- 23.10.2013, 09:02:02
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KONSUMENT: Schadstoff-Cocktail im Hundespielzeug
Alle 18 getesteten Spielzeuge für Hunde sind nicht empfehlenswert - Gefährdung für kleine Kinder gegeben
Utl.: Alle 18 getesteten Spielzeuge für Hunde sind nicht
empfehlenswert - Gefährdung für kleine Kinder gegeben =
Wien (OTS/VKI) - Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) testete
18 Hundespielzeuge aus Kunststoff und fand in allen Produkten zum
Teil hohe Konzentrationen polyzyklischer aromatischer
Kohlenwasserstoffe (PAK). Die chemischen Verbindungen werden in der
industriellen Produktion als Weichmacher eingesetzt und können Krebs
auslösen. Fünf der getesteten Produkte waren zudem stark mit
Bisphenol A belastet, das seit einiger Zeit in Zusammenhang mit
Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen in der Debatte steht. Auch DEHP
(Di-ethyl-hexyl-phtalat), ein Stoff der die Fortpflanzungsfähigkeit
schädigen kann und in Tierversuchen Krebs auslöste, wurde in einem
der Spielzeuge gefunden. Das Urteil der Tester: Alle 18 geprüften
Hundespielzeuge enthalten Schadstoffe und sind daher nicht
empfehlenswert. Aufgrund einer möglichen Verwechslungsgefahr mit
Kinderspielzeug sollte in Haushalten mit kleinen Kindern besser
darauf verzichtet werden.
Fehlender Grenzwert für PAKs
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe werden über die Haut
und die Schleimhäute aufgenommen. Während es aber etwa für Autoreifen
einen PAK-Grenzwert von 01, mg/kg gibt, ist ein solcher für
Gebrauchsgegenstände wie Schreibartikel, Koffergriffe oder eben auch
Hundespielzeug längst überfällig. Dieser Grenzwert für Autoreifen
wurde im Test im extremsten Fall um mehr als das Tausendfache
überschritten (Karlie Moosgummi Ball, gekauft bei Fressnapf).
"Gerade kleine Kinder reagieren aber äußerst sensibel auf diese
problematischen Stoffe. Die Gefahr, dass kleine Kinder das Spielzeug
eines Hundes in die Hände bekommen und darauf herumkauen ist sehr
hoch", so VKI-Experte Konrad Brunnhofer.
Kinderspielzeug zum Verwechseln ähnlich
Bisphenol A wird oral besonders rasch aufgenommen und reichert
sich im Körper stark an. In Frankreich soll der Stoff aus diesem
Grund bald verboten werden. Bisphenol A war in fünf getesteten
Produkten enthalten. Nonylphenole, die hormonähnlich wirken und
Nieren und Leber schädigen können, wurden in sechs Produkten
gefunden. Letztere sind in der EU seit 2003 verboten. In China und
Indien werden sie aber nach wie vor eingesetzt. Große Mengen beider
Stoffe wurden u.a. in der Karlie Dog Toy-Ente gefunden, die einer
Badeente für Kinder zum Verwechseln ähnlich sieht.
DEHP - Bei Spielzeug für Kinder unter drei Jahren verboten
Im Hundespielzeug "Fuss-Dog Schwarzes Schwein" fanden die Tester
nicht zuletzt den hochproblematischen Stoff DEHP
(Di-ethyl-hexyl-phtalat). In Spielzeug für Kinder unter drei Jahre
ist er verboten, da er die Fortpflanzungsfähigkeit schädigen und
Krebs auslösen kann.
Brunnhofer: "Dass sich die Hersteller der Schadstoffproblematik
offenbar durchaus bewusst sind, zeigt der Verweis auf 14 von 18
untersuchten Produkte, beschädigtes Hundespielzeug unbedingt zu
entsorgen. Das gibt zu denken. Die Hersteller wiederum sollten - und
könnten - auch handeln. All diese Stoffe könnten durch ungefährliche
Alternativen ersetzt werden."
SERVICE: Den ausführlichen Test zu Hundespielzeug und
Informationen, welches alternative Hundespielzeug (nicht)
empfehlenswert ist, gibt es online unter www.konsument.at und ab dem
24.10. in der Novemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.
Bei Bedarf an Bildmaterial stellen wir dieses gerne zur Verfügung.
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