• 05.11.2013, 10:03:43
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NEOS Burgenland: Arbeitslosigkeit im Burgenland ist ein Stück weit hausgemacht

Schreiter: "Es braucht im Burgenland eine neue, umfassende Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik"

Utl.: Schreiter: "Es braucht im Burgenland eine neue, umfassende
Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik" =

Wien (OTS) - Wie der ORF gestern berichtete, stiegen die
Arbeitslosenzahlen im Burgenland - nach ähnlich alarmierenden Zahlen
im September - auch im Oktober rasant an. Während die Zahl der
Arbeitslosen in ganz Österreich um fast zwölf Prozent stieg, erhöhte
sie sich im Burgenland um 15,5 Prozent. Großer Verlierer seien ältere
und behinderte Arbeitnehmer. Dies sei laut ORF einerseits auf die
schwache Konkunktur zurückzuführen, aber vor allem auch auf die
demographische Entwicklung. Immer weniger jugendliche Arbeitnehmer
stehen immer mehr älteren Arbeitnehmern gegenüber.

Sowohl die österreichweit schwache Konjunktur, als auch das
demographische Problem wird sich auf die Schnelle nicht lösen lassen,
stellt NEOS-Landessprecher Christian Schreiter fest. "Aber die Zahlen
- rund 10.000 Arbeitslose inkl. jener Menschen in Schulungen -
zeigen, dass es höchste Zeit ist, an einem Burgenland zu arbeiten,
das optimale Bedingungen für Jung und Alt bietet. Dazu gehört es, der
Jugend Perspektiven zu geben. Wir haben die höchste Maturantenquote
Österreichs, aber die geringste Akademikerquote. Da stimmt etwas
nicht", legt sich Schreiter für neue Ideen in der Arbeitsmarktpolitik
- zu der immer auch Wirtschaftspolitik gehört - ins Zeug.

"Im Burgenland verdienen Menschen 13% weniger als im
Österreichschnitt. Das Bruttoregionalprodukt liegt bei 68% des
Österreichschnitts - und das nach Jahren der Ziel-1 Förderung, aus
der rund 1 Mrd. Euro flossen", berichtet Schreiter über den Status
Quo. Was das Burgenland braucht, ist ein Lebensqualitäts-Turbo.
Lebensqualität lässt sich nicht in Akademikerquoten messen, aber in
der Zufriedenheit der Bevölkerung.

"Zufrieden macht ein Leben in größtmöglichem Einklang mit den
persönlichen Wünschen und Bedürfnissen", meint Schreiter und stellt
folgende Projekte in den Raum, die umgesetzt werden sollten, wenn man
die steigende Überalterung des Landes stoppen und Jugend zurück ins
Land holen will:

- Ausbau des öffentlichen Verkehrs und von flexiblen Park &
Ride-Systemen für Pendler, damit diese nicht nur am Wochenende im Ort
wohnen, sondern sich auch am Orts- und Vereinsleben beteiligen
können.

- Heimholaktion von Gründern, die nach dem Studium in anderen
Bundesländern oder dem Ausland ein Unternehmen gegründet haben.

- Nutzung der Burgenländischen Technologiezentren im Sinne ihrer
Errichtungsidee und nicht als günstiger Büroraum für - beispielsweise
- das bfi.

- Breite, landesweite Einigung darüber, was Tourismus und Kultur im
Burgenland leisten sollen und können und eine umfassende Einbindung
der Bevölkerung und der heimischen Wirtschaft diesbezüglich.

- Investitionsschub beim Ausbau von Glasfaser und
Logistikkooperationen vor allem in den Technologie und
Industriezentren des Landes.

- Laufende Erhebungen über die Zufriedenheit der Bevölkerung, um
überhaupt feststellen zu können, was besser gemacht werden kann und
welche Faktoren die größtmögliche Zufriedenheit stören.

"Es gibt viele Ideen, wie man das Burgenland sowohl als Land zum
Leben, als auch als Land zum Arbeiten attraktiver machen kann. Jeder
investierte Euro in dieses Thema kommt mehrfach zurück. Denn nur auf
bessere Konjunktur zu warten, ist zu wenig. Wir sind gerade dabei,
diese Ideen einzusammeln und auszuformulieren und wollen danach in
eine breite Diskussion mit dem politischen Mitbewerb gehen, um
gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Wer dabei mitarbeiten oder
mitdenken möchte, ist herzlich eingeladen mich zu kontaktieren, oder
an unseren burgenlandweiten NEOS-Stammtischen teilzunehmen. Denn es
ist Zeit für etwas Neues im Burgenland", so NEOS Landessprecher
Christian Schreiter abschließend.

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