- 20.09.2013, 09:21:54
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WWF Unternehmensplattform spart CO2-Emissionen von St. Pölten ein
WWF CLIMATE GROUP zieht Bilanz über sechs Jahre betriebliche Klimaschutzmaßnahmen
Utl.: WWF CLIMATE GROUP zieht Bilanz über sechs Jahre betriebliche
Klimaschutzmaßnahmen =
Wien (OTS) - Über 500.000 Tonnen CO2 hat die WWF CLIMATE GROUP seit
ihrer Gründung vor sechs Jahren eingespart. "Die erreichte
CO2-Einsparung entspricht fast den jährlichen Treibhausgasemissionen
von St. Pölten. Die größten Reduktionen erzielten die Unternehmen
dabei mit Maßnahmen im Bereich elektrische Energie, z.B. mit dem
Umstieg auf Ökostrom", so Johannes Naimer, Leiter der WWF CLIMATE
GROUP. In der Klimaschutzplattform des WWF Österreich setzen sieben
heimische Unternehmen verschiedenster Branchen Maßnahmen quer durch
alle Unternehmensbereiche um - vom Strombezug über Kühl- und
Heiztechnik bis hin zum Fuhrpark. Die Unternehmen verpflichten sich
dabei zu einer CO2-Reduktion um 15 Prozent innerhalb von drei Jahren.
Auch der Ausbau klima- und umweltfreundlicher Produkte und
Dienstleistungen, sowie Bewusstseinsbildung bei Kunden und
Mitarbeiter zählen zu den Zielsetzungen.
Der WWF Österreich gründete die WWF CLIMATE Group 2007 mit dem Ziel
gemeinsam mit heimischen Branchenleadern aktive Klimaschutzmaßnahmen
in ihren Betrieben umzusetzen und verstärkt klima- und
umweltfreundliche Produkte, Dienstleistungen und Aktivitäten
anzubieten. Zu den sieben Mitgliedern zählen IKEA, Allianz, Fronius,
Pfanner, dm drogerie markt, Erste Group und SPAR. "Das Besondere an
der WWF CLIMATE GROUP ist, dass hier Unternehmen unterschiedlichster
Branchen gemeinsam als Gruppe mit einer NGO auf freiwilliger Basis
zusammenarbeiten, um neue klimafreundliche Lösungen umzusetzen", so
Naimer. "Unsere Erfahrungen zeigen, dass Unternehmen schon mit
verhältnismäßig kleinen Veränderungen viel für den Klimaschutz
erreichen können."
Ökostrom bringt größte CO2-Einsparungen
Zur Erreichung der CO2-Reduktionsziele erstellen die Unternehmen in
Abstimmung mit dem WWF konkrete Aktionspläne für die Bereiche
laufender Betrieb, technisches Gebäudemanagement, Transport,
Fuhrparkmanagement, Produktportfolio, sowie Kommunikation. Die
Ergebnisse der letzten sechs Jahre zeigen, dass die größten
CO2-Reduktionen durch Veränderungen im Bereich elektrische Energie
erzielt werden konnten. "Die Stromversorgung ist generell der größte
Brocken des betrieblichen Energiebedarfs. Hier lassen sich am
schnellsten nennenswerten Emissionseinsparungen erzielen - am
einfachsten durch den Umstieg auf Ökostrom", so Naimer. "Aber auch
Energieeffizienzmaßnahmen bei der Haustechnik, neue
Servertechnologien oder Gebäudesanierungen sind enorm wichtig." Im
Bereich Mobilität konnten die geringsten Erfolge erzielt werden. Hier
fehlen noch immer praktikable Lösungen für Mitarbeiter, Kunden und
Logistik bzw. werden sie noch nicht ausreichend umgesetzt.
Maßnahmen der WWF CLIMATE GROUP: von Klimaschutzmärkten über
klimafreundlichen Apfelsaft bis hin zu Aktiv-Energie-Gebäuden
- IKEA investierte beispielsweise mehr als eine Million Euro in die
verbesserte Öffi-Anbindung der Standorte, der Green Store in
Klagenfurt wird mit Erdwärme geheizt und gekühlt, und bis 2016 wird
das gesamte Beleuchtungssortiment auf LEDs umgestellt.
- Die Allianz erweiterte u.a. ihre Produkte und Dienstleistungen um
Versicherungslösungen für Solar- und Windkraftanlagen,
Prämienbegünstigungen für emissionsärmere Fahrzeuge, einen "Öko- und
Modernisierungsbaustein" für Eigenheime oder die in Österreich
einzigartige Haustechnikversicherung für Passivhäuser inklusive
Photovoltaikanlagen.
- Der Technologiekonzern Fronius, Technologieführer in den Bereichen
Batterieladesysteme, Schweißtechnik und Solarelektronik, setzt bei
Unternehmensgebäuden und Produkten Maßstäbe, u.a. mit einer der
größten Photovoltaik-Anlagen Österreichs am Standort Sattledt oder
mit der Entwicklung eines auf Wasserstoff basierten Gesamtsystems zur
Energieumwandlung - der Fronius Energycell Home. Diese realisiert zu
jeder Tages- und Jahreszeit die energieautonome Versorgung von
Wohneinheiten oder Häusern.
