- 18.09.2013, 09:57:00
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Schweizer Gäste hoch im Kurs
Neben den traditionellen Urlaubszielen im Westen setzen auch andere Regionen immer mehr auf den Schweizer Herkunftsmarkt

Utl.: Neben den traditionellen Urlaubszielen im Westen setzen auch
andere Regionen immer mehr auf den Schweizer Herkunftsmarkt =
Wien (TP/OTS) - Die Schweizer zählen zu den reisefreudigsten Nationen
der Welt. "Österreich steht für unsere acht Millionen Nachbarn
aktuell an fünfter Stelle der beliebtesten ausländischen
Destinationen. Mit zuletzt knapp 1,3 Mio. Ankünften und rund 4,6 Mio.
Nächtigungen im Jahr 2012 stellt die Schweiz für uns den drittgrößten
ausländischen Herkunftsmarkt nach Deutschland und den Niederlanden
dar", erklärt Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich
Werbung (ÖW). Neben den bekannten Schweizer "Hochburgen" Vorarlberg,
Tirol und Wien, möchte die Österreich Werbung den westlichen Nachbarn
künftig auch weitere Regionen schmackhaft machen. Wie dies gelingen
soll, war Thema bei einem Pressegespräch Dienstag abends im
Schweizerhaus im Wiener Prater.
Österreich profitierte zuletzt vom starken Franken
Pro Jahr machen die als reisefreudig bekannten Schweizer
durchschnittlich 2,6 Reisen, wobei 63% davon ins Ausland führen.
"Aufgrund der stabilen Wirtschaftswerte, der niedrigen
Arbeitslosenrate und des starken Frankens ist die Schweiz ein heiß
umworbener Markt", erläutert Carmen Breuss, ÖW-Markt Managerin
Schweiz. Davon konnten zuletzt die benachbarten Euro-Länder,
insbesondere Deutschland, Österreich und Italien (Südtirol)
profitieren. In Österreich kommt es derzeit - nach zwei Jahren mit
extremen Zuwachsraten aus der Schweiz (Nächtigungen 2011: +13%, 2012
+7%) - zu einer Verflachung des Trends (Jänner bis Juli 2013:
Nächtigungen +0,7% bei leicht rückläufigen Ankünften).
Mehr als die Hälfte der Schweizer Gäste kommen im Sommer nach
Österreich. Gab es hier 2012 noch ein deutliches Plus, kam es in der
ersten Sommerhälfte (Mai - Juli) 2013 zu leichten Rückgängen
(Ankünfte: -1,9%, Nächtigungen -1,4%), die vor allem den schlechten
Wetterbedingungen am Saisonstart zuzuschreiben sind. Dennoch besteht
für Breuss kein Grund zur Sorge: "Das anhaltende Schönwetter, die
positiven Juli-Zahlen und die große Bedeutung der Monate September
und Oktober als Urlaubszeit lassen auf eine positive Sommersaison
2013 hoffen."
Schweizer schätzen Natur, Kultur und Gastfreundschaft
Österreich punktet aufgrund einer Reihe an Faktoren bei seinen
Schweizer Nachbarn:
Natur in Kombination mit dem attraktiven Kulturangebot, die hohe
Qualität der Hotellerie, die zeitgenössische Interpretation
regionaler Küche, das Weinangebot sowie die österreichische
Gastfreundlichkeit und Gemütlichkeit. Damit möchte auch das
Burgenland punkten. "Gemessen an Übernachtungen ist die Schweiz nach
Deutschland der zweitwichtigste Auslandsmarkt für das Burgenland
geworden", erklärt Mario Baier, Direktor Burgenland Tourismus. "Wir
erleben beim Schweizer Gast immer wieder, wie bekannt und beliebt der
burgenländische Wein nicht zuletzt wegen seines guten
Preis-Leistungs-Verhältnisses ist. Diese Stärke möchten wir nutzen
und über das Segment Wein&Kulinarik in Verbindung mit Natur- und
Kulturerlebnis mit hochwertigen Angeboten die Nächtigungszahlen
weiter steigern."
Großes Potenzial als Ganzjahresdestination
Wien stellt bei den kulturinteressierten Schweizern schon seit
Jahren ein beliebtes Reiseziel dar. Rund 150 Direktflüge/Woche nach
Wien, Salzburg und Graz, acht direkte Zugverbindungen täglich ab
Zürich nach Wien sowie eine neue Bahn-Tagesverbindung ab Dezember
2013 nach Graz garantieren eine angenehme Anreise in alle Teile
Österreichs. "Dank des verbesserten touristischen Herbst-Angebotes,
der längeren Saisonzeiten und der Verfügbarkeit der gewünschten
Hotelkategorien entwickelt sich Österreich immer mehr zur
Ganzjahresdestination für die Schweizer", erläutert Breuss.
Attraktive Zielgruppe
Mit vergleichsweise hohen Tagesausgaben (135 Euro im Sommer, 155
Euro im Winter) liegen die Schweizer im Spitzenfeld der
ausgabefreudigen Gäste. Rund 60% der Nächtigungen entfallen auf die 4
und 5-Stern-Hotellerie. Die Ansprüche der Zielgruppe decken sich mit
den Angebotsstärken Österreichs. "Schweizer Gäste suchen aktive
Bewegung in der Natur, gefolgt von 'genießerischen' Aktivitäten und
Erholung", erläutert Breuss. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit
gewinnt an Bedeutung und fließt zukünftig verstärkt in die
Urlaubsplanung ein. "Die Schweizer legen überdurchschnittlich viel
Wert auf ein möglichst ökologisches, ressourcenschonendes und
umweltfreundliches Leben, sowohl im Alltag als auch im Urlaub.
Die Marktstrategie der ÖW berücksichtigt all diese Entwicklungen.
"Wir wollen Österreich als Destination für Natur- und Erholungsurlaub
im Sommer stärken, wobei der Gastgeber-Rolle, der Begegnungsqualität
und dem Genuss- und Verwöhn-Element eine entscheidende Rolle
zukommt", so Breuss. Parallel dazu wird Österreich mit überraschenden
und inspirierenden Reiseideen als Kurzreisedestination gestärkt. "Die
Schweiz ist und bleibt einer der wichtigsten Herkunftsmärkte für den
heimischen Tourismus. Dank der richtigen Marktstrategie, den
passenden Angeboten und einem abgestimmten Marketing sehe ich hier
auch für die Zukunft noch großes Potenzial", so Stolba abschließend.
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