• 25.11.2013, 11:26:09
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MKV-Kukacka: "Zurück an den Verhandlungstisch!", fordert der Kartellrat

Schulreformen dürfen keinen Qualitätsverlust bringen

Utl.: Schulreformen dürfen keinen Qualitätsverlust bringen =

Wien (OTS) - "Zurück an den Verhandlungstisch - das fordert der
Kartellrat des MKV, wenn es um die aktuellen Fragen in der Schul- und
Bildungspolitik geht", erklärte heute StS a.D. Mag. Helmut Kukacka,
Vorsitzender des Mittelschülerkartellverbandes (MKV). Der Kartellrat,
der vergangenes Wochenende tagte, ist das zweithöchste Gremium des
MKV, in dem die Führungsfunktionäre aus allen Bundesländern
Österreichs vertreten sind.

"Der MKV tritt dafür ein, dass vor einem grundlegenden neuen
Lehrerdienstrecht eine umfassende Bildungsreform stehen muss, auf die
dieses aufbauen kann", so Kukacka weiter.

Der jetzige Entwurf zum Lehrerdienstrecht bringe nicht nur den
Lehrern, sondern auch den Schülern und Eltern Nachteile und keine
Qualitätsverbesserung des Unterrichts. Lehrer sollen nicht Fächer
unterrichten müssen, für die sie nicht ausgebildet sind. Es wäre eine
signifikante Qualitätsminderung, wenn man an einer AHS auch ohne den
Master-Abschluss unterrichten dürfte.

Es bringe einen Qualitätsverlust mit sich, wenn ein Lehrer an der AHS
aufgrund der erhöhten Stundenpflicht mehr Schüler als bisher
unterrichten muss. Vor allem im berufsbildenden Schulwesen, das in
ganz Europa als vorbildlich gilt, muss der Lehrerberuf für
Quereinsteiger aus der Praxis attraktiv sein. Der MKV fordert von der
Politik auch einen Umgang mit den Lehrern, der deren Ansehen und
Anerkennung fördert.

Den Schulen müssen vor allem ausreichend Mittel zur Verfügung
gestellt werden, damit die gesetzlich normierte
Klassenschülerhöchstzahl auch tatsächlich eingehalten werden kann.

"Das neue Dienstrecht und die neue Einheitslehrerausbildung sollen
offensichtlich der Einführung der Gesamtschule und der
verpflichtenden Ganztagesschule dienen, die vom MKV aber abgelehnt
wird", kritisiert Kukacka.

"Wir treten für ein differenziertes, begabungsgerechtes und
durchlässiges Schulsystem ein, bei dem das achtjährige Gymnasium
erhalten bleibt", sagt Kukacka.

Der MKV verlangt die konstruktive und qualitative Weiterentwicklung
des österreichischen Bildungssystems und fordert: Zurück zum
Verhandlungstisch und zwar unter Einbindung aller Schulpartner, also
auch der Eltern- und Schülervertreter!

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MKV

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