• 16.11.2013, 09:48:44
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Gastronomie investierte bisher 96 Mio. Euro für Baumaßnahmen zum Nichtraucherschutz

WKÖ-Branchensprecher Hinterleitner: "Mehrzahl der Betriebe im Bereich Speisengastronomie bereits jetzt rauchfrei"

Utl.: WKÖ-Branchensprecher Hinterleitner: "Mehrzahl der Betriebe im
Bereich Speisengastronomie bereits jetzt rauchfrei" =

Wien (OTS/PWK804) - Auf Ablehnung stößt die Forderung der beiden
Regierungsparteien in der Steiermark, SPÖ und ÖVP, nach einem
generellen Rauchverbot in der Gastronomie: "Die Mehrzahl der Betriebe
im Bereich Speisengastronomie sind bereits jetzt - auch aufgrund der
derzeitigen gesetzliche Regelung - rauchfrei", ruft Helmut
Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), in Erinnerung.

Rund 96 Millionen haben die heimischen Gastronominnen und
Gastronomen in Erfüllung gesetzlicher Auflagen in - nicht noch nicht
amortisierte - Umbaumaßnahmen zur Raumabtrennung investiert. Mit der
Novelle zum Tabakgesetz im Jahr 2008 hat der Gesetzgeber nach
langwierigen Diskussionen letztlich mit großer Mehrheit im Parlament
(SPÖ, ÖVP und Grüne) eine Entscheidung getroffen. "Wir verlangen,
dass sich die Politik zu dieser einmal getroffenen Entscheidung klar
bekennt nicht bereits nach kurzer Zeit ins Gegenteil verkehrt. Hier
geht es um Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit."

"Dass die steirischen Gesundheitssprecher jetzt von der
Bundesregierung fordern, gemeinsam mit der Wirtschaftskammer eine
Förderaktion für die Umrüstung von Betrieben initiieren zu wollen,
hört sich fürs Erste gut an. Keinerlei Antwort gibt es allerdings auf
die Frage, woher die bereits von der Branche in bauliche Maßnahmen
gesteckten Millionenbeträge herkommen sollen", sagt der
Branchensprecher. Dazu sind zusätzliche Umsatzeinbrüche in vielen
Bereichen der Gastronomie mit einer Umstellung auf ein komplettes
Rauchverbot zu erwarten.

Wenn nun von Seiten der Gesundheitspolitik damit argumentiert
wird, dass raucherbedingten Schäden in Österreich zu hoch seien,
"kann dieses offensichtliche Versagen der Gesundheitsprävention nicht
den Gastronomen aufgebürdet werden", unterstreicht Hinterleitner.
Und: "Nimmt man die Erfahrungen anderer Länder her, zeigt sich, dass
ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie vor allem bei jungen
Menschen kaum nachhaltigen Einfluss auf die Rauchgewohnheiten hatte
und hat."(JR)

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