Darabos/Rudas: Die Sozialdemokratie trauert um Ernst Nedwed

"Wir verlieren einen großen Sozialdemokraten und engagierten Antifaschisten"

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos und SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas sind tief betroffen über das Ableben von Ernst Nedwed, der gestern, Sonntag, verstorben ist. "Mit Ernst Nedwed verlieren wir einen großen Sozialdemokraten und einen engagierten Antifaschisten. Mit seinem beharrlichen Kampf gegen den Faschismus und seinem unermüdlichen Einsatz für die Opfer des Faschismus war Ernst Nedwed das Gewissen der Sozialdemokratie", sagten Darabos und Rudas heute, Montag, in Würdigung Ernst Nedweds, der als Vorsitzender sechs Jahre lange die Geschicke der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer/innen gelenkt hatte. ****

"Die gesamte sozialdemokratische Familie trauert um Ernst Nedwed, der sowohl als Wiener SPÖ-Kommunalpolitiker als auch als Nationalratsabgeordneter und Freiheitskämpfer Unverzichtbares geleistet hat. Ernst Nedwed hat sich bis zuletzt aus tiefstem Herzen dem Kampf gegen Neofaschismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus verschrieben. Dieses Engagement und sein Lebenswerk werden uns immer Vorbild sein", betonten Rudas und Darabos, der mit Ernst Nedwed besondere persönliche Erinnerungen verbindet. "Ernst Nedwed hat mir im Namen der Freiheitskämpfer im Jahr 2010 die Otto-Bauer-Plakette verliehen. Diese höchste österreichische Widerstandskämpfer-Auszeichnung aus den Händen einer solchen Persönlichkeit entgegennehmen zu können, war eine besondere Ehre und auch Auftrag, das antifaschistische Engagement mit aller Kraft fortzusetzen", sagte Darabos in Würdigung Nedweds, der am Sonntag im Alter von 84 Jahren verstorben ist.

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Rudas unterstrich die wichtige Arbeit, die Ernst Nedwed auf Bezirksebene geleistet hat: "Ich habe Ernst Nedwed bei der gemeinsamen Arbeit für die Wiener SPÖ-Bezirksorganisation Rudolfsheim-Fünfhaus kennen und schätzen gelernt. Vor allem seine Bildungsarbeit als Vorstand der Volkshochschule Rudolfsheim-Fünfhaus war beispielgebend", sagte Rudas.

Ernst Nedwed wurde 1929 in Wien geboren. Zwischen 1945 und 1960 hatte Nedwed verschiedene Funktionen in der Sozialistischen Jugend inne. 1969 wechselte Nedwed in den Wiener Landtag. Auch im Bildungsbereich engagierte sich Nedwed: So war er ab 1976 Landesbildungsobmann und zwischen 1989 und 2008 Präsident des Wiener Volksbildungswerkes. Zwischen 1978 und 1992 war Ernst Nedwed Abgeordneter zum Nationalrat. Ab dem Jahr 2007 war Ernst Nedwed Bundesvorsitzender der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en. (Schluss) mb/up

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