- 01.10.2013, 13:09:21
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Bundesjugendvertretung: Einheitliche Regeln und Prävention beim Jugendschutz gefordert!
Die BJV kritisiert das Inkrafttreten eines neuen Jugendschutzgesetzes mit höheren Strafen in der Steiermark.
Utl.: Die BJV kritisiert das Inkrafttreten eines neuen
Jugendschutzgesetzes mit höheren Strafen in der Steiermark. =
Wien (OTS) - Für die Bundesjugendvertretung (BJV) ist das heutige
Inkrafttreten eines neuen Jugendschutzgesetzes in der Steiermark
völlig kontraproduktiv: "Dass in Österreich immer noch neun
Landesgesetze die Rechte und Pflichten junger Menschen regeln, ist
fernab jeglicher Lebensrealität. Bedauerlich ist, dass nun erneut
Änderungen bei einem Landesgesetz beschlossen wurden, anstatt auf ein
bundesweit einheitliches Jugendschutzgesetz hinzuarbeiten", so die
Kritik von BJV-Vorsitzender Johanna Tradinik.
Kritik an Strafen
Die BJV-Vorsitzende kritisiert vor allem die höheren Strafen für
Jugendliche bei Verstößen gegen das steirische Jugendschutzgesetz:
"Wir wissen genau, dass solche Strafen wenig bringen. Beim
Jugendschutz muss Priorität auf Prävention und Information gelegt
werden. Gute Information kann aber nur gelingen, wenn endlich Schluss
ist mit dem Gesetzes-Wirr-Warr. Ein einheitliches Jugendschutzgesetz
ist schon längst überfällig!"
Einheitliches Gesetz gefordert
Für junge Menschen ist es völlig unverständlich, warum für sie
ständig andere Gesetze und Regelungen gelten, sobald sie von einem
Bundesland ins nächste wechseln. "Besonders absurd ist die Situation
für Jugendliche in Grenzregionen, die zum Beispiel an ihrem
Schulstandort in einem Bundesland länger ausgehen dürfen als in ihrem
Heimatort ein paar Kilometer weiter", erklärt Tradinik.
Beim Jugendcheck im Rahmen der BJV-Wahlinfokampagne sprachen sich
alle Parteien für einheitliche Regeln aus. Die BJV erwartet sich
daher neuen Schwung in der Debatte. "Wir fordern die künftige
Regierung auf, Verhandlungen mit den Ländern rasch wieder aufzunehmen
und hier endlich ein zeitgemäßes Jugendschutzgesetz zu schaffen, dass
den Lebensrealitäten junger Menschen entspricht", betont Tradinik
abschließend.
Link zur Jugendschutz-Kampagne der BJV: www.vereinheitlichen.at
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