- 19.11.2013, 12:58:23
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EU-Parlament beschloss Mitfinanzierung der Koralmbahn
LH Kaiser und LR Holub: Meilenstein für Kärnten und Österreich - Resolution an Bund fordert rasche und konsequente Umsetzung
Utl.: LH Kaiser und LR Holub: Meilenstein für Kärnten und Österreich
- Resolution an Bund fordert rasche und konsequente Umsetzung =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Das Europäische Parlament stimmte heute,
Dienstag, in Straßburg für die EU-Mitfinanzierung der
Baltisch-Adriatischen Achse und damit auch der Koralmbahn und des
Koralmtunnels. "Dieser Beschluss ist ein Jahrhundert-Meilenstein für
ein Jahrhundert-Projekt für Kärnten und Österreich", zeigt sich
EU-Referent Landeshauptmann Peter Kaiser ebenso höchst erfreut wie
Verkehrsreferent LR Rolf Holub. Konkret wurde von den
EU-Parlamentariern über die Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-T)
sowie die für ihre Finanzierung entscheidende Fazilität "Connecting
Europe" abgestimmt.
Damit stehen ab 2014 in Summe rund 26,2 Milliarden Euro zur
Mitfinanzierung von insgesamt 9 Verkehrskorridoren zur Verfügung. Wie
hoch der auf Österreich bzw. Der konkret auf die Südbahn mit Koralm-
und Semmeringbahn entfallende Betrag sein wird, hängt von den von vom
Bund einzureichenden Projekten ab. Die Förderung beträgt dann
zwischen 20 und 30 Prozent für einen etwaigen Lückenschluss wie zum
Beispiel die Koralmbahn und bis zu 50 Prozent für weitere Studien.
Die Gesamtkosten für den Ausbau der durch Österreich führenden Teile
der Baltisch-Adriatischen Achse betragen rund 11 Milliarden Euro.
"Mit dem heutigen Beschluss wurden für uns die Weichen in eine
positive Zukunft gestellt. Die Koralmbahn mit dem Koralmtunnel ist
ein wichtiger Beitrag zu Kärntens Gatewayfunktion in Richtung Adria
und Balkan, sie schafft und sichert Arbeitsplätze und Wohlstand und
sie lässt auf neue Betriebsansiedlungen hoffen. Denn dort, wo es
optimale Verkehrsanbindung und Infrastruktur gibt, lassen sich Firmen
nieder und werden Arbeitsplätze geschaffen", betont Kaiser. Der
Beschluss, der nicht nur gerade in Zeiten wie diesen wichtige
Finanzmittel nach Österreich und Kärnten pumpt, mache auch deutlich,
wie wichtig, die EU für jede und jeden Einzelnen von uns sei. "Bei
aller Kritik an der EU-Bürokratie, so zeigt gerade der heutige Tag
einmal mehr, dass vor allem Kärnten in mehrfacher Hinsicht enorm von
der EU profitiert", macht Kaiser deutlich.
Wie der Landeshauptmann weiters erklärte, müssten nun die durch
Österreich führenden Bahnstreckenteile der Baltisch-Adriatischen
Achse rasch und konsequent umgesetzt, die Pläne für die verbleibenden
Arbeiten und Auftragsvergaben schnellstmöglich eingereicht werden.
Eine entsprechende Resolution an den Bund und die zuständige
Bundesministerin sei heute, Dienstag, in der Sitzung der Kärntner
Landesregierung beschlossen worden.
Durch die Aufnahme des Baltisch-Adriatischen Verkehrskorridors in das
Verkehrskernnetz Europas könnten nunmehr sowohl der
Semmering-Basistunnel als auch die Koralmbahn unter Zuhilfenahme von
EU-Mitteln für die Förderperiode 2014-2020 realisiert werden. Dazu
entscheidend beigetragen habe wohl auch die intensive
Informationsarbeit auf europäischer Ebene, die Kärnten gemeinsam mit
den anderen an der Baltisch-Adriatischen Achse gelegenen Regionen
geleistet habe.
Für Verkehrsreferent Rolf Holub ist heute, Dienstag, ein "guter Tag
für den Öffentlichen Verkehr". Durch den Beschluss des EU-Parlaments
sei es nun möglich, Förderungen in Milliardenhöhe für Kärnten zu
lukrieren. Holub fordert daher von der künftigen Bundesregierung ein
absolutes Bekenntnis zur Stärkung des Öffentlichen Verkehrs und der
Schiene ein: "Die Planungen sind unverzüglich anzugehen und die
weiteren Schritte zu unternehmen. Aus diesem Grund hat das
Regierungskollegium auch eine entsprechende Resolution an die
zuständige Bundesministerin gestellt", so Holub.
(Schluss)
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