Stummvoll widerspricht Doralt: Steuerliche Entlastung vor allem für Familien bleibt unser Hauptanliegen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Nicht unwidersprochen" lassen will ÖVP-Finanzsprecher Abg. Dr. Günter Stummvoll die Aussagen von Prof. Werner Doralt in der heutigen Ausgabe der Salzburger Nachrichten. "Vor allem was die Aussagen Doralts zur Umverteilung und der ÖVP-Forderung von 7000 Euro Kinderabsetzbetrag betrifft, bedarf es doch einiger Klarstellungen", so Stummvoll heute, Dienstag.

"Für die ÖVP war, ist und bleibt die Familie ein Hauptanliegen. Familien brauchen Unterstützung. Wir, also die ÖVP, sind diejenigen, die sich den Familien in Österreich als Partner an die Seite stellen. Wir wollen die steuerzahlende Bevölkerung entlasten, um insbesondere den Familien mit Kindern mehr Wohlstand zu ermöglichen. Die steuerliche Entlastung der Familien soll über die Einführung eines Kinder- und Jugendfreibetrags von 7000 Euro pro Kind und Jahr erfolgen. Dieser soll von jedem Elternteil, unabhängig davon, ob verheiratet oder nicht, zur Hälfte geltend gemacht werden können. Das sind zwei Mal 3500 Euro. Dies haben wir in unserem Wahlprogramm so festgehalten und soll eine spürbare steuerliche Entlastung für die Familien und damit für den Mittelstand in Österreich bringen", ist Stummvoll überzeugt.

Vehement stellt sich Stummvoll gegen die Behauptung, die Umverteilung funktioniere in Österreich nicht. "Österreich hat im internationalen Vergleich eine geringe "Spreizung" zwischen Arm und Reich, also eine starke Umverteilung und hohe Einkommensgleichheit", erläuterte der ÖVP-Finanzsprecher: "Österreich ist ein stark umverteilendes Land. Nach dem sogenannten Gini-Koeffizienten gemessen sind wir bei den Ländern mit den geringsten Unterschieden zwischen dem unteren und dem oberen Einkommensdrittel. Das kommt vor allem daher, dass unser sehr stark ausgebautes Sozialsystem Einkommensunterschiede mit Transferzahlungen ausgleicht. Diese Umverteilung stammt primär aus Steuerleistungen des oberen Einkommensdrittels." Laut der letzten OECD-Studie aus dem Jahre 2012 lag der Gini-Koeffizient in Österreich bei 0,261 und damit deutlich unter dem OECD Durchschnitt von 0,314.

Heftige Kritik übte Stummvoll einmal mehr an den Steuerplänen der SPÖ. "Das kennen wir schon: Vor der Wahl Versprechungen, nach der Wahl das für die Steuerzahler teure Erwachen. Denn die SPÖ spricht zwar von Steuerentlastungen, nicht aber, wie diese zu finanzieren sind. Die geplanten Faymann-Steuern gefährden den Wirtschaftsstandort Österreich, so etwa die SPÖ-Vermögens-Steuern, die unser Land massiv belasten würden. Schon bei einem durchschnittlichen mittelständischen Unternehmen würden Vermögenssteuern -zigtausende Euro und mehrere Arbeitsplätze kosten. Solche Steuern wären ein nicht wieder gut zu machender Anschlag auf Standort und ArbeitnehmerInnen. Wir brauchen aber nicht mehr Lasten, sondern mehr Chancen."

Österreich sei auf eine lebendige Leistungskultur angewiesen. "Wer arbeitet, muss mehr Netto vom Brutto haben. Gehaltserhöhungen dürfen nicht von Steuern und Abgaben aufgefressen werden oder für Unternehmen aufgrund der hohen Lohnnebenkosten schlichtweg unfinanzierbar sein. Faymann-Steuern und Abgabenerhöhungen bringen mehr Lasten für den Mittelstand und machen mehr Leistung unattraktiv. Das ist der falsche Weg. Sobald wir es uns leisten können, wird es daher eine deutliche steuerliche Entlastung geben. Mit einer Gebührenbremse müssen politische Gebührensteigerer ein- und ausgebremst werden. Leistung muss ich wieder lohnen", schloss Stummvoll.
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