- 13.09.2013, 09:00:42
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13. September ist Welt-Sepsis Tag und Wien zurzeit Zentrum für Europa!
Tod infolge einer Sepsis ist häufiger denn aufgrund eines Herzinfarkts. Wiener Forscher arbeiten an neuen Behandlungs- methoden und organisieren dazu den Europ. Schock-Kongress.
Utl.: Tod infolge einer Sepsis ist häufiger denn aufgrund eines
Herzinfarkts. Wiener Forscher arbeiten an neuen Behandlungs-
methoden und organisieren dazu den Europ. Schock-Kongress. =
Wien (OTS) - Ungefähr alle zwei Sekunden stirbt jemand an Sepsis. In
den Entwicklungsländern ist Sepsis verantwortlich für 60-80% aller
Todesfälle bei Kindern und weltweit steigt die jährliche Zahl der
Sepsiserkrankungen um 8-13%. Trotz ihrer Gesamtsterblichkeitsrate,
welche bereits jene der Todesfälle aufgrund eines akuten
Herzinfarktes übertrifft, ist diese gefährliche Infektionserkrankung
der breiten Öffentlichkeit so gut wie nicht bekannt. Das Ludwig
Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie
nützt den heutigen Tag, um im Rahmen eines Kongresses auf diese
Erkrankung aufmerksam zu machen.
Die Sepsis, umgangssprachlich oft als Blutvergiftung bezeichnet,
ist weit verbreitet und zumeist tödlich. Sie ist eine
Entzündungsreaktion des Organismus auf eine Infektion durch Bakterien
oder Pilze, welche unbehandelt zum Versagen eines oder mehrerer
Organe und letztendlich zum Tode führt. In Österreich erkranken
jährlich ca. 18.000 Personen an Sepsis; mehr als ein Drittel der
Patienten stirbt daran. Entscheidend für ein Überleben ist ein
frühestmöglicher Therapiebeginn.
"Ein Ziel unserer Forschung ist, dass wir in der Intensivmedizin
noch bessere Behandlungsmöglichkeiten der Sepsis entwickeln. Kürzlich
ist es uns gelungen neue Biomarker zu identifizieren, die maßgeblich
zur raschen Diagnose bzw. Prognose von Komplikationen aufgrund einer
Sepsiserkrankung beitragen", so Prof. DI Dr. Heinz Redl, Leiter des
Ludwig Boltzmann Instituts für experimentelle und klinische
Traumatologie (LBI Trauma). "Aufklärung und Bewusstseinsbildung ist
uns ein großes Anliegen, denn selbst die beste intensivmedizinische
Betreuung stößt an ihre Grenzen, wenn die Sepsis bereits zu weit
fortgeschritten ist. Dieses Jahr nützen wir den Schock- und
Sepsis-Kongress der Europäischen Schock Gesellschaft (ESS) um uns am
Welt-Sepsis Tag über die neuesten Entwicklungen in der
Sepsisforschung auszutauschen. Bis 2020 soll das Auftreten von
Sepsiserkrankungen um 20% reduziert werden."
Der Kongress, welcher vom 12. bis zum 14. September am Wiener AKH
stattfindet, wird vom LBI Trauma gemeinsam mit der Medizinischen
Universität Wien (Prof. Andreas Spittler) organisiert und ermöglicht
eine internationale Plattform für Kliniker und Grundlagenforscher aus
den Bereichen der Schock-, Trauma-, und Sepsisforschung. Mehr dazu
unter: http://www.ess-vienna2013.eu/
Über das LBI für experimentelle und klinische Traumatologie
(LBI Trauma)
Das LBI Trauma wurde 1980 von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft
gegründet und wird seit 1998 von Univ.-Prof. Dr. Heinz Redl geleitet.
Das LBI Trauma ist Teil des Forschungszentrums der Allgemeinen Unfall
Versicherungsanstalt AUVA und ist im Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler
untergebracht. Seit 2006 ist es außerdem Kern des Clusters für
Geweberegeneration und kooperiert darin mit der Medizinischen
Universität Wien, der Bernhard Gottlieb Zahnklinik und der Blutbank
des Roten Kreuz Oberösterreich. Außerdem ist es Teil der European
Institute of Excellence for Tissue Engineering and Regenerative
Medicine und anderer europaweiter Forschungsprogramme. Am LBI Trauma
geht wissenschaftliche Grundlagenforschung direkt in die Anwendung
über und kommt speziell Unfall-PatientInnen zugute - translationale
Forschung (Translational Research) "at its best". Dabei geht es um
die Verbesserungen diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen in
Unfallchirurgie und Intensivmedizin. Hauptthemen sind neue Wege in
der Therapie von Schock, Sepsis, Blutstillung und Geweberegeneration
bzw. "Tissue Engineering" und Zellforschung.
Über die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG)
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine außeruniversitäre
Forschungsorganisation mit Sitz in Wien und betreibt
Forschungsinstitute (Ludwig Boltzmann Institute) in den Bereichen der
Humanmedizin / Life Sciences sowie der Geistes-, Sozial- und
Kulturwissenschaften. Sie initiiert gemeinsam mit akademischen und
anwendenden Partnern innovative Forschungsthemen und ist
spezialisiert auf translationale Forschung - die Brücke zwischen
Grundlagenforschung und Anwendung. Derzeit betreibt die LBG 17 LBI
und 5 Cluster mit rund 380 MitarbeiterInnen. Die Einrichtung von
Ludwig Boltzmann Instituten (LBI) für eine befristete Laufzeit
erfolgt aufgrund von Ausschreibungen mit internationalen
Begutachtungsverfahren.
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