- 26.11.2013, 11:24:57
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Leopold Museum: Erich Lessing "in Kokoschkas Atelier"
Professor Lessings Erinnerungen an seine Begegnungen mit Oskar Kokoschka

Utl.: Professor Lessings Erinnerungen an seine Begegnungen mit Oskar
Kokoschka =
Wien (OTS) - Künstlergespräch mit Professor Erich Lessing zu
Kokoschka-Ausstellung
Anlässlich der aktuellen Leopold Museum-Ausstellung "KOKOSCHKA. Das
Ich im Brennpunkt" lädt Franz Smola, der museologische Direktor des
Leopold Museum den bedeutenden österreichischen Fotograf Erich
Lessing (geb. 1923) zu einem Künstlergespräch. Unter dem Titel "In
Kokoschkas Atelier" wird Professor Lessing als wichtiger Zeitzeuge am
kommenden Samstag, dem 30. November 2013 über seine persönlichen
Begegnungen mit Oskar Kokoschka (1886-1980) berichten. Der Doyen der
österreichischen Dokumentarfotografie besuchte erstmals 1959 und in
den 1960er Jahren den bedeutenden österreichischen Maler wiederholt
in dessen Atelier in Villeneuve am Genfersee in der Schweiz. Lessing
verewigte den Künstler bei der Arbeit, in höchst lebendiger Weise in
für die damalige Zeit modernen und ungewohnten Farbfotografien.
Weinhäupl: "Lessing-Fotos zählen zu herausragenden Arbeiten
der Ausstellung"
Für Managing Director Peter Weinhäupl zählen die Fotos von Erich
Lessing zu den herausragenden Arbeiten der Ausstellung: "Die
Aufnahmen von Prof. Lessing stechen besonders hervor. Die
Farbaufnahmen schlagen eine Brücke zur üppigen Farbigkeit der Werke
Kokoschkas und bilden einen interessanten Kontrast zu den
Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Persönlich freut mich, dass sich die Wege
Erich Lessings mit dem Leopold Museum immer wieder kreuzen." Neben
"Ungarn 1956" und "Karajan" verwirklichte Lessing zuletzt mit
Weinhäupl das Projekt "Lessing sieht Klimt" in der Galerie Zwach am
Attersee.
Erich Lessings Fotos unter mehr als 220 Fotografien der
Kokoschka Ausstellung
Lessings Fotos sind Teil der umfangreichen Ausstellung des Leopold
Museum über Leben und Werk Kokoschkas, in der wie nie zuvor
Fotografien im Zentrum stehen. Kokoschkas Werke werden rund 220
Fotografien gegenübergestellt, die aus dem Fotonachlass des Künstlers
stammen und heute vom Oskar Kokoschka-Zentrum der Universität für
angewandte Kunst verwahrt werden. Viele Aufnahmen stammen von
bedeutenden Fotografinnen und Fotografen, z.B. von Madame d'Ora, Hugo
Erfurth, Brassai, Trude Fleischmann, Sven Simon u.v.a. Die
Universität für angewandte Kunst Wien ist Kooperationspartner und
Hauptleihgeber dieser höchst innovativen und aufwändig inszenierten
Ausstellung.
Smola: Fotografie auf Augenhöhe mit Malerei
Dazu Franz Smola, interimistischer museologischer Direktor des
Leopold Museum und Co-Kurator der Ausstellung: "In unserer in
Kooperation mit dem Oskar Kokoschka-Zentrum entstandenen Ausstellung
erleben wir die Entwicklung der Fotografie im 20. Jahrhundert -
gleichberechtigt und auf Augenhöhe mit der Malerei."
Prof. Erich Lessings Treffen mit Oskar und Olda Kokoschka
Im Rahmen des Künstlergespräches "In Kokoschkas Atelier" gewährt
Erich Lessing, der vor wenigen Monaten seinen neunzigsten Geburtstag
feierte, einzigartige Einblicke in seine Begegnungen mit Oskar
Kokoschka und dessen Frau Olda Palkovská in deren Haus und Garten in
Villeneuve. Lessing über Kokoschka: "Wir hatten viele
Gemeinsamkeiten, aber auch viele Streitpunkte. Es war schwer, fast
unmöglich, mit ihm einen Dialog zu führen. Er hatte ganz definitive
Meinungen, vor allem was das politische Leben betraf. Man durfte von
seinen Meinungen nicht abweichen. Er war ungeheuer expressiv. Stand
immer am Podium, in einer zauberhaften Grazie." Neben den in der
Kokoschka Ausstellung des Leopold Museum ausgestellten
Lessing-Fotografien sind Kokoschka-Fotos Erich Lessings derzeit auch
in seiner Galerie in der Wiener Weihburggasse zu sehen.
