• 20.09.2013, 21:00:49
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Neues Volksblatt: "SPÖ-Eigentum?" von Markus EBERT

Ausgabe vom 21. September 2013

Utl.: Ausgabe vom 21. September 2013 =

Linz (OTS) - "Die SPÖ Oberösterreich spielt bei der GKK keine Rolle,
das ist Sache der sozialdemokratischen Gewerkschaft", sagte
SPÖ-Landesvorsitzender Josef Ackerl am Dienstag in einer
Pressekonferenz.
Gestern teilte SPÖ-Landesvorsitzender Ackerl mit, dass der frühere
Linzer Finanzstadtrat und während seiner Zeit in der Linzer
Stadtregierung als OÖGKK-Direktor karenzierte Johann Mayr nicht mehr
in die Gebietskrankenkasse zurückkehren werde.
Damit hat Ackerl die von seiner Partei diese Woche praktizierte
Beschädigung der OÖGKK noch einmal schlimmer gemacht. Der
Selbstverwaltungskörper wurde zum unfreiwilligen Schauplatz
schwerster parteipolitischer Turbulenzen innerhalb der SPÖ, die sich
in der Causa Mayr völlig vergaloppiert hatte. Zu glauben, Mayrs
Rückkehr als Direktor - nicht seine grundsätzliche Rückkehr
wohlgemerkt, die rechtlich einwandfrei ist - würde sang- und klanglos
über die Bühne gehen, zeigt, wie weit weg von der Wirklichkeit die
tonangebenden Funktionäre der SPÖ sind. Schon seit dem angekündigten
Rücktritt von Mayr als Finanzstadtrat hätte man Zeit gehabt, eine
saubere Lösung zu finden. Dass man sie nicht gesucht hat, weil man
der Meinung war, sie nicht zu brauchen, ist ein Armutszeugnis. Mit
Ackerls nunmehriger Notbremse wird nichts besser: Die OÖGKK steht
plötzlich wieder im parteipolitischen Rampenlicht, weil sie von der
SPÖ offenbar nach wie vor als Eigentum betrachtet wird.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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