• 04.10.2013, 11:32:29
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LH Kaiser zu 10. Oktober: Eine Feier für alle Kärntnerinnen und Kärntner

Landeshauptmann informierte über Programmablauf - Motto: "Zukunft gestalten, Vergangenheit verstehen"

Utl.: Landeshauptmann informierte über Programmablauf - Motto:
"Zukunft gestalten, Vergangenheit verstehen" =

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Zukunft des Landes, basierend auf dem
Verstehen der Vergangenheit, soll bei den offiziellen Gedenkfeiern
des Landes Kärnten am 10. Oktober, dem Tag der Kärntner
Volksabstimmung, im Mittelpunkt stehen. Darüber informierte heute,
Freitag, Landeshauptmann Peter Kaiser in einer Pressekonferenz. Die
Feiern finden wie gewohnt beim Ehrenmal am Soldatenfriedhof Annabichl
und im Landhaushof bei der Stätte der Kärntner Einheit statt. "Es
soll eine Feier für alle Kärntnerinnen und Kärntner sein und für
alle, die sich mit Kärnten verbunden fühlen", betonte Kaiser. Es
werde eine neue Form geben, "in der wir uns selbst wiederfinden
sollen". Dem Landeshauptmann sei es jedoch wichtig gewesen, bei der
heurigen Programmgestaltung "nichts zu zerstören oder großartig zu
verändern". Es wird Darbietungen der Volksschulkinder aus
Klagenfurt-St. Ruprecht und Gedanken zum 10. Oktober von Jugendlichen
geben, die Singgemeinschaft Oisternig wird ein Lied auf Slowenisch
intonieren.

"Ziel ist es, dass die Gedenkfeier das Motto 'Zukunft gestalten,
Vergangenheit verstehen' widerspiegelt", erklärte Kaiser. Man wolle
sich damit auseinandersetzen, wohin sich das Land entwickeln solle,
was dazu notwendig sei und in welcher Form, mit welchem Stil man dies
umsetzen wolle. "Wir wollen auch das Gemeinsame ohne Heroisierung in
den Mittelpunkt stellen", so der Landeshauptmann weiters. Man wolle
vermitteln, was Abwehrkampf und Volksabstimmung in ihrer
geschichtlichen Dimension bedeuten. Der Schluss daraus solle sein,
dass Konflikte friedlich und politisch gelöst werden sollten. Dies
würde nämlich viel mehr positive Kräfte freisetzen, um die Zukunft zu
gestalten.

Mit den offiziellen Landesfeierlichkeiten wird laut Kaiser am 10.
Oktober um 9.30 Uhr am Soldatenfriedhof Annabichl begonnen. Dort wird
es wieder eine Ehrenformation des Bundesheeres, eine Ansprache des
Landeshauptmannes, die Kranzniederlegung sowie das Abspielen des
Liedes vom guten Kameraden und des Kärntner Heimatliedes geben.
Eingebunden wird auch ein Ensemble der Singgemeinschaft Oisternig
sein.

Im Landhaushof soll die Feier um 11.00 Uhr beginnen. Hier werden
auch wieder die Militärmusik Kärnten und Fahnenschwinger beteiligt
sein. Die Veranstaltung wird laut Kaiser von ORF-Sprecher Josef
Nadrag moderiert, der dafür die perfekte Stimme sei. Geplant seien
eine Begrüßung durch Landtagspräsident Reinhart Rohr als Hausherr,
Grußworte von Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider und die
Festansprache des Landeshauptmannes. In von Nadrag geführten
Kurzinterviews sollen auch Slowenenvertreter Marjan Sturm und
Heimatdienst-Vorsitzender Josef Feldner zu Wort kommen. Die
Singgemeinschaft Oisternig soll mehrere Lieder singen, eines davon
auf Slowenisch. Auch im Landhaushof wird es wieder die
Kranzniederlegung und das Abspielen des Heimatliedes geben.

Die Zukunftsorientierung und Internationalität Kärntens sollen 70
Kinder der Friedensvolksschule Klagenfurt-St. Ruprecht
unterstreichen. Sie werden das Lied "Frieden ist nicht nur ein Wort"
singen und das Thema "Von Mensch zu Mensch eine Brücke bauen"
inszenieren. Ihre Gedanken zum 10. Oktober werden Landesschulsprecher
Andreas Kavalirek und Lisa Sandrieser vom slowenischen Gymnasium
formulieren, Sandrieser auf Deutsch und Slowenisch. Wünsche für
Kärntens Zukunft werden die Anwesenden auf Kärtchen schreiben können,
die dann am Ende der Veranstaltung an Luftballonen befestigt in den
Himmel steigen sollen. Dazu wird die Militärmusik Kärnten "We are the
world" spielen. "Ich werde auf meine Karte schreiben, dass Kärnten
Vorbild für das Zusammenleben der Volksgruppen in Europa sein soll",
verriet der Landeshauptmann.

Kaiser sagte, dass er alle Regierungsmitglieder, zahlreiche
Vertreter des öffentlichen Lebens und viele Menschen persönlich zu
den Feierlichkeiten eingeladen habe. Er ging auch auf "Zwischentöne
im Vorfeld" ein und erteilte einer parteipolitischen Vereinnahmung
der Landesfeiern zum 10. Oktober eine klare Absage. Jugendliche will
er nicht durch sanften Druck, sondern durch die Zukunftsorientierung
der Feier zur Teilnahme motivieren. Er erwähnte außerdem, dass die
Programmgestaltung im Dialogforum thematisiert wurde und es dazu eine
Arbeitsgruppe mit Beteiligung der Heimatverbände gegeben habe.

Bei der Pressekonferenz waren auch Kärntens Militärkommandant
Brigadier Walter Gitschthaler und Oberst Arno Kronhofer, Chef der
Öffentlichkeitsarbeit beim Militärkommando Kärnten, anwesend. Kaiser
dankte dem Bundesheer für die würdige Mitgestaltung der Landesfeiern.
Dies würde auch Kärntens enge Verbundenheit zu Österreich
dokumentieren.
(Schluss)

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