- 19.09.2013, 13:08:43
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Greenpeace zu Atomförderungen: Tonband entlarvt EU-Kommissar
Allianz aus Staaten muss "Wahnsinnspläne" zu Atomförderung stoppen
Utl.: Allianz aus Staaten muss "Wahnsinnspläne" zu Atomförderung
stoppen =
Brüssel/Wien (OTS) - Der deutsche EU-Energiekommissar Günther
Oettinger (CDU) hat sich in Brüssel für die Förderung von
Atomkraftwerken in Europa ausgesprochen, wie ein Tonband belegt, das
der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Oettinger bestätigte, dass sich
neue Meiler wirtschaftlich nicht rechnen würden und forderte im
Rahmen eines Gesprächs im März eine "sensible Umgehung oder Anpassung
des Beihilferechts", um Investitionen in neue Reaktoren möglich zu
machen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkl sprach sich hingegen
gegen die Erleichterung von Atomsubventionen aus, wie auch die
österreichische Bundesregierung.
"Die Atomindustrie hält die Hand für Atomförderungen auf und
Kommissar Oettinger hat offenbar kein Problem damit, dafür in die
Taschen der europäischen Steuerzahler zu greifen. Dass ein Kommissar,
der für die Energiezukunft Europas die Verantwortung trägt, so klar
die Atom-Industrie hofiert, halte ich für skandalös", erklärt Julia
Kerschbaumsteiner, Atomsprecherin von Greenpeace.
Mit der Befürwortung Oettingers für die Abänderung des staatlichen
Beihilferechts, blockiere er eine zukunftsfähige Energiepolitik in
der EU, bremse den wirtschaftlichen Aufschwung von Technologien wie
Solar und Wind, und gefährde die Energiewende der gesamten EU, so die
Greenpeace-Sprecherin weiter. "Staatliche Subventionen für
Atomenergie zuzulassen, würde den Energiemarkt weiterhin zugunsten
dieser hochriskanten und schmutzigen Technologie verfälschen."
"Der in Österreich herrschende Konsens, diesen Wahnsinnsvorschlag
vehement abzulehnen, braucht unbedingt Verstärkung durch andere
europäische Länder. Die Vertreter Österreichs auf EU-Ebene müssen
jede Möglichkeit nutzen, um hier im Verbund mit anderen
Anti-Atom-Staaten alle Register gegen staatliche Beihilfen für
Atomkraft zu ziehen", schließt Kerschbaumsteiner.
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