- 05.11.2013, 11:56:06
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GPA-djp: Einkaufszentrum-Betreiber verhindert Information der Beschäftigten
WKÖ soll dafür sorgen, dass alle ihre Mitglieder sich an geltendes Recht halten
Utl.: WKÖ soll dafür sorgen, dass alle ihre Mitglieder sich an
geltendes Recht halten =
Wien (OTS/ÖGB) - Um die Betroffenen über den aktuellen Zwischenstand
bei den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen für den Handel zu
informieren, hält die GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten,
Druck, Journalismus, Papier) heute einen bundesweiten Aktionstag ab:
GewerkschaftsvertreterInnen und hauptamtlich Beschäftigte informieren
Handelsangestellte an ihren Arbeitsplätzen, um über die Forderungen
der ArbeitnehmerInnen zu berichten. Eine Routine-Aktion, die in
Dutzenden Einkaufszentren und in hunderten Unternehmen in ganz
Österreich friktionsfrei funktioniert, scheitert in einem
Einkaufscenter im 15. Bezirk in Wien wieder einmal an der unhaltbaren
Rechtsauffassung des Eigentümers.
"Richard Lugner hat unser Informationsteam heute neuerlich aus seinem
Einkaufscenter gewiesen, wir wurden von einem Security-Mitarbeiter
zum Ausgang begleitet", berichtet der stv. GPA-djp-Bereichsleiter und
Chefverhandler für den Handelskollektivvertrag, Manfred Wolf: "Es ist
gutes Recht jeder Gewerkschaft, Kontakt zu den Mitgliedern und den
Beschäftigten aufzunehmen, um sie an ihrem Arbeitsplatz zu
informieren. Das ist in einer ILO-Konvention (International Labour
Organisation) einwandfrei geregelt, und natürlich ein höherwertiges
Recht als das Hausrecht eines Einkaufszentrum-Betreibers. Auch wenn
ihm das nicht gefällt: Lugner muss endlich einmal zur Kenntnis
nehmen, dass sein Einkaufzentren kein extraterritoriales Gebiet ist."
Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, sieht nach dem
neuerlichen Vorfall auch die Sozialpartner gefordert: "Man kann
nicht widerstandslos akzeptieren, dass jemand ein demokratisches
Grundrecht derartig missachtet. Wir fordern die Wirtschaftskammer
dazu auf, endlich dafür zu sorgen, dass sich alle WKO-Mitglieder ohne
Einschränkung an Grundrechte halten. Als Gesprächs- und Sozialpartner
hat sich Herr Lugner sowieso schon längst selbst disqualifiziert."
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