- 26.09.2013, 10:08:48
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Dank Konjunkturbelebung in zweiter Jahreshälfte wächst Österreichs Wirtschaft 2013 um 0,5%
Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators vom September 2013
Utl.: Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators vom September 2013 =
Wien (OTS) - Österreichs Wirtschaft hat in den vergangenen
Quartalen nahezu stagniert. Seit der Jahresmitte deuten zwar bereits
zahlreiche Vorlaufindikatoren auf eine gewisse Belebung der
Wachstumsdynamik hin, dennoch dürfte der Konjunkturaufschwung
aufgrund des weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds nur
verhalten ausfallen. Gemäß den Ergebnissen des
OeNB-Konjunkturindikators wird die österreichische Wirtschaft im
dritten Quartal um +0,3% gegenüber dem Vorquartal wachsen. Für das
vierte Quartal wird mit einer weiteren Wachstumsbeschleunigung auf
+0,5% im Quartalsabstand gerechnet. Das entspricht zwar dem
langfristigen Durchschnitt, ist aber für einen Konjunkturaufschwung
noch immer recht verhalten. Im Vergleich zur letzten Veröffentlichung
des OeNB-Konjunkturindikators wurde die Prognose für das vierte
Quartal 2013 um 0,1 Prozentpunkt nach oben revidiert. Die
Konjunkturbelebung in der zweiten Jahreshälfte ergibt für das
Gesamtjahr 2013 ein Wachstum von 0,5% im Jahresabstand. Die
Prognoserisiken bleiben jedoch mehrheitlich nach unten gerichtet.
Während die inländischen Konjunkturrisiken als weitgehend
ausgeglichen eingeschätzt werden, ist in Europa die Gefahr einer
erneuten Verschärfung der Schuldenkrise noch nicht gebannt.
Die Perspektiven für die Weltwirtschaft haben sich in den
vergangenen Monaten aufgehellt, sind aber sehr heterogen. Zwar sind
die Konjunkturrisiken in einigen großen Schwellenländern zuletzt
gestiegen, hingegen haben sich die Wachstumsaussichten für die USA
und Japan verbessert. In Europa zeigen Strukturreformen in manchen
Krisenländern erste Erfolge und auch die geldpolitischen Maßnahmen
der EZB (Ankündigung der Outright Monetary Transactions im Sommer
2012 sowie die Forward Guidance von Anfang Juli 2013, also die
jüngsten Aussagen der EZB über ihre künftige geldpolitische
Ausrichtung), haben zur Stabilisierung beigetragen.
Bislang hat sich die globale Stimmungsaufhellung jedoch noch nicht
in einem stärkeren Exportwachstum der heimischen Unternehmen
niedergeschlagen. Nachfragerückgänge in wichtigen Absatzmärkten wie
Italien, Tschechien oder Ungarn führten dazu, dass die Ausfuhren im
ersten Halbjahr nominell um nur 1,1% gestiegen sind. Dieser Trend hat
sich gemäß den Ergebnissen des OeNB-Exportindikators zu Beginn des
dritten Quartals 2013 noch fortgesetzt. Steigende Auftragseingänge
und die globale Stimmungsaufhellung lassen jedoch ein Anziehen der
Exportdynamik im weiteren Jahresverlauf erwarten.
Mit den Wachstumsimpulsen aus dem Export wird auch die
Investitionsbereitschaft der Unternehmen wieder zunehmen. Die
steigende Zuversicht der Einkaufsmanager signalisiert zudem ein
Anspringen der Industriekonjunktur. Sinkende Inflationsraten und
steigende Reallohneinkommen lassen Spielraum für zusätzliche
Konsumausgaben der privaten Haushalte. Insgesamt wird die
Inlandsnachfrage in den nächsten Monaten eine zunehmend wichtigere
Konjunkturstütze werden.
Auf dem Arbeitsmarkt wird die Konjunkturerholung wie schon in der
Vergangenheit erst mit einer Verzögerung zu spüren sein. Zwar weist
Österreich mit 4,8% im europäischen Vergleich nach wie vor die
niedrigste Arbeitslosenquote auf, die Vorlaufindikatoren (wie die
sinkende Zahl offener Stellen) lassen jedoch für den weiteren
Jahresverlauf 2013 zunächst noch ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit
erwarten. Erst für das Jahr 2014 wird mit einer positiven Trendwende
am Arbeitsmarkt gerechnet.
Die nächste Veröffentlichung des OeNB-Konjunkturindikators ist für
Jänner 2014 vorgesehen.
Weitere Informationen finden Sie auf www.oenb.at
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