- 20.09.2013, 10:26:19
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aws organisiert Experten Workshop zum EU-Projekt "EVLIA": Leichtere Finanzierungen für KMU
Wien (OTS) - Das EU-Projekt "EVLIA" hat das Ziel immaterielle
Anlagegüter, wie zum Beispiel Intellectual Property, finanziell und
wirtschaftlich zu bewerten. Know-how und geistiges Eigentum sind das
Erfolgsgeheimnis vieler heimischer KMU, die dank "EVLIA" durch eine
Hebelwirkung bei der Finanzierung profitieren können. Die Austria
Wirtschaftsservice GmbH (aws) ist seit Beginn im November 2012
gemeinsam mit weiteren 30 Institutionen Projektpartner. Beim
Transnational Expert Workshop am 19. September in Wien diskutierten
54 Experten aus den Partnerregionen über die unterschiedlichen
Bewertungsmethoden von immateriellen Vermögenswerten.
Innovation ist sowohl in Österreich als auch in ganz Europa einer
der wichtigsten Treiber für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum. Doch
gerade für junge und innovative Klein- und Mittelunternehmen ist es
besonders schwer, ihr Wachstum zu finanzieren. Sie sind
benachteiligt, wenn es um die notwendige externe Finanzierung geht.
Grund dafür ist, dass sie in der Regel nicht über die Sicherheiten
verfügen, die von Banken, Investmentgesellschaften oder auch
Anbietern von Venture Capital gefordert werden.
Immaterielle Anlagegüter als Schlüssellösung für Finanzierungen
Die Verwaltung von sogenannten immateriellen Anlagegütern, wie zum
Beispiel Intellectual Property (IP), kann eine Lösung für dieses
Problem von wachsenden Klein- und Mittelunternehmen sein: Auf der
einen Seite müssen Unternehmer den kommerziellen Wert von
immateriellen Anlagegütern verstehen und eine ordnungsgemäße
Bewertung durch Experten etablieren. Auf der anderen Seite erkennen
Investoren zwar durchaus die Bedeutung von IP zum Unternehmenserfolg
an, sind aber dennoch nicht bereit diesen als Sicherheit für die
Bereitstellung von Finanzmitteln zu verwenden. Gründe dafür sind die
immaterielle Natur von IP und die Schwierigkeit ihm einen bestimmten
Wert zuzuordnen.
"EVLIA": Methodik für die Bewertung der immateriellen
Vermögenswerte von KMU
Das Ziel des Projekts "EVLIA" ist, eine eigene Methodik zur
finanziellen und wirtschaftlichen Bewertung von immateriellen
Vermögenswerten zu entwickeln. Dies geschieht in strikter
Übereinstimmung mit finanziellen Stakeholdern. Während der
Implementierung standardisieren die Projektpartner die Methodik und
testen ihre Wirksamkeit unter Einbeziehung der Finanzintermediäre,
wie Banken, Investmentgesellschaften etc.
Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) ist seit Projektstart im
November 2012 gemeinsam mit weiteren 30 Partnern aus Österreich,
Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Rumänien,
Slowenien sowie Kroatien und Serbien bei "EVLIA" aktiv. Bei den
Partnern handelt es sich um Politiker, intermediäre Organisationen,
akademische und Forschungsinstitute sowie private und öffentliche
Finanzintermediäre. Das von der EU finanzierte Projekt "EVLIA" hat
eine Laufzeit von zwei Jahren.
"Junge Unternehmen mit innovativen Ideen machen die Wirtschaft
insgesamt stärker und krisenfester. Doch nicht nur in Österreich
haben es diese Unternehmen schwer, an die für sie
überlebensnotwendige Finanzierung zu gelangen. Gerade immaterielle
Vermögengüter haben oft einen sehr hohen Wert für ein Unternehmen und
dessen Erfolg. Eine allgemein anerkannte wirtschaftliche Bewertung
der immateriellen Vermögenswerte von KMU kann daher mit seiner
Hebelwirkung einen echten Durchbruch bringen", erklärt
aws-Geschäftsführerin Edeltraud Stiftinger die Ziele von "EVLIA".
Transnational Expert Workshop
Am 19. September 2013 fand der Transnational Expert Workshop in
Wien statt. Vertreterinnen und Vertreter aus dem Finanz-,
Wirtschafts- und Rechtsbereich der Partnerregionen diskutierten über
die unterschiedlichen Bewertungsmethoden der immateriellen
Vermögenswerte. "Immaterielle Anlagegüter wie zum Beispiel
Intellectual Property sind das Erfolgsgeheimnis vieler heimischer
Unternehmen und müssen auch entsprechend bewertet werden. Der
Transnational Expert Workshop war daher aus Sicht der aws ein
wichtiger Grundstein für die finanzielle Unterstützung der
österreichischen technologieorientierten KMU", erläutert
aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister die Bedeutung von "EVLIA" für
die österreichische Wirtschaft.
Unter den Key Note Speaker waren u.a. Frau Leonor Pires, Policy
Officer der Europäischen Kommission der DG Research & Innovation in
Brüssel, Herr Ingo Rollwagen, Senior Analyst der Deutschen Bank
Research in Frankfurt am Main und Frau Maria Loumioti, Dozentin an
der USC Marshall School of Business in Los Angeles.
Weitere Informationen zu EVLIA finden Sie unter www.evlia.eu.
Über Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws):
Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) ist die Förderbank des
Bundes. Als Spezialbank im öffentlichen Eigentum ist sie auf
Unternehmensfinanzierung mit Schwerpunkt Gründer sowie kleine und
mittlere Unternehmen (KMU) ausgerichtet. Die aws sorgt für Wachstums-
und Entwicklungschancen dort, wo der freie Markt diese nicht in
vollem Umfang garantieren kann: durch Vergabe von Zuschüssen,
zinsgünstige Kredite, durch die Übernahme von Haftungen, durch
Eigenkapital sowie durch Begleitung und Beratung.
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