- 25.11.2013, 13:47:12
- /
- OTS0167 OTW0167
Euregio "Senza Confini": Historischer Tag für Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Veneto
LH Kaiser, Euregio-Präsident Zaia und Präsidentin Serracchiani beschlossen gemeinsam "Regierungsprogramm"
Utl.: LH Kaiser, Euregio-Präsident Zaia und Präsidentin Serracchiani
beschlossen gemeinsam "Regierungsprogramm" =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Euregio "Senza Confini - Ohne Grenzen" ist
politisch und organisatorisch einen entscheidenden Schritt
vorangekommen. Heute, Montag, wurden in Venedig sowohl die
Geschäftsordnung als auch das Regierungs- bzw. Aktionsprogramm
gemeinsam beschlossen. Landeshauptmann Peter Kaiser, Deborah
Serracchiani, Regionspräsidentin von Friaul-Julisch Venetien sowie
Luca Zaia, Regionspräsident des Veneto und Euregio-Präsident,
unterzeichneten die entsprechende Vereinbarung. Sie alle sprachen von
einem "historischen Tag" für die Euregio "Senza Confini" und dem
Start vertiefter Beziehungen ihrer drei befreundeten Länder.
Landeshauptmann Kaiser erklärte, dass mit dem nun endgültig
vorliegenden Aktionsplan auch künftig eine grenzüberschreitende
Raumentwicklung stattfinden werde. Nun seien alle organisatorischen,
finanziellen und administrativen Voraussetzungen unter Dach und
Fach, was die Grundlage für eine nachhaltige grenzüberschreitende
Entwicklung bilde.
"Ich bin überzeugt, die Zukunft Europas liegt in den Regionen. Mit
der Euregio "Senza Confini" wollen wir eine beispielgebende
Zukunftsregion sein", so Kaiser. Er wies auf die Einmaligkeit der
Lage am Schnittpunkt dreier Kulturen und Sprachen (slawisch,
romanisch, germanisch) hin.
Kaiser führte aus, dass zahlreiche Jobs durch Kooperationen
geschaffen werden könnten, insbesondere in den Bereichen Tourismus
und Kultur. Die gemeinsame Vermarktung der Regionen sei eine große
Chance für die Euregio. Auch für Schul- und Bildungsprogramme regte
Kaiser an, mehr wechselseitige Durchlässigkeit zu schaffen und bezog
sich dabei sowohl auf Kinderbetreuungseinrichtungen wie auch auf
Höhere und internationale Schulen. Auch im Bereich der Hochschulen
und Universitäten sowie im Sozialbereich sollten Austausch und die
Nutzung von Synergien vermehrt möglich werden, so Kaiser.
Kärntens Landesamtsdirektor Dieter Platzer wurde zum Direktor der
Euregio "Senza Confini" gewählt. Platzer war bislang schon
geschäftsführender Direktor.
"Gemeinsam Wohlstand sichern und Entwicklung fördern, das ist unser
Motto der nächsten Jahre, mit dem wir uns zum Ziel gesetzt haben,
eine Vorzeigeregion in Europa zu werden", machte Kaiser deutlich. Nun
habe man über die Jahre 2014 und 2015 den klaren politischen Rahmen
für die Strategien zur Entwicklung des Grenzraumes und entsprechender
Projekte geschaffen. Wie Kaiser sagte, gehe es darum, den vielfachen
Mehrwert der Euregio zu nutzen, insbesondere im Hinblick auf das
Lukrieren von EU-Fördermitteln. Man werde größtes Augenmerk darauf
richten, die EU-Förderprogramme und EU-Fördermittel für den
grenzüberschreitenden Bereich umfassend auszuschöpfen und sich an den
transnationalen Kooperationsprogrammen im Rahmen der Makroregionen
Donauraum, Adriatisch-Ionischer Raum und Alpenraum beteiligen. Die
Euregio habe über eine strukturell verträgliche Erweiterung nach der
Konsolidierungsphase auch ein gutes Potenzial zur Weiterentwicklung,
ist Kaiser überzeugt.
"Senza Confini" wolle im Sinne einer Großregion zum Wohl der Bürger
in effizienter Weise tätig sein. "Denn es gibt das gemeinsame
Bekenntnis für eine nachhaltige Entwicklung, für qualitatives
Wachstum, für die Bekämpfung der Beschäftigungslosigkeit, für eine
innovative Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik sowie für die
Vermarktung gemeinsamer Tourismus- und Kulturangebote", so Kaiser.
Die drei Regionen bekennen sich weiters zur sprachlichen und
kulturellen Vielfalt, zu einem Bildungsaustausch wie auch zu
Kooperationen im Gesundheits- und Sozialbereich.
(Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKL






