- 08.11.2013, 11:14:58
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BUNDESJUGENDVERTRETUNG: Niemals vergessen! Nie wieder Faschismus!
Die BJV fordert zum Jahrestag der Novemberpogrome stärkere Bildungsarbeit und entschiedenes Vorgehen gegen nationalsozialistisches Gedankengut!
Utl.: Die BJV fordert zum Jahrestag der Novemberpogrome stärkere
Bildungsarbeit und entschiedenes Vorgehen gegen
nationalsozialistisches Gedankengut! =
Wien (OTS) - "Anstatt einen Mantel des Schweigens über die
Vergangenheit zu legen, müssen wir uns aktiv an die Geschichte mit
all ihren dunklen Kapiteln erinnern" betont BJV-Vorsitzende Laura
Schoch anlässlich 75 Jahre Novemberpogrome. "Der November 1938
markiert den Beginn organisierter Massenvernichtung. Es ist unsere
Verantwortung, diese Geschichte weiterzutragen, damit sie nie mehr
zur Gegenwart werden kann", so Schoch.
Geraubte Kindheit: Kinder und Jugendliche im
Nationalsozialismus
Den Erfahrungen von Menschen, die während des Nationalsozialismus
Kinder und Jugendliche waren, wird immer noch zu wenig Beachtung
geschenkt. Aus diesem Grund veröffentlichte die
Bundesjugendvertretung die Publikation "Geraubte Kindheit: Kinder und
Jugendliche im Nationalsozialismus", die sich mit Kindern und
Jugendlichen im Widerstand, als Systeminvolvierte sowie als Opfer des
Nationalsozialismus beschäftigt. Die Publikation ist in der Edition
Mauthausen erschienen und unter
www.edition-mauthausen.at/geraubte-kindheit erhältlich.
Aufklären und entschiedenes Vorgehen
"Mit unserer Publikation leisten wir einen Beitrag zur aktiven
Auseinandersetzung mit der Geschichte und stellen gleichzeitig auch
Bezüge zur Gegenwart her", erklärt Laura Schoch.
"Rechtsextremistische Vorfälle sowie Sympathien mit dem
Nationalsozialismus sind in Österreich leider keine Seltenheit. Hier
braucht es weiter starke Aufklärungsarbeit, aber auch entschiedenes
strafrechtliches Vorgehen. Nationalsozialistisches Gedankengut darf
keinesfalls unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit toleriert
werden!"
Initiative "bildung.macht.politik"
Eine lebendige Demokratie braucht adäquate Angebote im Bereich
Politischer Bildung. "Mit unserer Initiative bildung.macht.politik
fordern wir umfassende Reformen" erläutert die BJV-Vorsitzende.
"Politische Bildung muss einen festen Platz im Schulunterricht haben
und auch in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit stärker
gefördert werden als bisher."
"Wer das Gestern verharmlost, bietet Nährboden für neue Gefahren",
erklärt Schoch, die sich lautere Stimmen in der Politik und in der
Gesellschaft wünscht, die sich gegen Diskriminierung auflehnen. "Wir
von der Bundesjugendvertretung treten für mehr Toleranz und
Verständnis ein und werden auch in Zukunft Zeichen gegen das
Vergessen setzen!"
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