Biografie Erich Lessing
Erich Lessing wurde am 13. Juli 1923 in Wien als Sohn eines
Zahnarztes und einer Konzertpianistin geboren. 1939 flüchtete er vor
den Nazis aus Österreich nach Israel. Seine Mutter blieb in Wien,
wurde deportiert und in Auschwitz ermordet. Bereits in jungen Jahren
fand Lessing zur Fotografie. Am Beginn seiner Karriere arbeitete er
als Fotograf für die Britische Armee.
1947 kehrte Lessing nach Österreich zurück, arbeitete für die
Associated Press und trat - als einer der ersten Mitglieder -- der
Fotografenagentur Magnum bei. Er arbeitete hauptsächlich für LIFE,
Paris Match, Picture Post, EPOCA und die deutsche Quick,
dokumentierte die politischen Umwälzungen im Nachkriegseuropa,
speziell in den kommunistischen Ländern. Berühmt sind seine Aufnahmen
vom Ungarnaufstand 1956 oder die auf seiner Reise mit Charles de
Gaulle nach Algerien entstandenen Fotografien.
Nach 1960 richtete Lessing seinen Fokus auf die Dokumentation
historischer Persönlichkeiten und Epochen. In seinen "Evokationen"
schilderte er das Leben großer Musiker, Dichter, Physiker und
Astronomen. Lessing publizierte mehr als 60 Bücher, darunter
Klassiker wie die Geschichte Österreichs ("Imago Austriae"), die
Reise des Odysseus, das Alte Testament, die Italienische Renaissance
und viele mehr.
1996 gründete Lessing das Fotoarchiv "Erich Lessing Culture & Fine
Arts Archive", 1912 eröffnete der Fotograf in Wien eine Fotogalerie.
Das Leopold Museum zeigte bereits in der Vergangenheit Ausstellungen
mit Arbeiten Lessings, etwa über den Ungarnaufstand (2006) und zur
Person des Dirigenten Herbert von Karajan (2008) Anlässlich der
Eröffnung des 2012 in Kooperation mit dem Leopold Museum ins Leben
gerufenen Gustav Klimt-Zentrum am Attersee zeigte Lessing in der
Galerie Käthe Zwach in Kammer am Attersee Fotos, die sich an Gustav
Klimts Atterseemotiven orientierten.
www.lessingimages.com bzw.
http://www.lessingimages.com/content.asp?c=gallery
Ausstellung:
KOKOSCHKA - Das Ich im Brennpunkt
Bis 27. Jänner 2014 im Leopold Museum
Rahmenprogramm:
Künstler- und Expertengespräche:
Leopold Museum, Auditorium, Ebene -1
In Kokoschkas Atelier
Künstlergespräch mit Prof. Erich Lessing
Sa, 30. November 2013, 16 Uhr
Moderation: Mag. Alexandra Matzner, Kunstvermittlerin, Leopold Museum
Die Kunst der Fotografie im Jahrhundert Kokoschkas
Expertengespräch mit Johannes Faber, Galerie Faber, Wien
Do, 5. Dezember 2013, 19 Uhr
Moderation: Mag. Alexandra Matzner, Kunstvermittlerin, Leopold Museum
"Werden'S mir nur nicht zu abstrakt!"
Künstlergespräch mit Günter Brus
Do, 19. Dezember 2013, 19 Uhr
Moderation: Mag. Alexandra Matzner, Kunstvermittlerin, Leopold Museum
Kuratorenführung:
Kokoschka und die Frauen.
Biografisches und Künstlerisches
Führung mit ao. Univ.-Prof. Dr. Patrick Werkner, Co-Kurator der
Ausstellung und Professor an der Universität für angewandte Kunst
Wien
Do, 16. Jänner 2014, 19 Uhr
Ort: Leopold Museum, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Besuch Rahmenprogramm: frei mit gültigem Museumsticket
Museumsticket: Preis: Euro 12.- / Ermäßigungen
Kokoschka-Pass: Preis: Euro18.-
Mit dem Kokoschka-Pass können Besucher alle Rahmenprogrammtermine
und die Ausstellung besuchen so oft Sie wollen!
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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