Khol ad Strache: Verantwortungslos und Unwissend!

Strache forderte im Wien-heute Interview "Mindestpension von 1.200,- Euro"

Wien (OTS) - Zu den Forderungen von FPÖ-Chef Heinz Christian Strache im Wien-heute Interview am Mittwoch dieser Woche hält Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol fest:

"Diese Forderung zeigt nur eines: Verantwortungslosigkeit und Unwissenheit. Wer eine Mindestpension von 1.200,- Euro monatlich fordert, muss wissen, dass dies automatisch auch für Bezieher der Mindestsicherung gilt. Die von Strache als Kosten genannten drei Milliarden, werden von Experten um mehr als das dreifache überschritten und sind definitiv unhaltbar. Mit dieser Forderung verkauft Strache die Zukunft aller Generationen!"

"Wir haben in den vergangenen 20 Jahren die Ausgleichszulagen (sog. Mindestpensionen) in verantwortungsvoller Weise um mehr als 70 Prozent erhöht und zugleich diverse Gebührenbefreiungen und Absetzmöglichkeiten deutlich ausgebaut. Dies im Verantwortungsbewusstsein im Kampf gegen Altersarmut - zugleich aber immer im Rahmen der Finanzmöglichkeiten bleibend. Eine so drastische Anhebung dieser Sozialleistung ist niemals durch Einsparungen finanzierbar und würde auch jede Steuersenkung auf die nächsten Jahrzehnte hinaus unfinanzierbar machen. Doch wir wollen und brauchen diese Steuersenkung, werden aber alleine dafür mehr als sechs Milliarden Euro benötigen, damit auch wirklich alle - auch die Seniorinnen und Senioren - eine spürbare Steuerenlastung erhalten", so Khol weiter.

"Straches Forderung ist reiner Populismus. Die Senioren als erfahrenste Wählerinnen und Wähler dieser Republik werden sich diesen blauen Sand nicht in die Augen streuen lassen", betont Khol abschließend.

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