- 20.09.2013, 19:10:00
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Neues Volksblatt: "Sozialistisches Boot" von Markus EBERT
Ausgabe vom 20. September 2013
Utl.: Ausgabe vom 20. September 2013 =
Linz (OTS) - Der frühere SPÖ-Parteichef und Bundeskanzler Fred
Sinowatz meinte dereinst: "Nehmen wir also zur Kenntnis, dass nicht
Waldheim bei der SA war, sondern nur sein Pferd."
Daran fühlt man sich erinnert, wenn man sich derzeit so ansieht, wo
SPÖ draufsteht, die SPÖ aber nichts damit zu tun haben will, damit
der "Alles-ist-gut-Wahlkampf" nicht gestört wird.
Wenn etwa in Wien ein türkisch-stämmiger Nationalratskandidat
zweisprachige Folder verteilt, was wiederum FPÖ-Recken
Heinz-Christian Strache recht aufregt, dann antwortet
SPÖ-Wahlkampfleiter Norbert Darabos: Das sei "kein SPÖ-Folder" dieses
"SPÖ-Kandidaten".
Oder: Wenn in Oberösterreich die SPÖ in ärgste Not gerät, weil der
politisch gescheiterte Linzer SPÖ-Finanzstadtrat wieder auf den
Direktorsessel der Gebietskrankenkasse zurückkehren will, dann hat
das mit der SPÖ auch nichts zu tun. Denn, so klärte SPÖ-Landeschef
Josef Ackerl auf: "Die SPÖ Oberösterreich spielt bei der GKK keine
Rolle, das ist Sache der sozialdemokratischen Gewerkschaft". Und der
Bundesparteivorsitzende Werner Faymann wiederum schiebt die heiße
Kartoffel zurück an die OÖGKK und die Landespartei. Mit den
abgewählten Salzburger Roten, unter deren Verantwortung fleißig
Steuergeld verzockt wurde, hatten Faymann & Genossen selbstredend
auch nichts am Hut. Um es mit Sinowatz zu sagen: Nur das Boot, in dem
die Genossen sitzen, ist sozialistisch.
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