• 25.09.2013, 08:59:18
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KONSUMENT: Vegetarische Bratwürste nicht so gesund, wie vermutet

Hohe Kochsalzwerte in elf getesteten Fleischersatzprodukten

Utl.: Hohe Kochsalzwerte in elf getesteten Fleischersatzprodukten =

Wien (OTS/VKI) - Fleischersatzprodukte aus Tofu, Soja- oder
Weizeneiweiß stehen derzeit hoch im Kurs. Doch nicht alle sind so
gesund, wie ihr Werbeimage verspricht. Vor allem der Salzanteil ist
bei vielen Produkten beträchtlich, wie ein aktueller Test des Vereins
für Konsumenteninformation (VKI) zeigte. Getestet wurden elf
vegetarische Bratwürste verschiedener Hersteller, wobei neben dem
Salzgehalt u.a. auch die Fettwerte und die mikrobiologische Qualität
eine wichtige Rolle spielten. Am Ende stuften die Tester lediglich
die Bratwürste von "Spar Veggie" und "Wheaty" als "gut" ein. Neun
weitere Produkte erhielten ein "durchschnittlich". Sämtliche
Ergebnisse und Informationen zum Test gibt es online unter
www.konsument.at sowie ab 26.09. in der Oktoberausgabe der
Zeitschrift KONSUMENT.

Lange Transportwege

Gute Gründe für Fleischverzicht gibt es viele, wie auch
Verbraucherumfragen regelmäßig zeigen. Häufig genannt werden in
diesem Zusammenhang nicht nur der Wunsch nach einer gesünderen
Ernährung sondern auch Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Tatsächlich
schneiden Fleischersatzprodukte in den Punkten Flächen- und
Wasserverbrauch sowie CO2-Bilanz durchwegs besser ab als richtiges
Fleisch. Allerdings mit Einschränkungen: Die in den aktuell geprüften
Produkten verarbeiteten Sojabohnen etwa stammten überwiegend aus
China und hatten damit zum Teil lange Transportwege hinter sich. Auch
der industrielle Sojaanbau in tropischen Regionen gibt Anlass zu
Kritik.

Starke Verarbeitung - hoher Fettanteil

Wem es dagegen um eine gesunde Ernährung geht, der sollte vor allem
auf den Salzgehalt von Fleischersatzprodukten achten: Bei acht der
elf getesteten vegetarischen Bratwürste lag er bei 1,5 Gramm pro 100
Gramm Bratwurst. Das entspricht in etwa dem Wert normaler Bratwürste.
Nur Hiel, Vega Vita und Sojarei wiesen hier deutlich niedrigere
Anteile auf. Beim Fettgehalt fiel die Bilanz besser aus, doch auch
hier gab es Produkte, deren Werte ähnlich hoch waren wie die
herkömmlicher Bratwürste. Die starke Verarbeitung von
Fleischersatzprodukten sowie zugesetzte Aromen und Gewürzextrakte
wurden von den Testern ebenfalls beanstandet.

Fazit: Oft weniger gesund als erwartet

Vegetarische Fleischersatzprodukte sind - entgegen ihrem Ruf - oft
weniger gesund als gedacht und sollten deshalb nur ab und zu
konsumiert werden. Eine ausgewogene vegetarische Ernährung ist auch
auf anderem Weg möglich. Der Bedarf an Eiweiß kann beispielsweise
problemlos über Eier, Getreide oder Hülsenfrüchte gedeckt werden.

SERVICE: Mehr Informationen zum Thema gibt es online unter
www.konsument.at.

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