Neues Volksblatt: "Ziemlich alleine" von Markus EBERT

Ausgabe vom 29. November 2013

Linz (OTS) - Während die Koalitionsverhandlungen (gefühlt) auf Hochtouren dahinplätschern, zittert sich Österreich einem anderen Höhepunkt entgegen: Am kommenden Dienstag werden, wie diese Woche bereits ausführlich berichtet, die PISA-Testergebnisse bekannt gegeben. Ganz besonders gut informierte Boulevard-Kreise wussten schon vor Tagen, dass das ein letzter erfreulicher Auftritt für die an sich glücklose und auch scheidende SPÖ-Ministerin Claudia Schmied werde - es gebe nämlich bessere Ergebnisse zu verkünden.
Kommt es tatsächlich so, bleibt dennoch die Frage, ob das ein Verdienst der Schmied'schen Ressortarbeit ist oder ob trotz dieser Ministerin die Ergebnisse besser geworden sind. Tatsache ist jedenfalls: Die von Schmied nicht sonderlich geliebte Lehrerschaft ist die selbe geblieben; und unbestritten sind die Lehrer die zuständige Instanz für das, was SchülerInnen können oder nicht können.
Übrigens: Nicht einmal Schmieds Freunde von der Arbeiterkammer glauben, dass sie Besonderes erreicht hat. "Mittelmäßigkeit" ortet die AK OÖ im Schulsystem, das man grundsätzlich ändern müsse - eine schöne Botschaft der Arbeitnehmervertretung an die von ihr auch vertretenen LehrerInnen. Aber wenn, wie jetzt beim Dienstrecht, die Lehrer ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und sich gegen ein aus ihrer Sicht unausgegorenes Reformwerk wehren, stehen sie ziemlich alleine da.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001