Samariterbund-Sozialmärkte: 7.000 Kunden und 60 Tonnen Waren

Immer mehr Menschen sind auf günstige Waren aus den Sozialmärkten des Samariterbund Wiens angewiesen

Wien (OTS) - Rund 60 Tonnen Lebensmittel und Hygieneartikel wurden seit Jahresanfang in den beiden Sozialmärkten des Samariterbunds in Wien gesammelt. Das sind zehn Tonnen mehr als noch im Jahr zuvor.

Mit dem Engagement der Sozialmärkte wird neben der Unterstützung armutsgefährdeter Menschen auch die Umwelt geschont. Denn 60 Tonnen gesammelte Waren aus den Samariterbund-Sozialmärkten entsprechen den Co2-Emissionen in der Höhe von rund 60 Tonnen. Dadurch gehen Ressourcen, die bei der Produktion dieser Güter zum Einsatz kamen, nicht verloren und der Co2-Ausstoss, der durch die Vernichtung der Waren entsteht, kann zum größten Teil eingespart werden.

Größere Verkaufsmengen

Allein in den Monaten September und Oktober kauften zehn Prozent mehr Kunden in den Sozialmärkten ein als noch 2012. "Es sind vor allem alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern und Pensionisten mit Mindestpension, die hier einkaufen", erzählt Georg Jelenko, Projektleiter der beiden Wiener Sozialmärkte. Derzeit haben rund 7.000 armutsgefährdete Menschen eine Bezugskarte. Die Waren werden zu symbolischen Preisen weitergegeben und liegen im Durchschnitt bei einem Drittel oder der Hälfte der normalen Handelspreise, wodurch das Haushaltsbudget der Familien geschont wird.

Der Andrang ist groß. Vor allem am frühen Vormittag und freitags -die Sozialmärkte sind am Wochenende geschlossen - reicht die Menschenschlange bis auf die Straße hinaus.

Eine der Bezugskartenbesitzerinnen ist die 55-jährige Frau Gajic. Sie ist Mutter zweier Kinder - zwölf und 14 Jahre alt und seit längerem arbeitslos. Die Notstandshilfe, die sie bezieht, reicht nicht, um ausreichend Nahrungsmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs regulär für ihre Familie zu kaufen. "Seit einem Jahr komme ich drei-bis viermal pro Woche in die Pillergasse", sagt Gajic: "Das Angebot ist immer unterschiedlich."

"Besonders beliebt sind Fertiggerichte, Mehlspeisen, Hygieneartikel", erzählt Jelenko, der jeden Tag in den Sozialmärkten ist und die Kunden gut kennt. Jelenko holt Waren ab, liefert sie in die Sozialmärkte und redet mit den Menschen. "So erfahre ich am besten, was die Menschen bewegt und kann entsprechend versuchen zu unterstützen."

Denn in den Sozialmärkten geht es neben dem günstigen Warenangebot vor allem auch um den sozialen Austausch. Veranstaltungen wie Gesundheitstage, diverse Feiern, Familienausflüge oder Seniorentreffen sind zusätzliche Anziehungspunkte und fördern die Kommunikation und Vernetzung der Menschen. Der persönliche Kontakt der Sozialmarkt-KundInnen untereinander hilft ihnen mit ihrer oft belastenden Situation aufgrund ihrer knappen finanziellen Mittel besser umzugehen.

Samariterbund-Sozialmärkte:
Frömmlgasse 31, 1210 Wien
Pillergasse 20, 1150 Wien

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