• 20.11.2013, 10:51:53
  • /
  • OTS0091 OTW0091

Samariterbund-Sozialmärkte: 7.000 Kunden und 60 Tonnen Waren

Immer mehr Menschen sind auf günstige Waren aus den Sozialmärkten des Samariterbund Wiens angewiesen

Utl.: Immer mehr Menschen sind auf günstige Waren aus den
Sozialmärkten des Samariterbund Wiens angewiesen =

Wien (OTS) - Rund 60 Tonnen Lebensmittel und Hygieneartikel wurden
seit Jahresanfang in den beiden Sozialmärkten des Samariterbunds in
Wien gesammelt. Das sind zehn Tonnen mehr als noch im Jahr zuvor.

Mit dem Engagement der Sozialmärkte wird neben der Unterstützung
armutsgefährdeter Menschen auch die Umwelt geschont. Denn 60 Tonnen
gesammelte Waren aus den Samariterbund-Sozialmärkten entsprechen den
Co2-Emissionen in der Höhe von rund 60 Tonnen. Dadurch gehen
Ressourcen, die bei der Produktion dieser Güter zum Einsatz kamen,
nicht verloren und der Co2-Ausstoss, der durch die Vernichtung der
Waren entsteht, kann zum größten Teil eingespart werden.

Größere Verkaufsmengen

Allein in den Monaten September und Oktober kauften zehn Prozent mehr
Kunden in den Sozialmärkten ein als noch 2012. "Es sind vor allem
alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern und Pensionisten mit
Mindestpension, die hier einkaufen", erzählt Georg Jelenko,
Projektleiter der beiden Wiener Sozialmärkte. Derzeit haben rund
7.000 armutsgefährdete Menschen eine Bezugskarte. Die Waren werden zu
symbolischen Preisen weitergegeben und liegen im Durchschnitt bei
einem Drittel oder der Hälfte der normalen Handelspreise, wodurch das
Haushaltsbudget der Familien geschont wird.

Der Andrang ist groß. Vor allem am frühen Vormittag und freitags -
die Sozialmärkte sind am Wochenende geschlossen - reicht die
Menschenschlange bis auf die Straße hinaus.

Eine der Bezugskartenbesitzerinnen ist die 55-jährige Frau Gajic. Sie
ist Mutter zweier Kinder - zwölf und 14 Jahre alt und seit längerem
arbeitslos. Die Notstandshilfe, die sie bezieht, reicht nicht, um
ausreichend Nahrungsmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs
regulär für ihre Familie zu kaufen. "Seit einem Jahr komme ich drei-
bis viermal pro Woche in die Pillergasse", sagt Gajic: "Das Angebot
ist immer unterschiedlich."

"Besonders beliebt sind Fertiggerichte, Mehlspeisen, Hygieneartikel",
erzählt Jelenko, der jeden Tag in den Sozialmärkten ist und die
Kunden gut kennt. Jelenko holt Waren ab, liefert sie in die
Sozialmärkte und redet mit den Menschen. "So erfahre ich am besten,
was die Menschen bewegt und kann entsprechend versuchen zu
unterstützen."

Denn in den Sozialmärkten geht es neben dem günstigen Warenangebot
vor allem auch um den sozialen Austausch. Veranstaltungen wie
Gesundheitstage, diverse Feiern, Familienausflüge oder
Seniorentreffen sind zusätzliche Anziehungspunkte und fördern die
Kommunikation und Vernetzung der Menschen. Der persönliche Kontakt
der Sozialmarkt-KundInnen untereinander hilft ihnen mit ihrer oft
belastenden Situation aufgrund ihrer knappen finanziellen Mittel
besser umzugehen.

Samariterbund-Sozialmärkte:
Frömmlgasse 31, 1210 Wien
Pillergasse 20, 1150 Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ARB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel