MKV-Kukacka: "Zurück an den Verhandlungstisch!", fordert der Kartellrat

Schulreformen dürfen keinen Qualitätsverlust bringen

Wien (OTS) - "Zurück an den Verhandlungstisch - das fordert der Kartellrat des MKV, wenn es um die aktuellen Fragen in der Schul- und Bildungspolitik geht", erklärte heute StS a.D. Mag. Helmut Kukacka, Vorsitzender des Mittelschülerkartellverbandes (MKV). Der Kartellrat, der vergangenes Wochenende tagte, ist das zweithöchste Gremium des MKV, in dem die Führungsfunktionäre aus allen Bundesländern Österreichs vertreten sind.

"Der MKV tritt dafür ein, dass vor einem grundlegenden neuen Lehrerdienstrecht eine umfassende Bildungsreform stehen muss, auf die dieses aufbauen kann", so Kukacka weiter.

Der jetzige Entwurf zum Lehrerdienstrecht bringe nicht nur den Lehrern, sondern auch den Schülern und Eltern Nachteile und keine Qualitätsverbesserung des Unterrichts. Lehrer sollen nicht Fächer unterrichten müssen, für die sie nicht ausgebildet sind. Es wäre eine signifikante Qualitätsminderung, wenn man an einer AHS auch ohne den Master-Abschluss unterrichten dürfte.

Es bringe einen Qualitätsverlust mit sich, wenn ein Lehrer an der AHS aufgrund der erhöhten Stundenpflicht mehr Schüler als bisher unterrichten muss. Vor allem im berufsbildenden Schulwesen, das in ganz Europa als vorbildlich gilt, muss der Lehrerberuf für Quereinsteiger aus der Praxis attraktiv sein. Der MKV fordert von der Politik auch einen Umgang mit den Lehrern, der deren Ansehen und Anerkennung fördert.

Den Schulen müssen vor allem ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit die gesetzlich normierte Klassenschülerhöchstzahl auch tatsächlich eingehalten werden kann.

"Das neue Dienstrecht und die neue Einheitslehrerausbildung sollen offensichtlich der Einführung der Gesamtschule und der verpflichtenden Ganztagesschule dienen, die vom MKV aber abgelehnt wird", kritisiert Kukacka.

"Wir treten für ein differenziertes, begabungsgerechtes und durchlässiges Schulsystem ein, bei dem das achtjährige Gymnasium erhalten bleibt", sagt Kukacka.

Der MKV verlangt die konstruktive und qualitative Weiterentwicklung des österreichischen Bildungssystems und fordert: Zurück zum Verhandlungstisch und zwar unter Einbindung aller Schulpartner, also auch der Eltern- und Schülervertreter!

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Michael Burda
Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Presse
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