• 28.11.2013, 12:04:55
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40 Jahre UNESCO-Forschungsprogramm "Man and the Biosphere (MAB)" in Österreich

Bundesminister Töchterle zeichnet Vorsitzenden des Nationalkomitees, Georg Grabherr, aus

(C) photonews.at/Georges Schneider - Wien
27.11.2013 - 40 Jahre.UNESCO-Forschungsprogramm 'Man and the
Biosphere (MAB)' in Österreich wurde heute im Theatersaal der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften gefeiert. PHOTO:
Karlheinz Töchterle (L/ÖVP) , Bundesminister für Wissenschaft und
Forschung überreicht Georg Grabherr, Vorsitzender des
MAB-Nationalkomitees das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft
und Kunst I. Klasse.

Utl.: Bundesminister Töchterle zeichnet Vorsitzenden des
Nationalkomitees, Georg Grabherr, aus =

Wien (OTS) - Das Österreichische MAB-Forschungsprogramm, das vom
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) finanziert
und durch ein an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
(ÖAW) angesiedeltes Nationalkomitee verwaltet wird, feiert heuer sein
40-jähriges Bestehen. Das MAB-Programm, eines der ältesten und
wichtigsten Forschungsprogramme der UNESCO, widmet sich der Beziehung
zwischen dem Menschen und seiner Umwelt sowie der nachhaltigen
Nutzung der natürlichen Ressourcen. In einer Festveranstaltung am 27.
November 2013 in der ÖAW überreichte Wissenschafts- und
Forschungsminister Karlheinz Töchterle dem langjährigen Vorsitzenden
des MAB-Nationalkomitees und "MAB-Wissenschaftler der ersten Stunde"
Georg Grabherr das Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und
Kunst I. Klasse.

"Die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt wurde in den vergangenen
Jahrzehnten besonders brisant. Das MAB-Programm ist ein sehr frühes
Beispiel für Österreichs vielfältiges Engagement in diesem Bereich,
vor allem auch, was die nachhaltige Nutzung von Ressourcen betrifft",
so Töchterle. Das Programm sei eng mit Georg Grabherr verknüpft, so
der Minister weiter. "Er ist ein im besten Sinne des Wortes
ausgezeichneter Wissenschaftler", gratulierte Töchterle dem
"Wissenschaftler des Jahres". Der Vorarlberger Ökologe habe nicht nur
einen grünen Daumen, "sondern vor allem ein grünes Herz, das für all
'sine Blüamle und Pflänzle' schlägt".

Grabherr hat seine Forschungsarbeiten in international angesehenen
Wissenschaftszeitschriften wie "Science" und "Nature" veröffentlicht
und bringt seine national wie international viel beachtete
Forschungstätigkeit in zahlreichen Beiräten und Kommissionen in den
Bereichen Forschungspolitik, Umwelt und Naturschutz, Land- und
Forstwirtschaft ein. So auch im Nationalkomitee des UNESCO-Programms
"Mensch und Biosphäre" der ÖAW. Als Vorsitzender hat Grabherr
wesentlich zum Blühen dieses mittlerweile seit 40 Jahren bestehenden
und vom Wissenschafts- und Forschungsministerium finanziell
unterstützten Gremiums beigetragen, das innovative ökologische
Projekte und wissenschaftliche Vorhaben zur Umsetzung der
nachhaltigen Entwicklung in verschiedenen Regionen Österreichs (v.a.
in Biosphärenparks der UNESCO) unterstützt.

Grabherrs umfassendes Wissen nütze aber nicht "nur" der
Wissenschaft und Forschung, sondern werde durch seine verständliche
und anschauliche Kommunikation auch an viele Interessierte
weitergegeben, wie etwa in seinem Bildband "Ein Garten für das 21.
Jahrhundert", wo Grabherr gemeinsam mit dem renommierten Fotografen
Lois Lammerhuber die Artenvielfalt des eigenen und auch bereits vom
Minister besichtigten Gartens eindrucksvoll zu Papier gebracht hat.

MAB-Nationalkomitee

"Das österreichische MAB-Nationalkomitee, das mit seinem eigenen
Forschungsbudget weltweit eine Sonderstellung einnimmt, leistet bei
der Koordinierung und Weiterentwicklung und des internationalen
MAB-Programms international vielbeachtete Arbeit. So etwas stiftet
das heimische MAB-Nationalkomitee der UNESCO seit einigen Jahren
zusätzliche MAB Young Scientist Awards zur Ausbildung junger
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Entwicklungs- und
Schwellenländer", betont der Präsident der ÖAW, Anton Zeilinger.

Ziel der Forschungsaktivitäten im Rahmen des MAB-Programms ist die
Schaffung eines Gleichgewichts zwischen dem Schutz der biologischen
Vielfalt, der Förderung einer wirtschaftlichen und sozialen
Entwicklung und der Bewahrung der jeweiligen kulturellen Werte. Eine
Schlüsselrolle im MAB-Programm spielen die so genannten
UNESCO-Biosphärenparks ("biosphere reserves"). Biosphärenparks sind
nach einheitlichen, international festgelegten Kriterien anerkannte
Ökosysteme, in denen Modelle für eine nachhaltige Bewirtschaftung der
Biosphäre entwickelt, erprobt und umgesetzt werden. Sie dienen nicht
nur dem Schutz und der Pflege bestimmter Ökosysteme, sondern auch der
ökologischen Forschung, der umweltgerechten Landnutzung und der
Bildung im Bereich nachhaltiger Entwicklung.

Weltweit bilden 612 Regionen in 117 Staaten ein Netzwerk von
Biosphärenparks, dem auch sieben österreichische Modellregionen
angehören. In den heimischen Biosphärenparks wird exzellente
Forschungsarbeit geleistet, wobei das Große Walsertal und der
Wienerwald international als Vorzeigebiosphärenparks gelten und als
echte Modellregionen für nachhaltige Entwicklung agieren.

Das MAB-Nationalkomitee genießt international hohes Ansehen, was
durch die Tatsache, dass Österreich in den vergangenen Jahren in
Person von Dr. Günter Köck, dem Koordinator der
ÖAW-Forschungsprogramme, dreimal den Vizevorsitz des internationalen
MAB-Programms innehatte, unterstrichen wird.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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