- 16.10.2013, 10:40:50
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Wer pflegt Österreich?
Pflege ist eines der zentralen Zukunftsthemen, die unser Land beschäftigen.

Utl.: Pflege ist eines der zentralen Zukunftsthemen, die unser Land
beschäftigen. =
Wien (OTS) - Die gesellschaftliche Herausforderung der
Pflegesicherung stellt uns vor folgende Frage: Wer pflegt Österreich?
Dazu diskutierten heute Bundesminister Rudolf Hundstorfer,
Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner,
Pflegewissenschafterin Univ. Prof. Hanna Mayer sowie die Vertreter
des Vereines "PflegerIn mit Herz".
Das Fazit: Pflege geht uns alle an!
Ob Krankheit, Alter oder Unfall: Niemand ist davor gefeit,
plötzlich auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. 440.000 Menschen
in Österreich sind genau in dieser Situation und werden von
Pflegerinnen und Pflegern betreut. 2050 sollen bereits doppelt so
viele Menschen pflegebedürftig sein. Ein Umstand, der nicht nur
finanzielle Herausforderungen mit sich bringt, sondern auch
personelle Fragen aufwirft.
Österreich verfügt über ein sehr gutes Gesundheits- und
Pflegewesen, in dem das Pflegegeld bereits in einem frühen Stadium
der Pflegebedürftigkeit greift. Was viele aber nicht wissen:
Durchschnittlich ist ein Mensch in Österreich rund sieben Jahre lang
pflegebedürftig. Damit dieser Lebensabschnitt so positiv wie möglich
gelebt werden kann, gibt es hierzulande 100.000 professionelle
PflegerInnen, die fachlich versiert Betreuung, Beistand und Hilfe
leisten. Der größte Teil der pflegebedürftigen Personen wird aber zu
Hause - vielfach von Angehörigen gepflegt. Oft sind Angehörige aber
selbst schon in einem fortgeschrittenen Alter, was die Pflege eines
lieben Menschen erheblich erschwert.
Die Kampagne "PflegerIn mit Herz 2013"
Um die Frage "Wer pflegt Österreich?" zu beantworten, und den
vielen Pflegerinnen und Pflegern des Landes ein Gesicht und eine
Stimme zu geben, hat der Wiener Städtische Versicherungsverein
gemeinsam mit der Wiener Städtischen Versicherung heuer erneut die
Unterstützung vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und
Konsumentenschutz, dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und
Jugend und der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG
gewonnen. Gemeinsam wollen sie mit der Kampagne "PflegerIn mit Herz"
Österreichs Pflegerinnen und Pfleger vor den Vorhang bitten und das
Thema Pflege in den Köpfen der Menschen verankern.
Dazu Dr. Günter Geyer, Präsident des Vereins "PflegerIn mit Herz"
und Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtische Versicherungsvereins:
"Soziale Verantwortung zu übernehmen ist uns seit jeher ein großes
Anliegen. Mit der Kampagne "PflegerIn mit Herz" wollen wir einen
Beitrag dazu leisten, das Bewusstsein der Menschen einem schwierigen
Thema gegenüber zu schärfen und möchten all jenen, die sich um
pflegebedürftige Menschen kümmern - sei es innerhalb der Familie oder
im Beruf - unsere große Anerkennung aussprechen. Denn: Besonderes
Engagement verdient besondere Würdigung."
Auch Dr. Thomas Uher, Vorstandssprecher der Erste Bank der
oesterreichischen Sparkassen AG, sieht eine große Verantwortung, das
Thema Pflege in den Köpfen der Menschen zu verankern: "Auch heuer
unterstützen die Erste Bank und die Sparkassen wieder die Aktion
'PflegerIn mit Herz', weil das Thema Pflege viel zu selten diskutiert
wird. Kaum jemand befasst sich damit, so lange man nicht selbst
direkt oder indirekt davon betroffen ist. Das Risiko, im Alter Pflege
in Anspruch nehmen zu müssen, steigt aber real mit der Höhe der
Lebenserwartung. Wer sich früh genug informiert und vorsorgt, kann
der Zukunft gelassener entgegenblicken."
