- 27.11.2013, 21:00:37
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Neues Volksblatt: "Neue Chance" von Markus EBERT
Ausgabe vom 28. November 2013
Utl.: Ausgabe vom 28. November 2013 =
Linz (OTS) - Gemessen an dem, was für die Konsolidierung der
österreichischen Staatsfinanzen an Einsparungen aufgebracht werden
muss, sind die Kosten, die die Stippvisite von Monika Lindner im
Parlament verursacht hat, lächerlich. Imagemäßig hat sie dem
Parlamentarismus jedenfalls keinen guten Dienst erwiesen, denn am
Stammtisch blieb übrig: So sind sie alle, die Politiker, es geht
ihnen nur ums Geld.
Warum sie sich selbst das ganze Theater nicht erspart hat, ist
Lindners Angelegenheit. Dass sie insgesamt nicht besonders einsichtig
scheint, was die mehr als schiefe Optik ihres Vorgehens betrifft, hat
sie freilich auch im Abgang bewiesen: "Ein effizienter Einsatz" für
humanitäre und soziale Anliegen "im Parlament ist auf Grund der
gezielten, gegen mich geführten Kampagne nicht mehr möglich", teilte
sie mit.
Der Vollständigkeit halber muss man aber daran erinnern, dass Frau
Lindner die politische Erfindung von Frank Stronach war. Das ist
jener Mann, der wohl auch über kurz oder lang dem Hohen Haus Lebewohl
sagen wird, weil das Leben zwischen der freien Zeit in Kanada und den
parlamentarischen Zwängen in Wien doch ein wenig zu mühsam wird. Und
was bleibt? Vielleicht die Erkenntnis beim einen oder anderen Wähler,
dass das Gold doch nicht die Regeln macht, und dass man sich nicht
nur am Telefon, sondern auch in der Urne verwählen kann. Aber: Neue
Wahl, neue Chance.
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