BUNDESJUGENDVERTRETUNG: Niemals vergessen! Nie wieder Faschismus!

Die BJV fordert zum Jahrestag der Novemberpogrome stärkere Bildungsarbeit und entschiedenes Vorgehen gegen nationalsozialistisches Gedankengut!

Wien (OTS) - "Anstatt einen Mantel des Schweigens über die Vergangenheit zu legen, müssen wir uns aktiv an die Geschichte mit all ihren dunklen Kapiteln erinnern" betont BJV-Vorsitzende Laura Schoch anlässlich 75 Jahre Novemberpogrome. "Der November 1938 markiert den Beginn organisierter Massenvernichtung. Es ist unsere Verantwortung, diese Geschichte weiterzutragen, damit sie nie mehr zur Gegenwart werden kann", so Schoch.

Geraubte Kindheit: Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus

Den Erfahrungen von Menschen, die während des Nationalsozialismus Kinder und Jugendliche waren, wird immer noch zu wenig Beachtung geschenkt. Aus diesem Grund veröffentlichte die Bundesjugendvertretung die Publikation "Geraubte Kindheit: Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus", die sich mit Kindern und Jugendlichen im Widerstand, als Systeminvolvierte sowie als Opfer des Nationalsozialismus beschäftigt. Die Publikation ist in der Edition Mauthausen erschienen und unter www.edition-mauthausen.at/geraubte-kindheit erhältlich.

Aufklären und entschiedenes Vorgehen

"Mit unserer Publikation leisten wir einen Beitrag zur aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte und stellen gleichzeitig auch Bezüge zur Gegenwart her", erklärt Laura Schoch. "Rechtsextremistische Vorfälle sowie Sympathien mit dem Nationalsozialismus sind in Österreich leider keine Seltenheit. Hier braucht es weiter starke Aufklärungsarbeit, aber auch entschiedenes strafrechtliches Vorgehen. Nationalsozialistisches Gedankengut darf keinesfalls unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit toleriert werden!"

Initiative "bildung.macht.politik"

Eine lebendige Demokratie braucht adäquate Angebote im Bereich Politischer Bildung. "Mit unserer Initiative bildung.macht.politik fordern wir umfassende Reformen" erläutert die BJV-Vorsitzende. "Politische Bildung muss einen festen Platz im Schulunterricht haben und auch in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit stärker gefördert werden als bisher."
"Wer das Gestern verharmlost, bietet Nährboden für neue Gefahren", erklärt Schoch, die sich lautere Stimmen in der Politik und in der Gesellschaft wünscht, die sich gegen Diskriminierung auflehnen. "Wir von der Bundesjugendvertretung treten für mehr Toleranz und Verständnis ein und werden auch in Zukunft Zeichen gegen das Vergessen setzen!"

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