Generaldirektor Mag. Robert Lasshofer, Wiener Städtische
Versicherung, zum Engagement: "Pflege muss immer wieder,
kontinuierlich und nachhaltig zum Thema gemacht werden! Ziel ist es,
verstärkt Bewusstsein für die Thematik zu schaffen, Pflege soll als
zentraler Vorsorgegedanke für das Alter mitberücksichtigt werden. Und
wir wollen mit dieser Kampagne unsere Hochachtung vor jenen Menschen
ausdrücken, die pflegen."
Univ. Prof. Mag. Dr. Hanna Mayer, Pflegewissenschafterin an der
Universität Wien, unterstreicht die Wichtigkeit der Ausbildung im
Bereich der Pflege und die Notwendigkeit, das Thema Pflege zu
diskutieren: "In Zukunft wird es immer wichtiger werden, die
Komplexität der Pflege zu erfassen. Denn: Pflege ist nicht gleich
Pflege. Viele Menschen brauchen nur Beratung und Unterstützung,
während andere eine ganztägige Betreuung benötigen oder etwa durch
Demenz eine völlig andere Art der Hilfe bräuchten. Generell gilt: Wer
sich früh genug informiert und mit dem Thema Pflege auseinandersetzt,
dem kann individuell sehr gut geholfen werden. Bewusstseinsschärfung
ist das Gebot der Stunde."
Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und
Konsumentenschutz, sieht Pflege als eines der wichtigsten und
herausforderndsten Themen der Zukunft. Aus diesem Grunde unterstützt
er die Kampagne "PflegerIn mit Herz" auch dieses Jahr wieder:
"Fast eine halbe Million Menschen sind in Österreich pflegebedürftig
und bekommen Pflegegeld. Sie brauchen aber auch menschliche
Unterstützung. Mit dieser Aktion wollen wir allen jenen, die Pflege
und Betreuung leisten, danken."
Wirtschafts- und Familienminister Dr. Reinhold Mitterlehner sieht
Pflege insbesondere aufgrund des demographischen Wandels als eines
der wichtigsten Zukunftsthemen: "Pflegerinnen und Pfleger kümmern
sich mit viel Engagement und Fachwissen um jene, die auf Hilfe
angewiesen sind. Die Aktion 'PflegerIn mit Herz' will ihnen 'Danke'
sagen und ihren enormen Einsatz für die Gesellschaft würdigen, um
dafür ein stärkeres Bewusstsein zu schaffen. Denn Pflege geht uns
alle an und gewinnt aufgrund der älter werdenden Bevölkerung stetig
an Bedeutung", sagt Mitterlehner.
Eckdaten zur Kampagne 2013
2012 sind über 1000 Nominierungen aus ganz Österreich eingelangt,
um die beliebtesten Pflegerinnen und Pfleger des Landes zu
nominieren! 2013 geht die Kampagne in die 2. Runde:
Gesucht werden mit der Initiative "PflegerIn mit Herz" wieder die
beliebtesten und besten Pflegerinnen und Pfleger aus ganz Österreich.
Die ganze Bevölkerung ist aufgerufen zu wählen, nominiert werden kann
jede/r, die/der im Pflegebereich tätig ist oder eine/n
Familienangehörige/n pflegt. Nominierungen können online auf der
Website
http://www.pflegerin-mit-herz.at/
oder per Post (Postfach 2500o/1011 Wien, Kennwort: "PflegerIn mit
Herz") eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 25. Oktober 2013.
Eine Jury, bestehend u.a. aus VertreterInnen der größten
österreichischen NGOs im Sozial- und Pflegebereich wird im November
neun GewinnerInnen, eine/n aus jedem Bundesland, auswählen, die bei
einer Abschlussgala im Dezember mit einem Geldpreis von 3.000 Euro
für ihr Engagement belohnt werden.
Es ist höchste Zeit, unsere Pflegerinnen und Pfleger wieder vor
den Vorhang zu bitten! Bei der Wahl zur "PflegerIn mit Herz 2013"!
Die Presseaussendung finden Sie auch unter
http://www.wienerstaedtische.at
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