werden. Andernfalls sieht sich die
Naturschutzorganisation gezwungen, den Landesenergieversorger zu
klagen. "Für den WWF ist das ein außergewöhnlicher, aber notwendiger
Schritt", erklärt Johanides und führt aus: "Eine so dreiste
Verletzung unserer Rechte und unseres guten Rufes hat es in
Österreich noch nie gegeben."
Trotz der ausdrücklichen Ablehnung des WWF und ohne Zustimmung des
Landes Tirol, hat die TIWAG die Flussrevitalisierung in Langkampfen
am Inn als Ausgleichsmaßnahme für den Ausbau der Kraftwerksgruppe
Sellrain-Silz vorgeschlagen - und diese Pläne auch noch mit dem
Panda-Logo illustriert. Das Rückbauprojekt Langkampfen ist jedoch
Teil der Initiative "der.inn - lebendig und sicher", die das Land
Tirol, das Lebensministerium und der WWF seit 2008 gemeinsam
durchführen. Im Rahmen dieser Offensive für mehr Sicherheit und
Lebendigkeit am Inn, wurden in den letzten Jahren etliche Projekte
umgesetzt. So hat der Tiroler Landesfluss bei Serfaus, Telfs und
Radfeld mehr Platz bekommen, indem Uferverbauungen entfernt und
Altarme wieder angebunden wurden.
Weil die TIWAG das Panda-Logo im Alleingang für ihre Zwecke
missbraucht, steht nun auch die Glaubwürdigkeit des gesamten
Inn-Projektes auf dem Spiel. "Hier liegt der Tatbestand einer
Markenrechtsverletzung und Kreditschädigung vor", sagt Rechtsanwalt
Dr. Josef Unterweger, der den WWF in dieser Causa vertritt und
unterstreicht: "Durch die Vorgehensweise der TIWAG wird nach außen
hin der Eindruck erweckt, dass der WWF das Kraftwerk Kühtai
unterstützt, obwohl er dieses Projekt als unökologisch ablehnt."
Das Unternehmen TIWAG steht zu 100 Prozent im Eigentum des Landes
Tirol. Für den WWF ist nicht nachvollziehbar, weshalb ein Bundesland
über seine Tochtergesellschaft das Logo einer privaten
Umweltorganisation missbraucht.
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