- 21.10.2013, 08:30:31
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Vom Regen in die Traufe
Was hat die PKV-Novelle 2012 eigentlich gebracht?
Utl.: Was hat die PKV-Novelle 2012 eigentlich gebracht? =
Wien (OTS) - Durch teilweisen Lohnverzicht selbst angesparte
Pensionsansprüche wurden in den Pensionskassen für hunderttausende
Betroffene seit 2000 um bis zu 50% gekürzt und auch für die
zukünftigen Pensionisten können die Verluste nicht aufgeholt werden.
Das ist die traurige Realität, die - ausgelöst durch Proteste der
Betroffenen - zur Pensionskassengesetznovelle 2012 geführt hat. Diese
Novelle ist nichts anderes als ein unbefriedigendes
Kompromiss-Produkt der Sozialpartner, ein missglückter Versuch der
Pensionskassen und Versicherungen eine "Sicherheit" für die
zukünftigen Pensionen der 2. Säule der Altersvorsorge zu verkaufen:
die "Garantie-Pensionen" der PK und der BKV(Betriebliche
Kollektiv-Versicherung) behaupten, eine zumindest lebenslang
gleichbleibende Pension zu bieten, wobei beim Umstieg die ohnedies
schon massiv reduzierte bisherige PK-Pension sofort wieder um weitere
bis zu 45% gekürzt wird. In beiden Produkten finden sich praktisch
keine Chancen auf zukünftige Erhöhungen.
Zusätzlich ist es ein gesetzgeberischer Skandal, dass diese
Alternative einmalig befristet ist: sie kann nur bis 31. Oktober 2013
wahrgenommen werden. Angesichts der Komplexität des Themas eine
Zumutung, noch dazu, weil die meisten PK`s ihre Kunden hinsichtlich
Information im Regen stehen lassen. Dass die PK des
Fachverbandsobmanns hier mit schlechtem Beispiel vorangeht, ist nur
das Tüpfelchen auf dem "i".
Pekabe hat bereits vor 2 Jahren in der Begutachtungsphase der
PKG-Novelle darauf hingewiesen, dass sie keine Verbesserung für die
Betroffenen bringt. Der komfortable Status der Pensionskassen, ihrer
Aktionäre, der Arbeitgeber und der staatlichen Aufsicht wurde damit
auf Kosten der "Berechtigten" prolongiert, die nach wie vor das volle
Risiko für ihre Pension tragen - es sei denn sie akzeptieren eine
nochmalige massive Kürzung ihrer geschrumpften PK-Pension. Mit dieser
ausschließlichen Risikobelastung der Betroffenen steht Österreich in
der EU als Schlusslicht alleine da.
Pekabe verlangt daher von der neuen Bundesregierung endlich eine
wirkliche Sanierung des maroden österreichischen PKG insbesondere
eine gesetzlich verankerte Pensionsgarantie ohne die PK-Geschädigten
nochmals zur Kasse zu bitten.
Gefordert sind hier die Pensionskassen mit einer
Ergebnisverantwortung, ihre Aktionäre mit der Verpflichtung zu einem
höheren Eigenkapital, die Arbeitgeber und vor allem der Staat, der
sich durch diesen Skandal, die Vernichtung der 2en Säule der
Altervorsorge von mehr als 800.000 Bürgern, bei einer Gesamtsanierung
der österreichischen Altersversorgung selbst im Wege steht.
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