• 31.10.2013, 19:23:02
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Friaul-Julisch Venetiens Präsidentin erstmals in Kärnten

LH Kaiser, LR Waldner: Arbeitsgespräche mit Präsidentin Serracchiani über Euregio "senza confini" - Seilbahnprojekt Pontebba-Nassfeld soll realisiert werden

Utl.: LH Kaiser, LR Waldner: Arbeitsgespräche mit Präsidentin
Serracchiani über Euregio "senza confini" - Seilbahnprojekt
Pontebba-Nassfeld soll realisiert werden =

Klagenfurt (OTS/LPD) - Ende Juni fand in Triest der erste offizielle
Besuch von Kärntens Landeshauptmann und EU-Referent Peter Kaiser bei
der neuen Präsidentin der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien,
Debora Serracchiani, statt. Heute, Donnerstag, kamen die Präsidentin
und LR Paolo Panontin (Gemeinden, Zivilschutz, Reform und
Koordination) zu ihrem ersten offiziellen Besuch und zu einem
Arbeitsgespräch nach Kärnten. Sie und die mitgereiste Delegation
wurden im Spiegelsaal des Amtes der Kärntner Landesregierung vom
Landeshauptmann und Tourismusreferent LR Wolfgang Waldner herzlich
begrüßt.

Auf der Tagesordnung des Arbeitsgespräches stand die
Weiterentwicklung der Euregio "senza confini" ebenso wie laufende
grenzüberschreitende Projekte, das Seilbahnprojekt Pontebba-Nassfeld
und die geplante Alpen-Adria Allianz. Der Landeshauptmann informierte
zudem die Präsidentin über die politische Situation in Österreich
nach den Nationalratswahlen.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz hoben der Landeshauptmann und
seine italienische Amtskollegin das sachliche, konstruktive und
offene Gesprächsklima hervor. "Die grenzüberschreitende,
interregionale Zusammenarbeit wird immer mehr zur tagesüblichen
Tätigkeit. Wir werden künftig interregional und international denken
müssen", definierte Kaiser die künftige Zusammenarbeit der Drei
Regionen.

Auf seinen Vorschlag hin, soll es für die nächsten zwei Jahre ein
grenzüberschreitendes, gemeinsames Arbeitsprogramm geben, wobei in
der ersten Phase strukturelle Projekte im Bereich des Zivilschutzes,
der Bildung, der Kultur im Sport- und Sprachenbereich vorgesehen
seien. Bereits laufende Projekte würden einer Evaluierung unterzogen
bzw. fortgesetzt wie beispielsweise das Verkehrsprojekt Micotra.
"Über die territoriale Zusammenarbeit Italien-Österreich soll das
auszeichnungswürdige Projekt weiter unterstützt werden", gab Kaiser
bekannt.

In Bezug auf das Seilbahnprojekt Pontebba-Nassfeld teilte Kaiser
mit, dass seitens Kärntens die Bereitschaft einer Mitfinanzierung in
einer gewissen Größenordnung, verknüpft mit Bedingungen, gegeben sei.
Serracchiani ergänzte, dass bereits alle behördlichen Verfahren
eingeleitet seien und für die Grundsatzfinanzierung es demnächst
einen Beschluss geben werde. Der Landeshauptmann gab auch bekannt,
dass die Alpen-Adria Arbeitsgemeinschaft am 22.Novemeber in eine
Alpen-Adria-Allianz umgewandelt werde. Zudem soll Landesamtdirektor
Dieter Platzer die Funktion des Direktors in der Euregio "senza
coonfini" während des Mandates von Venetos Präsident Luca Zaia weiter
übernehmen.

Landesrat Waldner sprach von lösungsorientieren und konstruktiven
Gesprächen. Als gute Nachricht konnte er vermelden, dass der
Pachtvertrag von sechs Gailtaler Agrargemeinschaften auf
italienischer Seite um ein Jahr verlängert wurde. Langfristig schwebt
Waldner eine grundbürgerliche Eintragung vor. Im Kulturellen Bereich
soll es anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des 1.Weltkrieges ein
gemeinsames Kulturprojekt geben, zudem sollen regionale Festivals,
wie die Transformale, über die Grenze ausgebaut werden. Weiter
forcieren will der Tourismusreferent auch die Golf Aktivitäten in den
drei Regionen und den Alpen-Adria Radmarathon. Zudem soll der
Alpen-Adria-Trail ausgebaut werden.

Von Serracchiani gab es viel Lob für den Landeshauptmann. "Ich bin
glücklich, das Landeshauptmann Kaiser die Sensibilität für
internationale Thematiken hat und die drei Regionen zu Protagonisten
einer erfolgreichen Zusammenarbeit werden können."

Landesrat Panontin dankte dem Land Kärnten und Kaiser für die
Unterstützung während der Waldbrände im Montasch Gebiet. Er regte an,
die Zusammenarbeit im Zivilschutz weiter auszubauen und regelmäßige
Treffen der Zivilschutzorganisationen durchzuführen.
(Schluss)

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