BIO AUSTRIA kritisiert Gentech-Mais-Zulassung scharf

Die Zulassung des Gentech-Maises "1507" muss europaweit durch den EU-Agrarministerrat verhindert werden.

Wien (OTS) - "Die beabsichtigte Zulassung des gentechnisch veränderten Maises "1507" der Firmen Pioneer Hi-Bred und DowAgroSciences durch die EU-Kommission ist als absolut falsches Signal für eine europäische Landwirtschaft von morgen zu bewerten. Der wichtige Schulterschluss zwischen der EU-Bevölkerung und ihren Bäuerinnen und Bauern bezüglich Gentechnikverbot im Agrarsektor darf durch solche Zulassungen nicht gefährdet werden.", so Rudi Vierbauch, Obmann von BIO AUSTRIA.

Eine Landwirtschaft der Zukunft muss der Gesellschaft und der Umwelt größtmögliche Sicherheit bieten. Hingegen weist das Prüfverfahren der EU große Mängel auf. Dies stellte der EU-Umweltministerrat bereits im Jahr 2008 fest. Ein Mais, der aufgrund seiner gentechnischen Veränderung fortwährend Insektengifte freisetzt, ist in keiner Weise mit einer zukünftigen nachhaltigen Landwirtschaft vereinbar. Die Folge solcher genmanipulierten Maispflanzen sind Resistenzen von Schädlingen in absehbarer Zeit, gegen die wiederum neue Insektizide gefunden werden müssen.

Gentechnisch veränderte Maispflanzen mit derartigen Eigenschaften sind nicht notwendig und in einer Agrarkultur, die sich dem ökologischen Kreislaufprinzip verpflichtet fühlt, völlig überflüssig. Entsprechende Fruchtfolgen und eine angemessene Bodenbearbeitung bilden wirksamere Alternativen, sofern einseitigen Mais-Monokulturen eine klare Absage erteilt wird.

BIO AUSTRIA erwartet sich eine klare Entscheidung vom EU-Agrarministerrat, welche die Zulassung verhindert. Solange kein wissenschaftlich fundiertes, dem Vorsorgeprinzip verpflichtetes Zulassungsverfahren auf EU-Ebene etabliert ist, müssen die EU-BürgerInnen vor der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen geschützt werden.

"Damit wir auch in Zukunft unseren Konsumentinnen und Konsumenten sichere, gentechnikfreie Lebensmittel anbieten können, muss es das Ziel der gesamten europäischen Union sein, auf gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere zu verzichten und den Ausbau der biologischen Landwirtschaft voran zu treiben", so BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch.

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