- 28.11.2013, 12:05:58
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aktion leben zu 40 Jahre Fristenregelung: "Wir müssen endlich wissen, was in Österreich los ist!"
Wien (OTS) - 40 Jahre nach Beschluss der Fristenregelung am 29.
November 1973 betont aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina
Kronthaler: "Die Aufgabe von Politik und Gesellschaft besteht heute
darin, das Leben mit Kindern für Frauen und Familien leichter zu
machen." Um bedarfsgerechte Angebote zu setzen, brauche es aber
endlich eine fundierte Ursachenforschung zu Abbrüchen und gesicherte
Zahlen. Ebenso fordert die aktion leben eine verlässliche
Familienpolitik, statt der eklatanten Benachteiligung von Menschen,
die für Kinder sorgen.
"Solange keine Zahlen und Fakten zu Abbrüchen auf dem Tisch
liegen, wird die Politik weiterhin die Probleme schwangerer Frauen
ignorieren", stellt Kronthaler klar. Unwissenheit führe auch zu
Vereinfachung, Pauschalierung, Ideologisierung und mangelndem
Einfühlungsvermögen in der Gesellschaft: "Aus über mehreren tausend
Gesprächen im Jahr mit schwangeren Frauen und ihren Partnern wissen
wir: Ein Schwangerschaftsabbruch ist häufig eine Maßnahme gegen eine
große äußere oder innere Not. Was kann die Gesellschaft, was kann
jeder und jede Einzelne tun, um die Not zu lindern? Wie kann die
Gesellschaft kinderfreundlicher und sensibler gegenüber schwangeren
Frauen werden? Das sind die Fragen, die wir uns dringend stellen
müssen", erklärt Kronthaler.
Hohe Abtreibungszahlen: Notsignal an Politik und Gesellschaft
Das Fehlen einer anonymisierten Statistik und Ursachenforschung zu
Schwangerschaftsabbrüchen zeige ein fatales Desinteresse der
Regierenden auf der einen Seite. Auf der anderen Seite werden immer
wieder Schätzungen publiziert, denen zufolge Österreich eine der
höchsten Abbruchsraten Europas hätte: "Wenn das stimmt, bedeutet das
zumindest zweierlei, nämlich dass unsere Gesellschaft weder besonders
frauen- noch besonders kinderfreundlich ist." Dieser Befund ließe
sich an den laufenden Regierungsverhandlungen deutlich festmachen:
"Eltern und Kinder sind wieder die Verlierer, wenn die
Familienleistungen entgegen der Wahlversprechen nicht endlich erhöht
werden."
Mehr Werbung für Beratung und ein Hilfsfonds!
Damit es zu möglichst wenigen Abbrüchen kommt, sei auch eine
professionelle und wertschätzende Begleitung schwangerer Frauen
notwendig. Mehr auf Schwangerschaft spezialisierte Beratungsstellen,
mehr Werbung für Beratung, mehr öffentliche Unterstützung durch einen
Hilfsfonds seien Voraussetzungen dafür, mehr Frauen zu erreichen, die
vor der Frage stehen, Kind ja oder nein.
"Wir sind eine der wenigen Einrichtungen in diesem Land, die neben
non-direktiver Beratung auch finanzielle Hilfen für das Leben mit
Kind anbietet", erklärt Kronthaler. Diese gesellschaftlich bedeutende
Leistung werde allerdings ausschließlich von Spendern erbracht.
Arbeit der aktion leben heute
Seit dem Beschluss der Fristenregelung habe die aktion leben auf
dem Gebiet der Schwangerenberatung hohe Maßstäbe gesetzt, etwa durch
die Einführung der vorgeburtlichen Beziehungsförderung in Österreich,
durch die Initiative einer speziellen Ausbildung für Beratung bei
pränataler Diagnostik, durch die Kombination von praktischer Hilfe
und Beratung, durch professionelle, non-direktive
Schwangerenkonfliktberatung und vielem mehr", betont die
Generalsekretärin der aktion leben. Eine Änderung der Fristenregelung
sei für die aktion leben längst kein Thema mehr. Stattdessen setze
sich der unabhängige überkonfessionelle Verein für die Vermeidung von
Abbrüchen durch Sexualpädagogik, Informationen über
Empfängnisregelung, bedarfsgerechte Angebote der Unterstützung für
das Leben mit Kindern und für eine lebensfreundliche Gesellschaft
ein, informiert Kronthaler.
aktion leben österreich ist ein überkonfessioneller,
überparteilicher karitativer Verein, der sich vorwiegend aus privaten
Spenden finanziert. Neben der Beratung und Unterstützung von
schwangeren Frauen engagiert sich aktion leben auch in der
Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche sowie in der aktiven
Öffentlichkeitsarbeit zu bioethischen Fragen. Darüber hinaus setzt
sich aktion leben für eine kinder- und elternfreundliche Gesellschaft
ein.
In den Bundesländern gibt es selbstständige aktion leben-Vereine,
die mit aktion leben österreich inhaltlich und organisatorisch eng
zusammenarbeiten.
Spendenkonto - BLZ: 60.000, Kontonummer: 7.331.600
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