- 18.09.2013, 11:16:50
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Stabile Ertragslage der heimischen KMU

Wien (OTS) - Im Jahr 2011/12 wiesen die heimischen KMU der
marktorientierten Wirtschaft ein durchschnittliches Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 3,0 % der Betriebsleistung (vor
Ertragsteuer) aus. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Gewinn
von rd. Euro 45.700,- je KMU.
Der Vergleich mit dem Vorjahr 2010/11 zeigt ein annähernd stabiles
Ergebnis vor Steuern (Vorjahr: 3,1 %).
Die Ertragssituation ist in allen Größenklassen vergleichsweise
ähnlich - die Schwankungsbreite liegt zwischen 3,4 % bei den
Kleinstbetrieben bzw. 2,9 % bei den Mittelbetrieben.
Im Langfristvergleich profitieren die österreichischen KMU vom
niedrigen Zinsniveau (die Finanzierungsaufwendung liegen um rd. 0,5
%-Punkte unter dem Niveau der Vorkrisenära) und haben Gewinne knapp
über dem Niveau vor der Wirtschaftskrise erreicht (EGT 2007: 2,9 %).
Dies zeigen die aktuellsten Auswertungen aus der Bilanzdatenbank der
KMU Forschung Austria auf Basis von mehr als 70.000 Bilanzen
österreichischer KMU.
Insgesamt wird durchschnittlich 50,3 % der Betriebsleistung zur
Deckung des Materialaufwands in den heimischen KMU 2011/12 verwendet
und etwa 9 % der Betriebsleistung machen 2011/12 bereits die
Fremdleistungen aus. Der zweitgrößte Aufwandsposten sind die
Personalkosten mit im Durchschnitt 20,6 % der Betriebsleistung.
Sonstige Aufwendungen (15,3 %) fallen unter anderem für Miete, Pacht
und Leasing aber auch für Werbung, etc. an. 3,4 % machen
Abschreibungen und 1,2 % Finanzaufwände aus.
Die durchschnittlichen sonstigen Erträge in den österreichischen
KMU der marktorientierten Wirtschaft betragen 2011/12 in Summe 2,1 %.
"Das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft ist somit stabil",
so Mag. Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung Austria. "Diese
Stabilität der Klein- und Mittelbetriebe drückt sich in der Folge
auch in entsprechenden Ertragssteuerzahlungen aus, welche zur
Stabilität des öffentlichen Haushalts beitragen".
"Die umsichtige und nachhaltige Gebarung vieler KMU ist auch daran
abzulesen, dass in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten die
Eigenkapitalquote weiter steigt und mittlerweile bei 29 % im
Durchschnitt liegt. Dies ist ein Anstieg von rd. 0,5 %-Punkten
gegenüber dem Vorjahr".
"Positiv zu bemerken ist insbesondere die Stabilität der
heimischen KMU auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten. Diese
Unternehmen bieten Sicherheit für ihre Mitarbeiter und tragen dabei
nicht nur zur Beschäftigung, sondern auch zur Wertschöpfung und zur
Wettbewerbsfähigkeit der gesamten österreichischen Wirtschaft bei."
"Dieser Weg, die Schaffung von Eigenkapital und damit Substanz in den
Unternehmen, sollte weiter fortgesetzt werden", so Mag. Peter
Voithofer abschließend.
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