• 14.10.2013, 12:50:19
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LH Kaiser: Kärntens Volksgruppenpolitik soll beispielgebend in Europa werden

Landeshauptmann stellte Volksgruppenbüro des Landes und Themen des Europäischen Volksgruppenkongresses vor - Neuer Menschenrechtsbeirat konstituiert sich Ende Oktober

Utl.: Landeshauptmann stellte Volksgruppenbüro des Landes und Themen
des Europäischen Volksgruppenkongresses vor - Neuer
Menschenrechtsbeirat konstituiert sich Ende Oktober =

Klagenfurt (OTS/LPD) - Neue Wege geht Kärnten auch in seiner
Volksgruppenpolitik, wie Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Montag,
in einer Pressekonferenz in Klagenfurt betonte. Als Dienst- und
Servicestelle für Belange der slowenischen Volksgruppe ist das 1990
eingerichtete Volksgruppenbüro des Landes an den leichter
erreichbaren Standort am Völkermarkter Ring 29 umgezogen. Der
Europäische Volksgruppenkongress des Landes wird sich noch stärker
mit der Entwicklung der Volksgruppen im gesamteuropäischen Kontext
befassen und den Blick in Richtung Zukunft werfen. Kaiser hat zudem
einen Menschenrechtsbeirat initiiert und das im Rahmen der
Ortstafellösung gegründete Dialogforum aus dem "Dornröschenschlaf"
geholt. Ziel des Landeshauptmannes ist es, dass Kärntens
Volksgruppenpolitik beispielgebend in Europa wird. Das entsprechende
Wunschkärtchen wurde von Kindern bei der Landesfeier am 10. Oktober
per Luftballon auf die Reise geschickt.

Kaiser verwies auf den vom Volksgruppenbüro organisierten 24.
Europäischen Volksgruppenkongress, den er am Donnerstag, dem 17.
Oktober, um 8.30 Uhr im Klagenfurter Konzerthaus eröffnen wird. Das
Thema lautet: "Europa 1913-2013: Mehrheiten und Minderheiten im
Wandel der Zeit". Der Landeshauptmann erwartet sich eine fundierte
wissenschaftliche und politische Befassung. Am Vorabend des
Kongresses, nämlich am Mittwoch, dem 16. Oktober, findet die
Vortrags- und Ausstellungsveranstaltung "Blickpunkt Rumänien" statt,
die sich u.a. mit der Geschichte der "Landler" und Rumäniendeutschen
beschäftigt (18.30 Uhr, Spiegelsaal und 20.00 Uhr
Verwaltungszentrum).

Stärker Rechnung tragen will Kaiser auch dem
Menschenrechtsgedanken. Beim Kärntner Menschenrechtspreis, den er
1993 als Landtagsabgeordneter initiiert hat, gibt es daher
Änderungen. So wird die Dotation von 8.000 auf 10.000 Euro erhöht.
Über die Vergabe entscheidet eine vierköpfige Fachjury, die sich aus
je einer Vertreterin/einem Vertreter von Amnesty International
Österreich, Kärntner Juristische Gesellschaft, Kärntner
Hochschulkonferenz und Ökumenische Kontaktkommission in Kärnten
zusammensetzt. Neu ins Leben gerufen hat Kaiser einen
Menschenrechtsbeirat, der den Landeshauptmann in
Menschenrechtsbelangen beraten soll. Dieser wird sich bis Ende
Oktober konstituieren. Angehören sollen ihm Vertreterinnen und
Vertreter der in der Kärntner Landesregierung vertretenen Parteien,
der römisch-katholischen und evangelischen Kirche, der
Gerichtsbarkeit, der öffentlichen Sicherheit sowie von namhaften in
der Menschenrechtsarbeit tätigen Nichtregierungsorganisationen wie
Amnesty International, Caritasverband oder SOS Mitmensch.

Das Dialogforum für die Entwicklung des gemischtsprachigen
Gebietes, für das das Volksgruppenbüro Geschäfts- bzw.
Koordinationsstelle ist, wird sich laut Kaiser am nächsten Montag,
dem 21. Oktober, wieder zusammenfinden. Befassen werde es sich mit
der slowenischen Musikschule Glasbena sola und mit von
Slowenenvertretern eingebrachten Anträgen, die es an den
Verfassungsausschuss des Landtages weiterleiten werde. Kaiser
erwähnte, dass sich das Dialogforum auch mit den Landesfeiern zum 10.
Oktober, dem Tag der Kärntner Volksabstimmung, befasst hat. Diese
Feiern habe die Mehrheit der Menschen als positiven Weg betrachtet,
den sie auch mittragen wolle.

Im nächsten Jahr will der Landeshauptmann den 25. Europäischen
Volksgruppenkongress unter das Motto der heurigen Feier zum 10.
Oktober, "Zukunft gestalten, Vergangenheit verstehen. Prihodnost
oblikovati, preteklost razumeti", stellen. Befassen soll sich der
Kongress zudem mit dem Gedenkjahr 2014 anlässlich des Ausbruchs des
Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren sowie mit dem Weg Kärntens in das
Jahr 2020, wo sich der Tag der Volksabstimmung zum 100. Mal jähren
wird.

Kaiser dankte dem Leiter des Volksgruppenbüros, Peter Karpf, sowie
dessen vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre großartige
Arbeit. Karpf sagte, dass sich das Team am neuen, zentralen Standort
am Völkermarkter Ring 29 sehr wohl fühle. Gemeinsam präsentierten sie
den aktuellen Band 28/29 der Kärnten Dokumentation, der die
Europäischen Volksgruppenkongresse von 2011 und 2012 zusammenfasst.
Bei der Pressekonferenz anwesend war auch der stellvertretende
Landesamtsdirektor Markus Matschek.
(Schluss)

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