Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD solidarisch mit Metaller-Arbeitskampf und für offensive Gehaltsverhandlungen der GÖD!

Nach Nulllohnrunde Kaufkraft wiederherstellen: Mindestbetrag Euro 15O - Kampfmaßnahmen für ein demokratisches, leistungsgerechtes LehrerInnendienstrecht vorbereiten

Wien (OTS) - Der Arbeitskampf der KollegInnen der PRO-GE und
GPA-djp zeigt, dass UnternehmerInnen dabei sind, sozialpartnerschaftliches Verhandeln durch Konfrontation zu ersetzen. Auch der Dienstgeber Bundesregierung ist dabei, die Sozialpartnerschaft gering zu schätzen: die von der GÖD angestrebten Gehaltsverhandlungen 2014 für den öffentlichen Dienst werden bis dato verweigert, ein LehrerInnendienstrecht wurde ohne Verhandlungsergebnis mit der Gewerkschaft mitten im Wahlkampf ausgeschickt und die Regierung will im November das Sparpaket (Arbeitszeiterhöhung, keine ausbildungs- und aufgabengerechte Entlohnung) durchziehen.

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen stehen für aktive ArbeitnehmerInnen-Solidarität. KollegInnen im öffentlichen Dienst, in ausgegliederten Betrieben und in der Privatwirtschaft stehen unter dem Druck von ArbeitgeberInnen und DienstgeberInnen, die Profite erhöhen und öffentliche Budgets konsolidieren wollen - auf Kosten und auf dem Rücken der ArbeitnehmerInnen und der Arbeitslosen, der Alten und der Jungen. Gemeinsamer gewerkschaftlicher Widerstand ist angesagt.

Zwt.: Passives Abwarten beenden - für eine kämpferische Gewerkschaft öffentlicher Dienst!

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD haben die Einberufung der GÖD-Bundeskonferenz (Zentralvorstand) für Anfang November beantragt. Der neugewählte Nationalrat nimmt die Arbeit auf, Regierungsverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP haben begonnen - aktives gewerkschaftliches Handeln, Information und Mobilisierung der KollegInnen ist notwendig:
- für Gehaltsverhandlungen JETZT - zur Anhebung der durch die Nulllohnrunde stark verringerten Kaufkraft der KollegInnen ab 1.1.2014: Gemeinsames Vorgehen mit der GdG-KMFSB sollte vorbereitet werden. Die Unzufriedenheit der KollegInnen an den Dienststellen und in den ausgegliederten Betrieben wächst. Forderung der UGöd:
6,5 % zur Inflationsabgeltung 2012 und 2013 und zur Abgeltung der ständig steigenden Arbeitsbelastung (immer weniger Dienstposten für immer mehr Aufgaben) - Euro 150 Mindestbetrag zur Anhebung der Kaufkraft junger KollegInnen und der KollegInnen der niedrigen Lohngruppen im großen Dienstleistungsbereich des öffentlichen Dienstes
- für Aufhebung des Aufnahmestopps im Öffentlichen Dienst:
Arbeitsplätze schaffen - Schluss mit Arbeitsverdichtung und gesundheitsgefährdender Überbelastung, Schluss mit dem Auslagern von Personalkosten durch Zukauf von Dienstleistungen mit befristeten, ungesicherten und schlechter bezahlten Arbeitskräften zur Aufrechterhaltung öffentlicher Dienste, wie zB vom Innenministerium für das Schubhaftzentrum Vordernberg vorgesehen.
- für Aufnahme von sozialpartnerschaftlichen Verhandlungen zum LehrerInnendienstrecht auf Basis eines überarbeiteten Entwurfes, der die Sachargumente der eingegangenen Begutachtungen und die ArbeitnehmerInnen-Interessen der LehrerInnen berücksichtigt (leistbare Arbeitsaufgaben, verbesserte Arbeitsbedingungen, keine Arbeitszeiterhöhung, L1-Bezahlung für alle masterwertig ausgebildeten LehrerInnen, Stärkung der Mitwirkungs- und Personalvertretungsrechte an den Dienststellen u.a.)
- Urabstimmung über Verhandlungsergebnisse Gehalt 2014 und LehrerInnendienstrecht vor Zustimmung, zur Stärkung der innergewerkschaftlichen Demokratie und der Verhandlungsposition gegenüber den DienstgeberInnen.

Die FCG-Mehrheitsfraktion der GÖD fordern die Unabhängigen GewerkschafterInnen auf, gemeinsam mit dem ÖGB für eine ausreichende, Qualität sichernde Finanzierung der öffentlichen Dienste einzutreten und sozial umverteilende vermögensbezogene Steuern durchzusetzen. Glück auf!

Rückfragen & Kontakt:

Reinhart Sellner
E-Mail: reinhart.sellner@gmx.at
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