• 12.09.2013, 14:50:42
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Kopf: Mehr Chancen für alle

ÖVP-Klubobmann bei Vorarlberger Armutskonferenz: "Gleichmacherei hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun"

Utl.: ÖVP-Klubobmann bei Vorarlberger Armutskonferenz:
"Gleichmacherei hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun" =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Im Rahmen einer gestern, Mittwoch,
stattgefundenen Podiumsdiskussion der Vorarlberger Armutskonferenz
(VAK) zum Thema "Soziale Gerechtigkeit und Armutsprävention" lobte
ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf den Vorarlberger Weg in der
Armutsbekämpfung. Dass in Vorarlberg an die 50.000 und in ganz
Österreich ca. eine Million Menschen an der Armutsgrenze leben und
damit nicht ausreichend am gesellschaftlichen Leben teilhaben können,
sei jedoch ein klarer Auftrag zum Handeln, so Kopf.

Grundlage für ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben sei Arbeit, von
der man ordentlich leben und seine Familie versorgen könne. Es gelte
daher, durch eine Stärkung der Arbeit schaffenden Realwirtschaft für
mehr Arbeitsplätze zu sorgen, durch verstärkte Bildungsanstrengungen
die Arbeitsplatzchancen des und der Einzelnen zu erhöhen und durch
eine steuerliche Entlastung des Mittelstandes und von Familien mit
Kindern die Nettoeinkommen zu verbessern, so Kopf.

Darüber hinaus gehe es um "eine sehr praktische Hilfe für unmittelbar
Betroffene und um eine gezielte Armutsprävention, wie sie von der
Vorarlberger Landesregierung praktiziert wird. Es handelt sich dabei
um eine Weiterentwicklung von bestehenden Case- und
Care-Management-Systemen sowie Hilfsmaßnahmen wie Familienzuschuss,
Wohnbeihilfe und Heizkostenzuschuss", erklärte Kopf. Zudem würden in
Vorarlberg Maßnahmen für leistbares Wohnen, den Ausbau der
ganztägigen Kinder- und Schülerbetreuung forciert. Diese Maßnahmen
finden sich auch teilweise in den Forderungen der Armutskonferenz
wieder.

Wenig begeistert zeigte sich der ÖVP-Klubobmann hingegen von anderen
Forderungen der Armutskonferenz. "Die geforderte Einführung eines
flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohnes von 1.550 Euro, die
gewünschte Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden und eine
stärkere Besteuerung von Unternehmensgewinnen würden Arbeitsplätze
vernichten. Auch die geforderte stärkere Besteuerung von Vermögen
vertreibt investitionswirksames Kapital ins Ausland und macht keinen
Armen auch nur um einen Cent reicher" sagte Kopf und betonte einmal
mehr, dass Österreich ein stark einkommensverteilendes Land mit einer
geringeren Einkommensungleichheit sei, als die meisten anderen
Länder.

Kopf erläuterte seine Vorstellung von einer chancengerechten
Gesellschaft. Diese würde in weiten Bereichen jener
christlich-sozialen Konzeption folgen, die die aktivierende
Bereitstellung von Chancen für die Menschen vor deren staatliche
Versorgung stellt. Die aus der unterschiedlichen Nutzung dieser
Chancen resultierende Ungleichheit solle der Staat nicht unbegrenzt
korrigieren.

Kopf dazu: "Gleichmacherei hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun, sie
führt nur in die Gleichheit von Armut. Wir müssen die Chancen der
Menschen vermehren, nicht die staatlichen Leistungen und die
Steuern."
(Schluss)

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