- 20.09.2013, 10:00:01
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KRONEHIT und VÖP bringen Programmbeschwerde gegen ORF ein
Wien (OTS) - Der bundesweite Privatradioveranstalter KRONEHIT und der
Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) haben gestern die vor
einiger Zeit angekündigte Beschwerde gegen die Programmgestaltung des
ORF im Radiobereich bei der KommAustria eingebracht.
Die Beschwerde zeigt auf, dass sowohl das Radioangebot des ORF
insgesamt, vor allem aber auch das Programm von Ö3 bei weitem nicht
den gesetzlichen Vorgaben für den öffentlich-rechtlichen
Programmauftrag entspricht.
KRONEHIT-Geschäftsführer Ernst Swoboda: "Das im Vergleich zu allen
anderen öffentlich-rechtlichen Radiosendern in Europa geradezu
überbordende reine Unterhaltungsangebot in den ORF-Radios, vor allem
natürlich auf Ö3, und das konsequente Negieren des Programmauftrags
in den Sparten Kultur, Sport und Information führt zum einen zu einer
dem Gesetz klar widersprechenden Verzerrung des Radioangebotes am
Markt, zum anderen aber vor allem aus der Sicht des Radiokonsumenten
dazu, dass dieser für seine Rundfunkgebühren de facto NICHTS erhält.
Denn der ORF bietet vor allem auf dem bei weitem meist gehörten
ORF-Radiosender Ö3 nur das an, was man als Radiohörer auch ohne
Gebühren auf Privatsendern hören kann. Das ist ein unhaltbarer
Zustand und wir möchten den Behörden mit unserer Beschwerde die
Gelegenheit geben, das abzustellen."
Unterstützt wird die von KRONEHIT angeführte Beschwerde vom
Verband der Privatsender (VÖP), der sich in Vertretung etlicher
anderer Privatradiosender der Beschwerde angeschlossen hat.
Klaus Schweighofer, Vorstandsvorsitzender des VÖP dazu: "Der VÖP
hat bereits aufgezeigt, dass das TV-Programm ORF eine starke
Unterhaltungsorientierung hat. Damit hat der ORF seinen
öffentlich-rechtlichen Auftrag vernachlässigt. Im Radio sehen wir die
Situation ähnlich. Ö3 als stärkster Radiosender des ORF ist mit
kommerziellen Programmen völlig verwechselbar und räumt den
öffentlich-rechtlichen Inhalten so gut wie keinen Raum ein. Die
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags in allen ORF-Programmen
ist jedoch unverzichtbar, um die Rundfunkgebühren, die alle
Österreicher zahlen müssen, zu rechtfertigen."
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