- 03.10.2013, 08:30:31
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Grünewald zu internationalen Rankings: Kein fairer Wettbewerb für heimische Universitäten möglich
Grüne: Schönreden beenden, aktiv werden
Utl.: Grüne: Schönreden beenden, aktiv werden =
Wien (OTS) - "Das Einzige, was in der Wissenschaftspolitik in den
letzten Wahlkampfwochen gesteigert wurde, sind die öffentlichen
Auftritte von Bundesminister Karlheinz Töchterle. Eröffnungen,
Besuche und Ankündigungen, aber unterm Strich kein großer Wurf",
kritisiert der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald,
anlässlich des aktuellen Times Uni Rankings. Es fehlen das klare
Bekenntnis zur Wissenschaft sowie die Umsetzung versprochener
Budgetpfade.
"Auch die Universitätenkonferenz betont immer wieder, dass die
Uni-Milliarde lediglich erlaubt, den vielfach unbefriedigenden Status
Quo zu erhalten. Das angebliche Budgetplus für Hochschulen bis 2017
zeigt sich nicht im Bundesfinanzrahmengesetz. Es muss woanders
versteckt sein, genauso wie die versprochene massive Stärkung der
Grundlagenforschung", meint Grünewald.
"Besonders ärgerlich ist die öffentliche Behauptung der vermehrten
Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Im Gegenteil, diesem
fehlen an österreichischen Universitäten vielfach die Perspektiven.
Personaleinsparungen, oft prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit
einem zunehmenden Anteil an 'TeilzeitforscherInnen' sind längst
Realität", kritisiert Grünewald.
"Erst ein international vergleichbares Grundbudget und eine
Verbesserung der Basisausstattung erlaubt einen fairen Wettbewerb mit
anderen Universitäten. Um all seinen Aufgaben gerecht zu werden und
ein höheres kompetitives Fördervolumen zu erzielen, müsste sich das
FWF Budget verdoppeln. Für diese schlechten Voraussetzungen schneiden
unsere Universitäten erstaunlich gut ab" analysiert Grünewald die
gegenwärtige Situation. "Es ist schon paradox wie oft der Lateiner
Töchterle in den brennenden Fragen der Hochschulpolitik mit seinem
Latein am Ende ist."
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