• 24.10.2013, 11:23:11
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Expertenbeirat zieht positive Bilanz und fordert Stärkung des Klima- und Energiefonds

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4767 Im Bild
v.l.n.r.: Jürgen Schneider, Programmleiter Wirtschaft & Wirkung,
Umweltbundesamt, Helga Kromp-Kolb, Leiterin des Institutes für
Meteorologie / Universität für Bodenkultur, Robert Korab,
Geschäftsführer Raum & Kommunikation GmbH und Diana Ürge-Vorsatz,
Direktorin des Center for Climate Change and Sustainable Energy
Policy, Budapest

Wien (OTS) -
- Klimaschutz in Regierungsverhandlungen nicht vernachlässigen
- Österreich hat das Potenzial, seine Vorreiterrolle auszubauen
- Energiewende und Klimaschutz erfordern gesellschaftliche
Veränderung

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte der internationale
ExpertInnenbeirat des Klima- und Energiefonds heute sein kürzlich
fertig gestelltes Positionspapier. Er zieht damit nach sechs Jahren
Bilanz und macht Vorschläge zur Stärkung des Klima- und Energiefonds.

"Der Klima- und Energiefonds ist für Österreich ein wichtiges
Instrument für den Klimaschutz, die Klimawandelanpassung und für eine
leistbare Energiewende. Er verfolgt unabhängig von der Tagespolitik
eine Langfristperspektive, um die andere Nationen Österreich
beneiden. Die kommende Regierung wäre gut beraten, im Interesse
Österreichs dieses Instrument durch höhere Dotierung und mehr
Unabhängigkeit zu stärken. Damit kann es gelingen, die Vorreiterrolle
Österreichs in Bereichen wie z.B. in den Modellregionen und smart
cities auszubauen", betont Diana Ürge-Vorsatz, Vorsitzende des
internationalen ExpertInnenbeirates des Klima- und Energiefonds. Die
Expertin sieht darin auch wirtschaftliche Chancen und soziale
Vorteile.

Klarer Zusatznutzen im Förderbereich und optimale Vernetzung
Seit seinem Bestehen hat der Fonds, so die ExpertInnen in ihrem
Papier, deutlich sichtbare Impulse für die heimische Klimapolitik und
die Restrukturierung des österreichischen Energiesystems geliefert.
Damit werden klare Zusatzwerte zu anderen, bestehenden
Förderinstrumenten geschaffen. Der Klima- und Energiefonds schlägt in
seinen Programmen Brücken zwischen Forschung, Entwicklung und
Marktdurchdringung. Er ist ein guter Partner, wenn es darum geht,
Querschnittsthemen und -projekte über institutionelle und sektorale
Grenzen hinweg zu realisieren.

Langfristige Perspektive und Strukturwandel konsequent verfolgen
Von zentraler Bedeutung für Klimaschutz und Energiewende ist eine
langfristige Perspektive weit über 2020 hinaus. Die Förderprogramme
des Fonds müssen daher verstärkt auf langfristige
Strukturveränderungen setzen. Die mit technologischen Förderschienen
gekoppelten marktnahen Demonstrationsprogramme des Klima- und
Energiefonds auf kommunaler und regionaler Ebene (z.B.
Modellregionen, Smart Cities) bewirken einen nachhaltigen, der
Energieeffizienz verpflichteten und klimafreundlichen Umbau der Raum-
und Wirtschaftsstrukturen. Österreich hat dadurch die Chance, sich
als Europas Vorreiterregion in diesen Themen zu positionieren.
Fokus auf Energieeffizienz und gesellschaftliche Transformation
Nachdem erfolgreiche Impulse für den Ausbau Erneuerbarer Energien
gesetzt wurden, ist in der Arbeit des Klima- und Energiefonds
zukünftig ein Schwerpunkt auf die deutliche Steigerung der
Energieeffizienz zu legen. Damit verknüpft sind positive soziale und
wirtschaftliche Effekte.

Klimaschutz und Energiewende erfordern darüber hinaus
Veränderungen in Lebensstilen und Wirtschaftsweisen. Der Klima-und
Energiefonds als Instrument der Bundesregierung soll dazu neue
Forschungs- und Umsetzungsprogramme entwickeln, die die
gesellschaftliche Transformation voran treiben und verstärkt die
Jugend einbinden.

Forderung an künftige Regierung: Klares Bekenntnis zum Klima-
und Energiefonds

Vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Regierungsverhandlungen
und nach den Alarmsignalen des Weltklimarates fordern die ExpertInnen
ein klares Bekenntnis der kommenden Bundesregierung zu einer
innovativen Energie- und Klimapolitik.

Die verändernde Kraft, die der Klima- und Energiefonds in den
ersten sechs Jahren seines Bestehens entwickelt hat, darf nicht
gefährdet, sondern muss gestärkt werden. Dazu ist es notwendig, seine
Eigenständigkeit auszubauen und seine Mittel aufzustocken und
langfristig zu sichern.

Für den Expertenbeirat
Robert Korab, Helga Kromp-Kolb, Jürgen Schneider, Diana Ürge-Vorsatz

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4767

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