- 16.11.2013, 11:54:46
- /
- OTS0027 OTW0027
PRO-GE-Wimmer zu IV: Hände weg von SchwerarbeiterInnenpension
Bonus-Malus-System für mehr alternsgerechte Arbeitsplätze einführen
Utl.: Bonus-Malus-System für mehr alternsgerechte Arbeitsplätze
einführen =
Wien (OTS/ÖGB) - Die Industriellenvereinigung (IV) versucht erneut,
Leben und Beruf von tausenden ArbeiterInnen zu verschlechtern. So
bezeichnet der IV-Generalsekretär die SchwerarbeiterInnenpension "als
Tor zu Frühpension" und will diese abschaffen, um so das
Pensionsantrittsalter anzuheben. Die Gewerkschaft PRO-GE warnt vor
derartig kurzsichtigen Maßnahmen. "Schwerarbeit ist kein
Schreibtischjob. Wenn man sieht, was die Arbeiterinnen und Arbeiter
leisten, wird klar, dass die Regelungen für Menschen mit besonders
belastenden Berufstätigkeiten vielmehr verbessert und ausgebaut
werden müssen. Also Hände weg von der SchwerarbeiterInnenpension",
sagt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der PRO-GE.
Die PRO-GE fordert vielmehr Verbesserungen der
SchwerarbeiterInnenregelung. Unter anderem soll schon im aktiven
Berufsleben verbindlich festgelegt werden, wer Schwerarbeit
verrichtet. Es dürfe auch keine Abschläge geben, wenn eine vorzeitige
Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen nötig war.
Unumstritten ist, dass das faktische Pensionsantrittsalter steigen
soll. Dazu fehlen aber alternsgerechte Arbeitsplätze, vor allem in
der Industrie. Für den Produktionsbereich wären also Themen wie
"Alternsgerechtes Arbeiten" und "Gesundheitsförderung" definitiv
vordringlicher. Auch ist die Bereitschaft der Unternehmen, ältere
ArbeitnehmerInnen zu behalten oder gar einzustellen, nicht vorhanden.
In Produktionsbetrieben sind derzeit kaum über 60-jährige
ArbeitnehmerInnen zu finden und das liegt ausschließlich im
Gestaltungsbereich der Arbeitgeber. "Daher fordern wir auch die
Einführung eines Bonus-Malus-System für die Arbeitgeber: Betriebe,
die deutlich weniger ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigten als es im
Durchschnitt ihrer Branche entspricht, sollen auch deutlich mehr
Sozialabgaben zahlen. Dies wäre auch ein Finanzierungsbeitrag nach
dem Verursacherprinzip und müsste der Industriellenvereinigung
eigentlich auch gefallen", sagt der PRO-GE-Bundesvorsitzende.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






