• 06.11.2013, 12:08:50
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Preineder/Köck: Österreich setzt auf nachhaltige Binnenfischerei und Ausbau der Aquakultur

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Weltweit ist es zu einer massiven Überfischung
der Meere gekommen, die Bevölkerung will aber weiterhin gerne in den
Genuss von Fischgerichten kommen. Berichte über die Überfischung
sowie die Vorfälle in Fukushima haben allerdings den Anspruch der
Konsumentinnen und Konsumenten auf nachhaltige und umweltbewusste
Fischerei und Fischzucht wachsen lassen. "Das bietet den
Binnenländern neue Chancen, beispielsweise in die Fischproduktion
einzusteigen oder diese auszubauen", sagten heute, Mittwoch, die
beiden niederösterreichischen ÖVP-Bundesräte Martin Preineder und
Ing. Eduard Köck. Beide begrüßten in diesem Zusammenhang den
Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des
Rates über den neuen Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF).
Der neue Fonds, der heute auch Thema im EU-Ausschuss des Bundesrats
ist, soll unter anderem den Fischproduzenten bei der Umstellung auf
die nachhaltige Fischwirtschaft helfen und den Zugang zu
Investitionszuschüssen erleichtern.

Auch der Trend gehe zu leichtem und gesünderem Essen, so Preineder.
Der jährliche Pro Kopf-Verbrauch von Fisch liegt in Österreich
mittlerweile zwischen sieben und acht Kilogramm (Berechnungsbasis
Filets). Laut Lebensmittelbericht ist der mengenmäßige Verbrauch von
Fisch und Fischprodukten in den letzten zehn Jahren um fast 40
Prozent gestiegen, Tendenz weiter steigend.

Der Waldviertler Bundesrat Köck verwies auf die Bedeutung der
Fischzucht für das Waldviertel - mit einer Jahresproduktion von bis
zu 500 Tonnen "Österreichs größte Karpfenzuchtregion". Für rund 400
landwirtschaftliche Betriebe stellt die Karpfenzucht einen
wesentlichen Erwerbszweig dar.

Es sei wichtig, die heimischen Fischzuchtbetriebe zu erhalten und die
Selbstversorgungsquote zu steigern. Diese liegt derzeit bei etwa fünf
Prozent. "Österreich setzt daher auf eine nachhaltige
Binnenfischzucht und den Ausbau der Aquakultur." Beide Bundesräte
hoffen auf eine Erhöhung der nationalen Mittel zur Ko-Finanzierung
der in Aussicht gestellten erhöhten (25 Prozent) EU-Mittel (von fünf
auf 6,2 Millionen Euro), und damit auf einen deutlichen Impuls im
Bereich der Fischproduktion.
(Schluss)

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