• 10.10.2013, 12:22:03
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Windbüchler: Nächste Regierung muss Mädchen und junge Frauen stärken

Grüne: Chancengleichheit und Selbstbestimmung müssen hohes gesellschaftliches Ziel werden

Utl.: Grüne: Chancengleichheit und Selbstbestimmung müssen hohes
gesellschaftliches Ziel werden =

Wien (OTS) - Anlässlich des zweiten internationalen Mädchentages
fordert die Grüne Jugendsprecherin Tanja Windbüchler-Souschill von
der zukünftigen Regierung: "In Sachen Gleichstellungspolitik liegt
der Fokus in Österreich nur unterdurchschnittlich auf jungen Frauen
und Mädchen. Das muss nun endlich geändert und verbessert werden."

Immer noch verdienen junge Mädchen in der Lehre weniger als männliche
Lehrlinge in männerdominierten Berufen (Beispiel Friseurin und
KFZ-Mechaniker). Mehr als die Hälfte aller MaturantInnen sind
weiblich, gleichzeitig gibt es aber nur weniger als 20 Prozent
Professorinnen. Unser Bildungssystem fördert Mädchen und junge Frauen
kaum, Technik und Handwerk als Berufsbild zu wählen. "All dies führt
dazu, dass Mädchen und junge Frauen in tradierte Rollenklischees
gedrängt werden. Dies muss geändert werden. Maßnahmen zu
Chancengleichheit und Selbstbestimmung für alle Mädchen und junge
Frauen in Österreich müssen als ein hohes gesellschaftliches Ziel
erarbeitet und umgesetzt werden", sagt Windbüchler-Souschill.

Bei einer Jugendmonitor-Umfrage gaben ein Drittel der befragten
Männer an, sich vorstellen zu können, zu Hause bei den Kindern zu
bleiben, wenn die Partnerinnen den Wohlstand aufrechterhalten. Dies
zeigt die Schere zwischen Wunsch und Alltagsrealitäten von jungen
Frauen und Männern, denn der Großteil der Familien ist auf das
Einkommen beider Elternteile angewiesen. "Daher braucht es
ressortübergreifende Mädchen- und Frauenförderungen: sei es in der
Bildungspolitik (Chancengerechtigkeit für alle Kinder), in der
Gesundheitspolitik (spezielle Mädchen- und
Frauengesundheitsprogramme, Aufklärung), in der Arbeitsmarktpolitik
(gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Mindestlohn in der Höhe von 1300
Euro) und in der Familienpolitik (Ausbau der
Kinderbetreuungseinrichtungen, Schaffung eines Papa-Monats), um
aktive und echte Wahlfreiheit zu ermöglichen", meint
Windbüchler-Souschill.

Ausgewogene Familien-, fundierte Gleichstellungs- und innovative
Bildungspolitik führen zur Chancengleichheit und zur aktiven
Wahlfreiheit aller Frauen und Männer. "Aus diesem Grund ist es hoch
an der Zeit dass von Seiten des Frauenministeriums der Fokus auf
Mädchen und junge Frauen gelenkt und in einem Aktionsplan
ressortübergreifend gehandelt wird", sagt Windbüchler-Souschill.

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