- 17.09.2013, 10:21:40
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Kärnten, eine "Landschaft des Wissens"
LH Kaiser, LR Waldner und LR Holub sprachen vor Kongress-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern in Velden
Utl.: LH Kaiser, LR Waldner und LR Holub sprachen vor
Kongress-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern in Velden =
Klagenfurt (OTS/LPD) - "Wage zu denken!" - Der Aufruf Immanuel Kants
wurde zum Leitgedanken der Aufklärung und ist Motto eines
hochkarätigen Kongresses, der vom 16. bis 19. September in Velden
stattfindet. Veranstalter ist der
Universitäts.club|Wissenschaftsverein Kärnten in Kooperation mit der
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Ziel ist es, eine "Landschaft des
Wissens" zu formen, die ein Denkraum für Menschen sein soll, die sich
selbst und aus erster Hand ein Bild von unserer global vernetzten und
zunehmend komplexen Welt machen und mit anderen kritischen Menschen
darüber diskutieren möchten. Von Landeshauptmann Peter Kaiser sowie
den Landesräten Wolfgang Waldner und Rolf Holub wurden die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestern, Montag, am Abend zu einem
Empfang im Hotel Villa Bulfon eingeladen. Die drei
Regierungsmitglieder dankten den Anwesenden aus Wissenschaft,
Wirtschaft, Politik und Kultur und hießen sie herzlich in Kärnten
willkommen.
Der Landeshauptmann sagte, dass man noch mehr Denk-, Gestaltungs-
und Dialogqualität nach Kärnten bringen wolle. Denkarbeit solle hier
wieder auf fruchtbaren Boden fallen können. Er räumte jedoch ein,
dass die Weiterentwicklung des Landes Zeit brauche. Daher wolle man
Ideen bündeln und die Menschen auf breiter Basis involvieren. Er will
auch wieder mehr Offenheit sowie einen Dialog bzw. Polylog in
wichtigen Fragen wie zum Beispiel der Gewichtung von Förderungen.
Kaiser sprach zudem die geplante Abschaffung des Proporzes an. Diese
biete große Chancen und solle Kärnten und die Demokratie lebendiger
machen. Der Kongress in Velden und die "Landschaft des Wissens" sind
für den Landeshauptmann jedenfalls ein toller Erfolg und zeigen, dass
Kärnten auch außerhalb der Landesgrenzen wieder positiv registriert
werde.
Landesrat Waldner dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des
Kongresses ebenfalls für ihr Engagement, etwas Neues zu schaffen. Er
stellte die Ziele der "Zukunftskoalition" vor, die das System und den
Stil des Umganges miteinander verändere. "Wir brauchen Menschen, die
hinterfragen, und eine Neudefinition der Grundwerte", meinte Waldner.
Er will auch die Leistungen der Bürgerinnen und Bürger mehr in den
Mittelpunkt rücken. Kärnten brauche mehr Selbstvertrauen und das
Vertrauen der anderen in unser Land. Image sei extrem wichtig, daran
würden Arbeitsplätze, Kaufkraft und Wertschöpfung hängen. Es gelte,
die Vergangenheit aufzuarbeiten, dazu zähle vor allem auch der
Schuldenberg. Waldner verwies zudem auf 80.000 in Wien lebende
gebürtige Kärntner und sagte, dass Kärntner Kinder zukünftig im
eigenen Land mehr Erfolgschancen vorfinden sollen. Die "Landschaft
des Wissens" würden daher er und seine beiden Regierungskollegen
gerne aus ihren Referaten unterstützen.
Landesrat Holub meinte, dass das Denken in Kärnten etwas freier
geworden sei. Er sagte, dass in unserer Welt alles in Geld beziffert
werde, was es auch nicht einfach mache, unser Land voran zu bringen.
"Aber wir werden es schaffen", ist Holub überzeugt. Auch beim
Veldener Kongress würden Modelle geschaffen, wie es zu schaffen sei.
"Hier passiert etwas im Kopf", so der Landesrat. Er betonte weiters,
dass sein Büro immer für die Menschen offen stehe und er hob das
Vertrauen innerhalb der Koalition hervor.
Horst Peter Groß dankte den Regierungsmitgliedern als Präsident
des Universitäts.club|Wissenschaftsverein Kärnten. Beim Kongress, der
übrigens unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Heinz Fischer
steht, referieren u.a. der bedeutende deutsche Sozialwissenschaftler
Oskar Negt sowie der in Wien geborene Physiker und Systemtheoretiker
Fritjof Capra von der University of California in Berkeley. Unter den
Gästen beim Empfang waren auch Landtagspräsident Reinhart Rohr und
der amtsführende Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger.
(Schluss)
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