• 06.11.2013, 09:54:39
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Grüne warnen vor europäischer Gentech-Mais-Zulassung

Pirklhuber: Kommissar Hahn muss gegen Anbau-Zulassung stimmen

Utl.: Pirklhuber: Kommissar Hahn muss gegen Anbau-Zulassung stimmen =

Wien (OTS) - Heute will die Europäische Kommission entscheiden, ob
nach MON 810 ein weiterer gentechnisch veränderter Mais für den Anbau
in der EU zugelassen werden soll. Wenn nur ein Kommissar, eine
Kommissarin schwerwiegende Bedenken anmeldet, ist die Zulassung
vorerst vom Tisch.

"Ich fordere von Kommissar Hahn, dass er die Interessen der
Europäerinnen und Europäer vertritt und klar gegen eine Zulassung
auftritt. Die KonsumentInnen in Europa wollen keine Gentechpflanzen,
nicht auf dem Teller und auch nicht auf den Feldern. Dieser
Gentech-Mais birgt Risiken für die Umwelt, hat Auswirkungen auf
sogenannte Nicht-Ziel-Organismen und nicht zuletzt gibt es zahlreiche
Indizien für gesundheitliche Risiken durch dieses Produkt. Eine
Zulassung muss mit aller Schärfe zurückgewiesen werden", erklärt
Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.

Die Zulassung für den Pioneer-Mais 1507 wurde von Pioneer Hi-Bred
(Dupont) bereits 2001, zusammen mit Dow, einem weiteren
Agrochemie-Konzern aus den USA, beantragt. Am 19. Januar 2005
bescheinigte die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
(EFSA) die Unbedenklichkeit des Gentech-Mais. Trotz zahlreicher
wissenschaftlicher Bedenken über die Umwelt- und Gesundheitsrisiken
gab die EFSA mal wieder einen Persilschein für die Gentech-Pflanze.
Vor vier Jahren wurde dann über die Zulassung des Pioneer-Maises im
EU-Agrarministerrat abgestimmt. Hier kam es zu keiner Entscheidung.
Daraufhin zog Pioneer vor den Europäischen Gerichtshof (EUGH). Dieser
Entschied im September, dass die Kommission das Zulassungsverfahren
des Pioneer-Gentech-Mais 1507 zu Unrecht verzögert, dadurch steigt
der Druck auf die Kommission, das Verfahren fortzusetzen.

"Das Urteil des EUGH zwingt die Kommission keineswegs, die
Anbauzulassung dieses Risikoproduktes zuzulassen, es mahnt lediglich
eine Entscheidung ein. Da bei Fütterungsversuchen an Ratten mit
diesem Gentech-Mais beispielsweise abweichende Werte bei den
Leberenzymen, verkleinerte Nieren und eine Abnahme der roten
Blutkörperchen, sowie ein geringerer Anteil an bestimmten weißen
Blutkörperchen festgestellt wurden muss im Sinne des
Gesundheitsschutzes und des Vorsorgeprinzips die Zulassung abgelehnt
werden. Heute wird sich zeigen, auf welcher Seite die Kommissare
stehen. Wir werden genau beobachten, wie sich unser österreichischer
Kommissar verhält und wir raten ihm der österreichischen Bevölkerung
nicht in den Rücken zu fallen", erklärt Pirklhuber.

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