- 22.10.2013, 11:55:35
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Grünewald zu Ressortverteilung: Forschung und Universitäten gehören zusammen
Grüne: Kein Kuhhandel mit Wissenschaft und Forschung
Utl.: Grüne: Kein Kuhhandel mit Wissenschaft und Forschung =
Wien (OTS) - "Die Regierungsparteien haben die große Bedeutung von
Bildung, Wissenschaft und Forschung für die Zukunft Österreichs
bereits betont. Deshalb kann ich bei der Diskussion über die Zukunft
des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung nur befremdet den
Kopf schütteln. Die Loslösung der Grundlagenforschung aus dem
Wissenschaftsressort und damit aus den Universitäten ist ein
ungeheuerlicher Kahlschlag und ist schärfstens abzulehnen", sagt Kurt
Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen verärgert.
"Schon vor Jahren wurde versucht, den für die Grundlagenforschung
verantwortlichen Österreichischen Forschungsfonds mit dem Fonds für
angewandte Forschung zusammen zu legen, was zu heftigen Protesten
führte. Schon jetzt liegen die budgetären Steigerungsraten im Bereich
der betriebsnahen Forschung wesentlich über jenen der
Grundlagenforschung. Eine Stagnation in diesem Sektor würde dazu
führen, dass Österreich den internationalen Anschluss völlig
verliert. Das Haschen nach raschen Erfolgen und sofortiger Anwendung
wissenschaftlicher Ergebnisse ist unprofessionell und
kontraproduktiv", warnt Grünewald eindrücklich. "Ich zweifle auch, ob
Staatssekretär Kurz - wie kolportiert - die richtige Besetzung für
den Forschungsbereich wäre", sagt Grünewald.
Die Zusammenlegung mit dem Bildungsministerium traut sich der
derzeitige Wissenschaftsminister Töchterle zwar zu, die Gefahr, dass
Universitäten und Fachhochschulen in dieser Konstellation zum fünften
Rad am Wagen der Politik werden, ist jedoch groß. "Ich fordere die
KoalitionsverhandlerInnen auf, diesen unwürdigen Kuhhandel zu
beenden", schließt Grünewald.
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