- Pfanner investierte vor allem in die Optimierung der
Produktionsprozesse, u. a. durch neue Produktionsanlagen,
effizientere Gebäudetechnik, die Verlagerung des Transports auf die
Schiene oder neue Presssysteme zur Abwasserreduktion. Zudem bietet
der Getränkehersteller seit 2009 den ersten klimafreundlichen
Apfelsaft Österreichs an, der zu 100 Prozent aus heimischen Äpfeln
und ausschließlich in Österreich hergestellt und verkauft wird.
- dm drogerie markt stellt aktuell alle Filialen schrittweise auf ein
neues Haustechnikkonzept um, welches durch eine zentral gesteuerte
Gebäudetechnik, neue Technologien in der zentralen EDV sowie
Maßnahmen zur Optimierung bei Heizen und Klimatisieren bis zu einem
Drittel des Energiebedarfs einspart. Mit der Initiative "knallgrüne
Experimente" ruft dm seine Mitarbeiter zu ökologisch nachhaltigen
"Selbstversuchen" auf - wie einem Wochenende ohne Strom, zwei Wochen
ohne Plastik oder einem autofreien Tag in der Woche.
- Die Erste Group reduzierte u.a. ihre CO2-Emssionen durch den
Umstieg von fast 400 Standorten auf Ökostrom um rund 60 Prozent und
produziert ca. 40 Prozent des verbrauchten Stromes durch ein im
Besitz der Bank befindliches Flusskraftwerk selbst. 2012 wurde die
Bank mit dem Umweltpreis der Stadt Wien für die Entwicklung eines
innovativen Energieverbrauchsmessgerätes für Server ausgezeichnet.
Gemeinsam mit dem WWF betreibt die ERSTE-SPARINVEST zudem die
Ökofonds ERSTE WWF STOCK UMWELT und ERSTE WWF STOCK CLIMATE CHANGE,
welche in Unternehmen investieren, die zur Verlangsamung des
Klimawandel beitragen oder generell im Umweltbereich engagiert sind.
- SPAR investierte u.a. in den Bau von Klimaschutzmärkten, welche
durch umweltbewusste Architektur im Passivhausstandard, moderne
Kühltechnik mit Wärmerückgewinnung und LED-Beleuchtung rund 50
Prozent Energie einsparen und mit Photovoltaik oder
Wasserkraftturbinen bis zu 100 Prozent ihrer verbrauchten Energie
selbst produzieren. Der neue Standort Linz-Froschberg spart
beispielsweise 58 Prozent der Energie im Vergleich zu vor dem Neubau
ein. Zusätzlich zum Green Building Konzept werden bei SPAR nicht nur
Energieeffizienz sondern auch die Barrierefreiheit für Kunden mit
verschiedensten Beeinträchtigungen berücksichtigt.
Bewusstseinsbildung bei Mitarbeitern und Kunden
"Klimaschutztipps und -anreize für Mitarbeiter und Kunden sind ein
wesentlicher Erfolgsbaustein der WWF CLIMATE GROUP", so Naimer.
"Immerhin haben die Mitglieder gemeinsam die Chance rund 55.000
MitarbeiterInnen und rund 20 Millionen KundInnen als Multiplikatoren
für ein klimabewusstes Handeln zu gewinnen." Um ein Bewusstein für
Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu schaffen nutzen die
Mitgliedsunternehmen regelmäßig all ihre Kommunikationskanäle:
Mitarbeiter- und Kundenmagazinen, Intranet, Geschäftsstellen,
Unternehmens-Websites, Newsletter sowie soziale Netzwerke wie
Facebook und Twitter.
Zudem initiierte die WWF CLIMATE GROUP 2012 eine österreichweite
Stromspar-Initiative für Privathaushalte. Vier Wochen lang boten die
Unternehmen und der WWF vergünstigte Angebote und einfach umsetzbare
Stromspartipps - von stromsparenden Produkten bis hin zu einer eigens
entwickelten Ratgeber-App. Mit den im Rahmen der Initiative
verteilten und verkauften LED-Lampen und Steckdosenleisten können
Österreichs Haushalte über 620.000 Euro Stromkosten einsparen.
Zusätzlich haben die Stromspartipps jede Österreicherin und jeden
Österreicher im Schnitt 4,5-mal erreicht.
Seit 2010 erhebt die Unternehmensgruppe gemeinsam mit der KPMG mit
dem "Wirtschaftsbarometer Klimaschutz" den Klimaschutz Status Quo der
heimischen Unternehmenslandschaft und deren Entwicklungen. Die Studie
ermittelt die Meinung heimischer Unternehmen zur internationalen
Klimapolitik, deren Umsetzung auf EU- sowie nationaler Ebene und zu
betrieblichen Klimaschutzmaßnahmen.
Weitere Informationen zur WWF CLIMATE GROUP auf www.climategroup.at.
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