• 04.11.2013, 21:00:34
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Neues Volksblatt: "AK als SPÖ-Retter?" von Markus EBERT

Ausgabe vom 5. November 2013

Utl.: Ausgabe vom 5. November 2013 =

Linz (OTS) - Jahrzehntelang waren die Städteorganisationen Linz, Wels
und Steyr die bestimmenden Kräfte der oberösterreichischen SPÖ. Wenn
Josef Ackerl im Jänner 2014 aus der Landesregierung ausscheidet, hat
der letzte Städter in dominierender Position ausgedient. In Wels ist
die SPÖ zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass man
überregionale Begehrlichkeiten anmelden könnte, in Steyr wiederum, so
scheint's, will man sich landespolitische Wickel erst gar nicht
anfangen. Und das rote Linz stellt sich auch gerade neu auf - zudem
war der letzte bedeutende Linzer Abgesandte Erich Haider so
"erfolgreich", dass er nach der Schlappe von 2009 zum Zwecke des
Neuaufbaus vom deutlich älteren Josef Ackerl beerbt werden musste.
Doch es gibt ein neues Gravitationszentrum der SPÖ Oberösterreich -
und das heißt Arbeiterkammer. Sowohl der designierte Landesparteichef
Reinhold Entholzer als auch Neo-Landesrätin Gertraud Jahn kommen aus
der AK, womit man umgekehrt schließen könnte, dass die eigentlich
überparteiliche Interessenvertretung noch mehr als bisher versucht
ist, der roten Politik auf die Sprünge zu verhelfen. Jedenfalls wird
es interessant zu beobachten sein, wie es die neue SPÖ-Führung
anlegt, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen, und wie sehr die AK
dabei unter die Arme greift. Erste Aufschlüsse wird wohl die AK-Wahl
2104 liefern.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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